Wer seine Gewinne steigern will, indem er die Ausgaben für Investitionsgüter reduziert, kann auch Geld verlieren.


„In vielen Preisverhandlungen kommt die Frage auf, wie sich der Mehrpreis für eine Speedmaster rechnet. Dabei höre ich oft, dass ein Mehrpreis von 10 Prozent auch 10 Prozent mehr Produktivität erfordert – aber das ist ein Irrtum“, erläutert André Strunk, Produktmanager Sheetfed, und ergänzt: „Die Finanzierungskosten machen ja nur einen Bruchteil der Fixkosten aus. Der entscheidende Hebel liegt in der Produktivität, die für eine schnelle Amortisation der Maschine sorgt. Und hier gilt die Faustformel: Schon 10 Prozent mehr Produktivität genügen, um eine 30 Prozent höhere Investitionssumme zu amortisieren.“

Mit Produktivität sind keine vorübergehenden Leistungsspitzen oder Weltrekorde für die Dauer von einer Stunde gemeint, sondern die tatsächlich erreichte Leistung innerhalb eines Monats, eines Jahres und über die gesamte Nutzungsdauer.


Dabei spielen die erreichte Druckgeschwindigkeit und der Automatisierungsgrad eine wichtige Rolle, immer mehr aber auch die Bedienergonomie und das Auftragsmanagement. Dass Heidelberg Speedmaster hier die Nase vorn haben, zeigen zum Beispiel aktuelle Performancedaten mit Spitzenwerten von bis zu 90 Millionen gedruckten Bogen in nur einem Jahr auf einer Speedmaster XL 106 oder eine Speedmaster SX 102 in Japan, die stolze 350 Millionen Bogen in knapp 6 Jahren erreicht.

Eine weitere Quelle zur Beurteilung der tatsächlich erreichten Produktivität sind Gebrauchtmaschinen. „Vergleicht man beispielsweise auf verschiedenen Internetportalen die Totalisatorstände von Gebrauchtmaschinen, stellt man fest, dass Heidelberg Speedmaster im Durchschnitt einen höheren Output haben“, sagt Rainer Wolf, Leiter Produktmanagement Sheetfed.

Das bestätigt eine Studie von Smithers Pira.

Dort wurden über 400 Gebrauchtmaschinen von fünf Herstellern analysiert – mit eindeutigem Ergebnis: Heidelberg Speedmaster haben mit Abstand am meisten Bogen gedruckt.


So erreichen in der Formatklasse 70 × 100 Maschinen anderer Hersteller im Schnitt nur 73,5 Prozent der Leistung der Heidelberg Maschinen. „Die Performance der Heidelberg Speedmaster liegt also um 36 Prozent höher. Im Format 50 × 70 ist der Unterschied sogar noch größer. Hier haben die Maschinen von Heidelberg etwa doppelt so viele Bogen pro Jahr gedruckt“, so Rainer Wolf.

Die Studie von Smithers Pira hat auch untersucht, welchen Einfluss dieser Produktivitätsunterschied auf die Stückkosten hat. Auch hier sind die Ergebnisse eindeutig. So liegen die Druckkosten bei einer Speedmaster XL 106, deren Investitionskosten in diesem Fall 27 Prozent höher waren, mehr als 11 Prozent unter denen von anderen Herstellern. „Auch hier geht die Rechnung auf, denn am Ende schlägt die Produktivität den Preis“, sagt Rainer Wolf.

Die Vorteile höherer Produktivität betreffen bei Weitem nicht nur Großbetriebe. Auch kleinere Druckereien müssen produktiver werden, um am Markt zu bestehen. Mit produktiveren Maschinen lassen sich Produktionsspitzen abfangen und Kosten für Überstunden, Zusatzschichten und Wochenendzuschläge minimieren. Oft können mehrere ältere Maschinen durch nur eine neue Maschine ersetzt werden.

Die Grafik vergleicht die Stundensätze zweier Maschinen.

Ein Maschinenmehrpreis von 30 Prozent für Maschine 2 bedeutet, dass sich der Maschinenstundensatz um lediglich 10 Prozent erhöht. Das heißt: Der Druckbetrieb muss nicht 30 Prozent, sondern nur 10 Prozent mehr Jobs produzieren, um einen Maschinenmehrpreis von 30 Prozent zu kompensieren. Erreicht der Druckbetrieb tatsächlich 30 Prozent mehr Output, sinken die Druckkosten um 15 Prozent (110 Prozent Kosten bei 130 Prozent Output).

Push to Stop macht den Unterschied

Möglich wird dies durch intelligente Maschinensteuerung, die den Bediener gezielt dort unterstützt, wo er selbst zum Engpass wird. Das beginnt jedoch schon viel früher im Prozess, nämlich in der Druckvorstufe und im Management Information System (MIS). Digital vernetzte Prozesse lassen sich wesentlich besser automatisieren und optimieren als analoge Prozesse.

Mit dem Konzept „Push to Stop“ hat Heidelberg einen Paradigmenwechsel in der industriellen Druckproduktion mit Bogenoffset-Maschinen eingeleitet und ein klares Zielbild entwickelt. Wurden bislang Prozesse aktiv durch den Bediener geplant, gestartet und abgearbeitet, übernimmt dies in Zukunft die Maschine bzw. intelligente Prinect Software. Komplett autonom ablaufende Jobsequenzen sowie navigierte Rüstvorgänge bei komplexeren Auftragswechseln sind heute Realität. Zahlreiche Assistenzsysteme halten dem Bediener den Rücken frei und sorgen dafür, dass Höchstleistung nicht die Ausnahme bleibt, sondern zur alltagstauglichen Regel wird. „Als Marktführer im Bogenoffset steht Heidelberg für Qualität und Produktivität. Mit modernster Technologie und intelligenter Software lassen sich deutliche Produktivitätsvorteile realisieren. Vorteile, die sich schnell bezahlt machen und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden steigern“, fasst André Strunk zusammen.

Auch in der letzen Ausgabe der Heidelberg Nachrichten:

Fitness-App für Druckereien

Digital Services unterstützen Druckereien dabei, gezielt die Performance und Verfügbarkeit zu erhöhen.

„Ich bin ein Fan des Subscription Modells“

In Sachen Subskriptionsmodell zählt Lensing Druck zu den Pionieren. Die Entscheidung sei ein kluger Schachzug gewesen, meint Robert Dembinski, Geschäftsführer Lensing Druck, im Interview.

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In den Heidelberg Nachrichten finden Sie Artikel über wichtige Trends der Branche, neue Technologien, Anwendungsmöglichkeiten sowie Erfolgsgeschichten von Druckereien aus aller Welt.

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