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Gremper AG produziert auf neuer Stahlfolder TH 82-P

Die Gremper AG produziert industriell. Die frühere Bombardier-Halle in Pratteln West bei Basel, wo das Unternehmen sein Domizil hat, ist dazu wie geschaffen. 130 Meter lang und 20 Meter schmal, fördert sie den geradlinigen Materialfluss. Im letzten April hat die Gremper AG in eine neue Falzmaschine investiert. Sie passt in das industrielle Umfeld. Es ist eine Taschenfalzmaschine Stahlfolder TH 82-P der Heidelberger Druckmaschinen AG, die erste ihrer Art in der Schweiz.

Der Buchstabe P, den die neue Falzmaschine im Namen trägt, steht für Performance, für Produktivität – und für ein neues Prinzip, wie die Bogen durch eine Falzmaschine geführt werden. Ein PFX-Hochleistungsanleger (Pallet Feeder eXtended) sowie zwei Taschenfalzwerke mit jeweils sechs Taschen verarbeiten die Bogen in geschuppter Formation. Dazu hat Heidelberg die Taschen konstruktiv komplett überarbeitet. Im ersten Falzwerk führen luftgestützte Falztaschen die Bogen sicher durch das System. Im Falzwerk Nummer 2 stellt ein Taschenschwert den ungehinderten Transport der geschuppten Falzbogen sicher.

Gegenüber einer Verarbeitung im Einzelbogen steigert die Gremper AG auf der Stahlfolder TH 82-P die Produktivität um satte 50 Prozent. In absoluten Leistungszahlen heisst das: Pro Stunde produziert die Gremper AG 16.000 anstelle von 9.100 16-seitigen DIN-A4-Signaturen. Weil die Bogen geschuppt durch das ganze Falzsystem laufen, falzt die Stahlfolder TH 82-P pro Zeiteinheit eine grössere Anzahl Bogen als wenn die Bogen einzeln zugeführt würden. Wesentlich dabei ist: Ob geschuppt zugeführt oder nicht, in beiden Produktionsmodi bewegen sich die Bogen mit gleicher Geschwindigkeit durch die Falzmaschine.

Auf Augenhöhe mit dem Bogenoffset

Im B1-Bogenoffsetdruck produziert die Gremper AG auf einer Speedmaster XL 105 und einer Speedmaster XL 106 von Heidelberg. Beide Druckmaschinen laufen mindestens im Zweischichtbetrieb, «früher geriet die Falzerei oft zum Flaschenhals», sagt der Inhaber und Geschäftsführer Karl Gremper. Die Folge waren Fremdkosten und teure Arbeitsstunden am Wochenende.

Heute ist die Situation entspannt. Dank der Stahlfolder TH 82-P und Maschinenführern, die ihr Handwerk verstehen, werden jene Volumen, die der Bogenoffsetdruck bringt, von der Weiterverarbeitung spielend übernommen. Heidelberg spricht von einer 1:1-Beziehung, die zwischen der Bogenoffsettechnik der Peak-Performance-Klasse und der neuen Stahlfolder-Generation aufgebaut worden ist.

Die Messlatte hoch gesteckt

Kurze Wege, ein richtungskonformer Produktionsfluss, moderne Technik: Auf diese Weise fertigt die Gremper AG Druckaufträge schnell und rationell. Aber bei aller Geschwindigkeit: Zugeständnisse an die Qualität der Druckerzeugnisse sind nicht geduldet. Für die Bildreproduktion arbeitet die Gremper AG ausschliesslich, ungeachtet der verwendeten Papiere, mit einem Zehn-Mikron-FM-Raster. «Wir drucken fotografisch und haben zwei Vollblut-Lithografen im Haus», sagt Karl Gremper.

Mit diesem Anspruch an den bildtechnischen Reproduktionsprozess ist die Messlatte für die nachfolgenden Produktionsschritte hoch gesteckt. Dass sich die Gremper AG für eine reine Taschenfalzmaschine entschieden hat, ist deshalb folgerichtig, denn nur mit Parallelbrüchen werden die bestmöglichen Resultate erzielt.

Eine gute Falzqualität wird in der Stahlfolder TH 82-P durch eine neue Komponente zusätzlich gestützt: Im Auslauf der Taschenfalzwerke hat Heidelberg Pressstationen eingebaut. Sie schaffen planliegende Signaturen mit einem scharfen Falzbruch, was wiederum eine einwandfreie Weiterverarbeitung auf Sammelheftern oder Klebebindern begünstigt.

http://www.gremper.ch/

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