Karl Meisenbach GmbH & Co. KG., ein Tochterunternehmen der Schwan-Stabilo, verwendet digitalen Lösungen von Gallus und Heidelberg.

Das Bedrucken von Schreibwerkzeugen ist die Spezialität der Karl Meisenbach GmbH & Co. KG. Das Unternehmen, das zur Gruppe Schwan-Stabilo gehört, arbeitet auf kleinformatigen Flachsiebdruckmaschinen. Im Sommer 2016 vollzog Karl Meisenbach einen Technologiesprung. Von der analogen Siebherstellung wurde auf einen digitalen Prozess basierend auf dem Screeny-G-Line von Gallus und dem Phoenix Plattenbelichter von Heidelberg umgestellt.

Seither bezieht Karl Meisenbach fertig konfektionierte Siebdruckplatten bei Gallus – im beschnittenen Format und industriell beschichtet mit der Fotoemulsion. Auf dem Computer-to-Screen-System Phoenix von Heidelberg werden die Druckplatten belichtet. In einer automatischen Auswaschanlage folgt die Entwicklung. Die getrocknete Oberfläche der gehärteten Schicht weist eine gemittelte Rautiefe (Rz-Wert) von weniger als fünf Mikron auf. Für das Einsetzen der Siebdruckplatte in die Druckmaschine hat Gallus einen neuartigen Schnellspannrahmen aus Leichtmetall entwickelt. Auf den schmalen Seiten wird die Siebdruckplatte über eine Lochung passgenau in einer Klemmvorrichtung fixiert und durch eine vorgegebene Federkraft gespannt. An den Rahmenlängsseiten verhindert eine Abdichtung mittels Klebeband, dass während des Druckvorgangs Farbe austritt.

Standardisiertes Verfahren schafft Produktionssicherheit

Der Wechsel vom analogen auf das digitale Verfahren bringt Karl Meisenbach wirtschaftliche und poduktionstechnische Vorteile. Jene Arbeitsschritte, die das Druckergebnis massgeblich beeinflussen – Zuschneiden der Siebdruckplatte, Beschichten mit der Fotoemulsion – führt Gallus in einem standardisierten Verfahren aus. Der Winkel des Gewebes und die Dicke der Emulsion sind exakt definiert und bleiben konstant. Prozesssicherheit gewinnt Karl Meisenbach auch bei der Belichtung: Die Computer-to-Screen-Technik baut die bildgebenden Stellen bei einer präzisen, wiederholbaren Rasterwinkelung auf.

Das Screeny-G-Line-Prinzip: Mit wenigen Handgriffen sind die bebilderten Siebdruckplatten im Rahmen eingespannt.

Dank Screeny G-Line ist eine Siebdruckplatte in vier Schritten produktionsbereit: Belichten; Auswaschen; Spannen; Vorbereiten (Abdichten der Längsseiten des Siebs).

Gegenüber der früheren, mehrheitlich manuellen Technik bringe das bis zu 60 Minuten Zeitersparnis pro Siebdruckform, sagt Marco Farina, Head of Design bei Karl Meisenbach.

Nach Angaben von Gallus werden bei einer Gesamtkostenbetrachtung bis zu 25 Prozent der Siebkosten pro Druck eingespart.

Heidelberg-Gallus-Screeny_G-Line

Heidelberg Phoenix: CtS-System
mit Präzisionsoptik von Zeiss

Ein wichtiges Glied in der digitalen Produktionskette bildet das neue Computer-to-Screen-System Phoenix. Der Belichter arbeitet mit einer UV-LED Lichtquelle, die Strahlungsenergie wird über die DMD-Technologie (Digital Micromirror Device) auf die Emulsion umgelenkt. Eine Präzisionsoptik von Zeiss und eine prädiktive Fokussteuerung stellen sicher, dass die bildgebenden Elemente auf der Siebdruckplatte randscharf belichtet werden. Wie Marco Farina sagt, belichtet Karl Meisenbach auf dem Phoenix mit einem 60er-Raster, «bei hervorragenden Druckergebnissen.»

Auf dem CtS-System Phoenix belichtet Karl Meisenbach Motive mit einer Rasterweite von 60 Linien pro Zentimeter.

Beim Phoenix handelt es sich um ein sogenanntes Dual-Belichtersystem. Wassergekühlte LED-Strahler emittieren UV Energie bei 385 und 405 Nanometer. Die zwei Wellenlängen werden zu einem Belichtungsstrahl kumuliert. Den Angaben von Heidelberg zufolge führt das zu einer differenzierten Härtung an der Oberfläche und in der Tiefe der Emulsion. Das ermögliche hohe Standzeiten der Druckform, und es liessen sich Ergebnisse erzielen, die in hohem Masse reproduzierbar sind.

Heidelberg-Phoenix-CtS

70 Prozent mit Screeny G-Line

Screeny G-Line und die digitale Belichtung brächten gegenüber dem analogen Weg nur Vorteile, bestätigt Marco Farina. «Wir sind schneller, der Rasterpunkt ist spitzer, das Druckbild schärfer.» Trotzdem verlaufe die Umstellung fliessend. Während Karl Meisenbach für neue Aufträge ausschliesslich mit Screeny G-Line und Phoenix arbeite, werde bei Wiederholaufträgen schrittweise umgestellt, «weil wir die Farbrezepturen und den Druckvorgang anpassen müssen, um identische Ergebnissen zu erzielen.» Aber das Verhältnis verschiebt sich zugunsten der neuen Technologie. Nach zehn Monaten arbeitet Karl Meisenbach zu rund 70 Prozent mit Screeny G-Line und dem Phoenix-CtS-System.

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