Noch nie waren so viele Daten über die eigene Druckerei verfügbar. Und nie zuvor war es so wichtig, diese Daten gewinnbringend zu nutzen, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit mit besser ausgelasteten und effizienten Prozessen zu steigern.


Genau das tun die Digital Services von Heidelberg: Sie verwandeln Big Data in Smart Data, mit denen Kunden den Betrieb ihrer Druckerei optimieren können. Kunden brauchen die Daten weder selbst zu sammeln noch aufzubereiten. Das übernimmt Heidelberg. Ebenso wie die Bereitstellung von Technologien wie Business Analytics, mit denen sich Verbesserungspotenziale erschließen lassen – ganz ohne IT-Kenntnisse. Kunden können auf die Digital Services rund um die Uhr zugreifen. Der Zugang erfolgt über die Online-Plattform Heidelberg Assistant .

Über die Heidelberg Performance Services erhalten Druckereien eine klare Sicht auf ihre aktuellen Key-Performance-Indikatoren (KPI), also auf Nettoproduktivität, Rüstzeiten oder Makulatur. „Die KPIs schaffen Transparenz über Produktion und Geschäft. Der Kunde sieht, wo er steht und wo er besser werden kann“, sagt Marc Spreen, Produktmanager für Digital Services.

Sind beispielsweise die Rüstzeiten an einer Maschine sehr hoch, lässt sich dies mithilfe von Prinect Smart BI erkennen und herausfinden, wo die Ursachen dafür liegen, zum Beispiel am Bediener, der Reihenfolge der Druckjobs oder einem anderen Missstand. Je nach Analyseergebnis können Kunden durch Digital Training die Bediener zu einem besseren Umgang mit der Druckmaschine befähigen. Oder sie holen sich Performance-Beratung von Heidelberg – online, telefonisch oder vor Ort –, um die Engpässe in der Produktion zu identifizieren und zu lösen.

Die zweite Stoßrichtung der Digital Services ist die Verfügbarkeit. Zeigen die KPIs, dass zum Beispiel die Standzeiten an der Maschine zu hoch sind, lassen sich mit Predictive Monitoring oder Technical Availability ungeplante Ausfallzeiten reduzieren.

Die Digital Services werden ständig erweitert und leistungsfähiger gemacht. So deckt Digital Training künftig auch die Vorstufe und Weiterverarbeitung ab. Bei Prinect Smart BI erhalten Kunden zusätzlich zu den KPIs die entsprechenden Handlungsempfehlungen für Verbesserungen mitgeliefert. Und Predictive Monitoring liefert ein Echtzeit-Monitoring der Kundenmaschinen in Kombination mit verfeinerten Analysen, damit mögliche Störfälle noch frühzeitiger und umfangreicher erkannt werden. „Wir wollen nicht nur, dass unsere Kunden immer besser werden, sondern sie auch selbst immer besser dabei unterstützen“, resümiert Ibrahim Celik, Produktmanager Performance Services bei Heidelberg.

Performance Services

Anhand von KPIs wie der Gesamtanlageneffektivität (OEE) oder der Nettoproduktivität aller Maschinen haben Kunden jederzeit den Leistungszustand ihrer Druckerei im Blick. Sie können Problemfelder frühzeitig erkennen und Maßnahmen ergreifen – selbst oder optional mit Unterstützung durch Heidelberg. Bei dieser Online-Beratung (Online Advisement) analysiert ein Experte zusammen mit dem Kunden die Daten und schlägt telefonisch oder per E-Mail konkrete Maßnahmen vor, wie sich die von der Druckerei gesetzten Ziele – z. B. Kosteneinsparungen oder Optimierung der Produktion – erreichen lassen. Jeden Monat werden der Fortschritt überprüft und die Maßnahmen angepasst. Bei der Vor-Ort-Evaluierung (Onsite Evaluation) prüft der Berater die Produktionsprozesse, den Kenntnisstand der Bediener und die Gesamtperformance der Produktion über eine Schicht hinweg. Kunden erhalten einen Aktionsplan, den sie allein oder begleitet durch Heidelberg Business Consulting in einem Implementierungsprojekt umsetzen können.

Predictive Monitoring

Die vorausschauende Überwachung erhöht die Maschinenverfügbarkeit und spart Kosten. Denn anders als beim herkömmlichen Monitoring, bei dem nur nachträglich reagiert werden kann, lassen sich mit Predictive Monitoring zukünftige Störfälle anhand von Datenmustern prognostizieren, noch bevor es zur Störung oder gar zum ungeplanten Stillstand kommt. So können schon im Voraus entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden, um eine reibungslose Produktion sicherzustellen. Dazu überwachen Service-Experten rund um die Uhr den Zustand der Kundenmaschinen, einschließlich der angeschlossenen Peripherie- und Farbmessgeräte.

