Van Marle Grafische Bedrijven
31.03.2011
Die niederländische Druckerei Van Marle Grafische Bedrijven
in Hengelo setzt auf Veredelung, um sich mit besonderen Effekten
vom Markt abzuheben. Als einer der ersten Anwender weltweit drucken
die Holländer mit einer Speedmaster SM 52 Anicolor UV im
Nassoffset.
"Unser Anspruch ist es, für Kunden ein interessanter Partner
zu sein", erklärt Geschäftsführer Paul van Marle.
"Wir müssen immer wieder etwas Besonde-res bieten können,
um uns trotz einer rückläufigen Marktentwicklung und
star-kem Preisdruck am Markt zu behaupten." Die Speedmaster SM 52
mit Anico-lor-Farbwerk war für die Niederländer seit
längerem eine interessante Technologie, die viele Vorteile
bietet: höchste Qualität, kurze Rüstzeiten und wenig
Makulatur. Für das Bedrucken von Materialien, wie PP-, PE-
oder Vinyl-folie, mit dem sich Van Marle über konventionelle
Akzidenzen hinaus positio-niert, ist wiederum eine Druckmaschine
mit UV-Ausstattung am besten geeig-net. Die ideale Lösung:
eine Kombination aus Anicolor- und UV-Technologie, deren Produkte
sich zudem sofort nach dem Druck weiterverarbeiten lassen.
Seit Mitte September 2010 arbeitet Van Marle mit der neu
entwickelten Speedmaster SM 52 Anicolor UV, die nahezu für das
gesamte Produktportfolio zum Einsatz kommt: Akzidenzen wie
Broschüren, Kataloge oder Umschläge, aber auch
Kleinverpackungen in Auflagen bis 20.000 Stück werden auf
unterschiedlichsten Papieren produziert. Druckaufträge
für Kreditkarten, Visi-tenkarten oder Smartcards aus
verschiedenen Kunststoffen laufen ebenfalls über die Anicolor
- ein stetig wachsendes Marktsegment, von dem sich Van Marle noch
einiges an Potenzial für die Zukunft verspricht.
Besonders mit der Druckveredelung durch Effekte wie Hochglanz
UV-Lack, Spotlackierungen oder Matt-Glanz-Lacke erreicht Van Marle
die nötige Diffe-renzierung. "Oft entscheidet eine komplexe
Art der Veredelung über den Zu-schlag für einen Auftrag -
und die erfolgreiche Abwicklung dieses Auftrags wiederum über
die Vergabe einer größeren Zahl von anderen
Aufträgen des-selben Kunden", so van Marle. "Deshalb rechnet
sich die vergleichsweise teu-rere UV-Ausstattung aus meiner Sicht
auf jeden Fall, auch wenn ein einzelner Auftrag für sich
betrachtet vielleicht das ein oder andere Mal nur kostende-ckend
produziert wird. Außerdem investieren wir mit dem besonderen
Etwas und konstant hoher Qualität langfristig auch in unsere
Kundenbeziehungen."
Ein weiterer Vorteil ist die geringe Makulatur von etwa 30
Bogen, mit der das Druckunternehmen auf der Anicolor UV in Auflagen
von 100 bis zu etwa 50.000 Bogen produziert. Somit lassen sich
gerade bei Spezialanwendungen wie Werbematerialien, Mappen oder
Plastikkarten bereits kleinste Auflagen wirtschaftlich auf der
Anicolor drucken. Übers Jahr gerechnet verbraucht eine
Druckerei, die im konventionellen UV-Druck produziert, rund 600.000
Bogen Kunststofffolien beim Einrichten - mit Anicolor UV kann dies
auf rund 90.000 Bogen reduziert und somit über 250 000 Euro
eingespart werden.
"Besonders die Farbbrillanz und schnelle Auftragsabwicklung
hat uns schließ-lich überzeugt", so van Marle. "Auf der
Anicolor UV haben wir jetzt aufgrund kürzester
Trocknungszeiten und einer höheren Maschinenleistung nahezu 40
Prozent mehr Durchsatz im Vergleich zur früher eingesetzten,
konventionellen SM 52. Papier, Karton und Kunststoffe werden mit
15.000 Bogen pro Stunde gedruckt. "Nach der Einarbeitungszeit, bei
der uns Heidelberg unterstützt hat, können wir jetzt das
Potenzial der Maschine voll nutzen und dem Branchen-trend hin zu
immer kürzeren Lieferzeiten besser begegnen", so Erik Wolters,
der als Technischer Manager für den reibungslosen Betrieb
zuständig ist. Die gesamte Weiterverarbeitung passiert vor Ort
im Unternehmen. "Da wir durch die UV-Technologie praktisch keine
Trocknungszeiten haben, können wir di-rekt nach dem Druck
schneiden, falzen, heften oder stanzen", so Wolters. Vom
Auftragseingang bis zur Fertigstellung der Druckjobs vergehen jetzt
durchschnittlich etwa vier Arbeitstage. Auch umfangreiche
Auftragseingänge bewältigen die Mitarbeiter in einer
45-Stundenwoche im Einschichtbetrieb.
"Wir haben in den letzten 15 Jahren kontinuierlich
Investitionen getätigt, um das Besondere produzieren zu
können", erklärt van Marle. "Und auch mit der Anicolor UV
wollen wir diesen Kurs beibehalten."
Bild: Nach 30 Bogen in Farbe: Paul van Marle und Erik
Wolters bei der Qualitäts-kontrolle an der Speedmaster SM 52
Anicolor UV
Druckversion
Ausstattung als PDF Download
Hier bieten wir Ihnen Informationen zur Ausstattung der Speedmaster
XL 75 als PDF zum Download an.