Druck auf metallisiertem Bedruckstoff
Faltschachteln und Etiketten werden vielfach auf aluminiumbedampfte
Papiere oder aluminiumbeschichtete Kartonagen gedruckt. Da
Standardfarben jedoch auf diesen nicht saugenden Bedruckstoffen nur
schwer oder langsam wegschlagen, kann es zu Trocknungs- und
Haftungsproblemen kommen. Solche Anwendungen können daher
entweder mit UV-Farben, mit speziellen konventionellen Folienfarben
oder, je nach Maschinenkonfiguration, auch im Mischbetrieb
realisiert werden.
Hierbei können Metallfarbtöne dadurch erzeugt
werden, dass lasierende Offsetfarben auf den metallisierten
Bedruckstoff gedruckt werden. Auf den nebenstehenden
Flaschenetiketten beispielsweise wird ein Goldfarbton mit einem
lasierenden Gelb auf dem durchschimmernden silberfarbenen
Bedruckstoff erreicht. An Stellen, an denen auf dem Motiv der
metallische Glanz des Bedruckstoffs nicht hervortreten soll, wird
ein Deckweiß vorgelegt. Dazu kann der Auftrag von
Deckweiß entweder über ein Offsetwerk oder ein
Lackierwerk erfolgen.
Diese Etiketten zum Beispiel hier im Bild wurden auf
einer Speedmaster mit Duo Konfiguration auf aluminiumbedampftes
Etikettenpapier gedruckt. Im Lackierwerk vor den Offsetwerken wird
zunächst partiell ein UV-Flexodeckweiß aufgetragen und
anschließend durch UV-Zwischendecktrockner komplett
getrocknet. In den Offsetdruckwerken werden konventionell
trocknende Folienfarben verwendet. Den Abschluss und damit eine
Schutzschicht bildet ein Dispersionslack, der vollflächig
über ein Gummituch aufgebracht wird und anschließend
über IR und Heißluft getrocknet wird.
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