Über Sensoren sendet die Maschine pro Jahr rund 500 Millionen Informationen zum Maschinenzustand auf eine Big-Data-Analyseplattform. Bei Abweichungen der Werte vom definierten Normbereich erhält ein Service-Experte automatisch eine Meldung. Der Spezialist analysiert die Daten und leitet, falls nötig, Maßnahmen ein. Er entscheidet, ob das Problem remote lösbar ist, beim nächsten geplanten Servicetermin mit abgearbeitet werden kann oder ob ein Sofort-Einsatz beim Kunden nötig ist.

Prinect Smart BI

Druckereien gewinnen mit Prinect Smart BI wertvolle Einsichten zu allen Geschäftsabläufen – vom Kunden-Erstkontakt bis zur Rechnungsstellung –, um mit den richtigen Entscheidungen den Geschäftserfolg zu steigern.

Prinect Smart BI sammelt dazu die Business- und Produktionsdaten und bereitet sie zu aussagekräftigen Kennzahlen auf. So sehen die Geschäftsführung, der Vertrieb und die Produktionsleitung anhand der Leistungsdiagramme auf einen Blick die wesentlichen Entwicklungen in ihrem Bereich, etwa zur Verkaufsquote, Produktivität oder Auslastung. Bei Auffälligkeiten wie dem Anstieg der Makulatur können sie mit einem Klick zusätzliche Informationen aufrufen: beispielsweise die Höhe der Makulatur für jede Maschine, für jede Schicht und jeden Bediener sowie für die unterschiedlichen Jobs, um die Ursache für das Problem zu identifizieren und die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen.

Prinect Smart BI ermöglicht es auch, Geschäftschancen frühzeitig zu erkennen und zu nutzen. So lassen sich Kennzahlen für Kunden, Preise, Gewinnmargen und Produkte einfach miteinander verknüpfen und auswerten. Damit wird sichtbar, welche Produkte, Branchen und Kunden profitabel sind und bei welchen Kunden sich mit welchen Produkten höhere Preise durchsetzen lassen.

Digital Training

Digital Training macht das Expertenwissen von Heidelberg online verfügbar. Das druckspezifische Know-how zu Anwendungen und zur Bedienung der Maschine lässt sich überall und jederzeit abrufen, um die Produktqualität und Produktivität zu steigern – an allen Standorten und über Märkte hinweg.

Erfahrene Fachkräfte können gezielt Wissen abfragen, um eine bestimmte Aufgabe zu lösen. Beispiele sind Einstell- oder Wartungsarbeiten an der Maschine, die keine Routine sind. Per Video bekommen sie anschaulich gezeigt, wie sie vorgehen müssen. Nachwuchskräfte oder Quereinsteiger können die praxisnahen Lernmodule in Ergänzung zum Präsenztraining durch Heidelberg nutzen, um das Gelernte zu vertiefen. Mit den multimedialen Trainingseinheiten können Sie systematisch Wissen und Fähigkeiten rund um die Kernthemen Druck- und Verbrauchsmaterialien, Maschine und Verfahren aufbauen oder vertiefen.

Technical Availability

Dieser Service unterstützt Druckereien dabei, die technische Verfügbarkeit der Druckmaschinen zu erhöhen. Ergänzend zum Predictive Monitoring erhalten sie im Heidelberg Assistant jeden Monat KPIs bereitgestellt, die zeigen, wie lange die Maschinen im operativen Modus waren und ob es zu ungeplanten Ausfallzeiten kam. Per Online-Beratung (Online Advisement) können Kunden die Unterstützung eines Experten in Anspruch nehmen, der aus den technischen Daten Handlungsempfehlungen für eine höhere Verfügbarkeit ableitet. Zusätzlich lässt sich vertraglich eine garantierte Verfügbarkeitsquote vereinbaren. Heidelberg sichert dann einen bestimmten Verfügbarkeitsgrad zu und wird die nötigen Maßnahmen einleiten, um dieses Ziel zu erreichen oder zu übertreffen.

Auch in der letzen Ausgabe der Heidelberg Nachrichten:

Produktivität schlägt Preis

Die Investition in eine neue Druckmaschine hat Auswirkungen auf den ganzen Betrieb und erfordert eine sorgfältige Auswahl. Vor allem bei den Anschaffungskosten lohnt sich ein genauer Blick...

„Ich bin ein Fan des Subscription Modells“

In Sachen Subskriptionsmodell zählt Lensing Druck zu den Pionieren. Die Entscheidung sei ein kluger Schachzug gewesen, meint Robert Dembinski, Geschäftsführer Lensing Druck, im Interview.

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In den Heidelberg Nachrichten finden Sie Artikel über wichtige Trends der Branche, neue Technologien, Anwendungsmöglichkeiten sowie Erfolgsgeschichten von Druckereien aus aller Welt.

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