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Heidelberger Druckmaschinen AG
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Farbmanagement entscheidet über wirtschaftlichen Erfolg

Zentrale Farbzufuhr
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Die Mediahaus Biering GmbH in München befasst sich mit rund 170 Mitarbeitern seit Jahren intensiv mit dem Farbmanagement und ist seit 2003 einer der ersten Anwender für die Prinect Color Solutions der Heidelberger Druckmaschinen AG.

Das Auftragsportfolio der Münchner Druckerei besteht größtenteils aus anspruchsvollen Produktionen für die Automobil- und Modebranche, für Versicherungen und Elektronikkonzerne sowie Kunstkatalogen und Imageprodukten für die Unternehmens- kommunikation. Gedruckt wird im Dreischichtbetrieb. In puncto Qualität hat Biering in den letzten Jahren massiv in Technologie und Know-how der Mitarbeiter investiert. Eine tragende Rolle kommt dabei dem Farbmanagement zu. Es bestimmt ganz wesentlich, ob der Kunde am Ende mit dem zufrieden ist, was er in Händen hält. Das Mediahaus Biering hat dabei erkannt, dass der einzige Weg zu einem Erfolg versprechenden Farbmanagement in einem ganzheitlichen Ansatz liegt. Dies betrifft sowohl die Mitarbeiter (vom Vertrieb bis zur Produktion) wie auch die Technologie, die in der Lage sein muss, vollständig integriert miteinander zu arbeiten.

Erfolgsfaktor Mensch
"Die gesamte Organisation einer Druckerei muss auf Qualität ausgerichtet sein, Prozesse sind anzupassen, aber vor allem müssen die Mitarbeiter das Qualitätsbewusstsein mittragen - die Investition allein in eine neue Technologie ist noch kein Garant für den wirtschaftlichen Erfolg", erläutert Inhaber Dr. Ralf Biering. "Wichtig ist jedoch die persönliche Bereitschaft jedes Einzelnen, sich mit neuen IT-Technologien zu befassen. Bereits im Vertrieb müssen dafür die Weichen gestellt werden: Der Außendienst-mitarbeiter muss in der Lage sein, den Kunden umfassend und orientiert an den tatsächlichen Möglichkeiten im Farbmanagement zu beraten. Wir bilden selbst aus, führen die Mitarbeiter an das Thema Farbmanagement heran und leisten uns die dafür notwendigen organisatorischen Strukturen. So gibt es beispielsweise für jede Schicht einen Schichtführer, der mittlerweile mehr eine Art Qualitätsmanager geworden ist und der heute wesentlich dafür verantwortlich ist, dass die Kundenanforderungen erreicht werden."

Standardisierte Bedingungen
Damit sich die hohen Qualitätsziele erreichen lassen, legte Biering vor rund zwei Jahren die Grundlagen für ein durchgängiges Farbmanagement, um die herstellungsbezogenen Einflussfaktoren auf die Qualität der Druck-produkte kontrollieren zu können. Damals erfolgte die Konsolidierung auf nur einen Farbhersteller und eine Farbsorte. Die Farbzufuhr erfolgt seither zen-tral aus dem Farblager für alle Druckwerke, es werden einheitlich dieselben Zusatzstoffe verwendet. Zudem wurden weitere Parameter wie Feuchtmittel, Gummitücher, Druckplatten, Feuchtmittel- und Farbwerktemperatur vereinheitlicht.

Kalibrierung
Das Thema der durchgehenden Kalibrierung stellt sich seit Einführung von CtP im Jahre 1994. Die Abstimmung von Proof, Platten und damals noch Film zu einem verlässlichen Ergebnis ist mit dem Piloteinsatz des Heidelberg Prepress Interface 1998 einen weiteren Schritt nach vorne gebracht worden, indem zum ersten Mal optimierte Farbvoreinstellungen der Maschine erreicht werden konnten. Im Laufe der Jahre entwickelte sich aus einer Vielzahl von Insellösungen mit verschiedenen Kontroll- und Farbmesssystemen eine ausgesprochen heterogene Landschaft, die zwar zu einem großen Problem-bewusstsein, nicht jedoch zu den erwünschten Ergebnissen oder gar Einsparungen führte. Schließlich wurde mit der Installation der neuen CtP-Generation im Jahr 2000 das Ziel definiert, einen einheitlich, durchgehenden Farb-Workflow von der Vorstufe bis zum Druck zu realisieren. "Die Entscheidung fiel zugunsten der Prinect Color Solutions.

