Expert Talk.

Sicher produzieren –
clever kontrollieren.

Schon kleinste Druckfehler verursachen erhebliche Kosten und schaden dem Image der Druckerei. Die Herausforderung gerade für industriell arbeitende Betriebe: Wie lässt sich kontinuierlich makellose Qualität bei geringster Makulatur erzeugen und gleichzeitig der Output hoch halten? Die Antwort: durch intelligente Kontrollsysteme. Produktmanager Volker Felzen erklärt, wie Prinect Inspection Control 2 maximale Qualitätssicherheit in der Produktion von Verpackungen und Etiketten ermöglicht.

Herr Felzen, warum sind digitale und automatisierte Kontrollverfahren für eine maximale Qualitätssicherheit unverzichtbar?

Im Etiketten- und Verpackungsdruck werden die Lieferfristen ständig kürzer und gleichzeitig die Produkte immer vielfältiger und anspruchsvoller. Dadurch steigt die Komplexität im Tagesgeschäft – und somit auch das Fehlerrisiko. Unser Inline-System Prinect Inspection Control 2 reduziert beides: Indem es die Abläufe der Qualitätssicherung automatisiert, verringert es die Anzahl der manuellen Eingriffe und somit Fehlerquellen. Und es schafft Sicherheit, da es kleinste Fehler zuverlässig erkennt. Prinect Inspection Control 2 kann das sogar in Echtzeit und minimiert Makulatur daher bereits während des Fortdrucks.

Kleinste Fehler in Echtzeit zuverlässig erkennen: Wie funktioniert das?

Prinect Inspection Control 2 arbeitet mit zwei hochauflösenden Kameras. Diese sind gut geschützt, gegen Staub und Spritzwasser und vollständig in das Lackierwerk integriert. Sie arbeiten so präzise, dass sie selbst bei maximaler Geschwindigkeit, kleinste Fehler wie Butzen, fehlende Druckstellen, Streifen, Schmieren oder Tonen erkennen. Dazu suchen sie den gesamten Bogen nach Abweichungen ab. Zum Abgleich nutzen sie einen digitalen Referenzbogen, den Prinect Inspection Control 2 mit dem Start der Gutbogenproduktion automatisch generiert.

Wie stellt das Inspektionssystem sicher, dass ein fehlerhafter Bogen versehentlich nicht doch in die Weiterverarbeitung oder zum Endkunden geht?

Das System zeigt jeden erkannten Fehler sofort am Wallscreen XL an. Der Bediener sieht, dass dieser Bogen nicht in Ordnung ist, und kann sofort reagieren. Zusätzlich wird der erste und der letzte Makulatur-Bogen automatisch über den in der Auslage integrierten Streifeneinleger markiert. Dadurch lassen sich die fehlerhaften Bogen leicht erkennen und sicher aussortieren. Ist die Druckmaschine mit einer Inline-Makulaturschleuse ausgestattet, dann erhöht das nochmals die Sicherheit, weil fehlerhafte Bogen sofort entsorgt werden.

Eine tadellose Qualität ist das eine. Wie wird eine hohe Wirtschaftlichkeit unterstützt?

Die hohe Automation und die Einbindung in den Produktionsworkflow straffen die Fertigungskette. Alle relevanten Auftragsdaten werden automatisch aus der Druckvorstufe geladen. Der Drucker kann sich daher voll auf die Druckmaschine konzentrieren. Er braucht nur dann einzugreifen, wenn das System einen Druckfehler anzeigt. Das entlastet ihn, ebenso die einfache und selbsterklärende Bedienung des Systems über den Wallscreen XL . Dort kann er, je nach Qualitätsanforderung des Auftrags, zwischen fünf unterschiedlichen Prüftoleranzen wählen. Für Kunden, die das Maximum an Produktivität und Qualitätssicherheit herausholen wollen, bieten wir zwei Zusatzfunktionen an: Mit „Preset Inspect“ können die in der Vorstufe definierten Prüfbereiche und Prüftoleranzen automatisiert übernommen werden. Mit „PDF Verification“ führt das System während des Einrichtens automatisiert einen Abgleich gegen eine Referenz aus der Vorstufe durch. So werden Fehler frühzeitig erkannt und Folgekosten vermieden.


Mit Prinect Inspection Control 2 können Verpackungs-druckereien maximale Produktivitäts- und Qualitätssicherheit umsetzen.

Nicht alle Verpackungsdruckereien brauchen eine fortlaufende Inline-Inspektion. Welche Lösung passt für die Anforderungen dieser Kunden?

Für diese Kunden bietet sich Prinect Image Control 3 an. Das System umfasst nicht nur vielfältigen Funktionen für die Farbmessung- und Reglung, sondern es ermöglicht mit der Option „Offline Inspection“ auch eine stichprobenartige Kontrolle des Druckbogens auf kleinste Druckfehler. Das Besondere daran: In nur einem Scanvorgang finden die Spektralmessung und die Bilderfassung statt. Das gemessene Druckbild wird dabei entweder mit den Vorstufendaten oder einem Produktionsbogen verglichen. Kleinste Abweichungen werden sicher erkannt. Die Prüfergebnisse stehen anschließend auf dem Wallscreen XL oder einem separaten Monitor bereit. Fehler lassen sich so frühzeitig noch vor Auflagenbeginn und während der laufenden Produktion durch wiederkehrende Stichproben rasch erkennen. Das vermeidet Reklamationen und Folgekosten.

Wie werden die Ergebnisse protokolliert?

Prinect Image Control 3 , wie auch Prinect Inspection Control 2, erstellen zu jedem Auftrag umfangreiche Qualitätsberichte im Analyze Point – dem zentralen Reporting-Tool für Auftrags- und Produktionsdaten Die detaillierten Ergebnisse der Qualitätsprüfung lassen sich dort jederzeit auftragsbezogen einsehen. Das erleichtert die interne Analyse sowie den Nachweis einer fehlerfreien Produktion gegenüber Kunden

Wie sieht es mit Inspektionslösungen in der Weiterverarbeitung aus?

Hier bietet unser Partner MK Offline- und Inlinelösungen an. Meine Kollegen von Postpress Packaging werden das gerne in einem separaten Expert Talk vorstellen.

Einfach Kontakt aufnehmen.

Ihr Dialog mit Heidelberg.

Ohr und Sprechblase in HDM-Farben

Wir freuen uns auf Sie!

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf: für weitere Informationen, ein individuelles Angebot und alles, was Sie rund um Heidelberg und unsere Produkte sonst noch interessiert.


Kontakt zu Heidelberg