Ausschlaggebender Faktor, mit Heidelberg einen Feldtest durchzuführen, war das Konzept eines Gesamtpaketes aus einer Hand, inklusive Trainingsmaßnahmen und Unterstützung bei der Implementierung", erläutert Druckereileiter Vitali Rosenfeld die Entscheidung. Die Color Solutions sind eine spezielle Anwendung des Workflow Management-Systems Prinect. Hierbei werden Workflow-Komponenten aus Vorstufe und Druck zu einem bidirektionalen Regelkreislauf integriert. Die Kommunikation dieser Kompo-nenten untereinander führt zu einer farbverbindlichen Abstimmung von Proof und Druck - ein wichtiger Faktor für eine hohe Kundenzufriedenheit. Um dabei wirtschaftlich effizient zu bleiben, werden die Daten aus dem Prepress-Bereich so angepasst, dass sie zur Farbvoreinstellung der Druckmaschine verwendet werden können, was die Einrichtezeiten reduziert. "Dadurch sind wir in der Lage, hochqualitative Druckproduktionen schneller als viele unserer Wettbewerber abzuwickeln und insgesamt dem Medium Papier die Konkurrenzfähigkeit zu erhalten", so Biering.

Intelligente Werkzeuge
Kunden fordern heute vor Druckbeginn eine Testform, deren Färbung dem ISO-Standard 12 647-2 beziehungsweise dem Prozessstandard Offset entsprechen muss - und das für verschiedene Rasterweiten und Rastersysteme. Vor der Einführung der Prinect Color Solutions musste Biering die Testform dem Kunden zusammen mit den wichtigsten Druckdaten als Auszug aus einer Excel-Datei vorlegen. Die dafür notwendigen Messungen und Einstellungen wurden ehemals ausschließlich manuell mit entsprechendem Zeitaufwand vorgenommen. Mit der Einführung der Prinect Profile Toolbox und ihrer Funktion Quality Monitor erfolgt die Kontrolle über Messelemente auf dem Druckbogen mittels Prinect Image Control. Die Färbung wird anhand des Medienkeils überprüft. Innerhalb der Messung wird zudem die Gradationskurve kontrolliert, und das Messergebnis steht auf Mausklick zur Verfügung. Die Messdaten dienen zum einen dazu, den Plattenbelichter automatisch nachzukalibrieren. Zum anderen erstellt die Druckereileitung Langzeitanalysen, die täglich die Gradation innerhalb des Druckverlaufs aufnehmen und somit transparent machen, wie sich Qualitätsparameter über die Zeit verhalten. Bei Proofs von Biering kommen Profile auf der Basis des ISO-Standards zum Einsatz. "Wir haben darüber hinaus für einige Kunden eigene Standards erstellt und gespeichert, die dann fallweise wieder zum Einsatz kommen", so Rosenfeld weiter.

"Eine spezielle Datenbank der Maschinensteuerung Prinect CP 2000 Center ermöglicht es, Kennlinien zu speichern, die auf die unterschiedlichsten Produktionsparameter angepasst sind. So kommen selbst anspruchsvolle Produkte wie Kunstkataloge schnell in den produktiven Bereich. Es ist keine Seltenheit, dass wir bereits beim Anfahren der Maschine die Farbvorgaben zu 95 Prozent erreichen. Rein visuell sind zudem keine Unterschiede mehr erkennbar." Insgesamt haben sich Einrichtezeiten, Abzüge und Makulatur durch die Einführung eines durchgängigen Farbmanagements im Durchschnitt deutlich reduziert. Aufträge können zudem ohne Qualitätsunterschiede auf mehreren Maschinen gleichzeitig laufen. Als Vorteil bei der Einführung der Prinect Color Solutions hat sich nach Rosenfelds Worten das einheitliche Design der Benutzeroberfläche der verschiedenen Prinect Komponenten herausgestellt. "Damit lag die Schwelle bei der Implementierung, Schulung und Bedienung von vornherein niedriger." Hinzu kamen kürzere Rüstzeiten und das schnelle Erreichen von Qualitätszielen, die dem Drucker an der Maschine mehr Sicherheit gaben und damit die Akzeptanz weiter verbesserten. In der Implementierungsphase der wichtigsten Anwendungen sollte man darauf achten, die Tools schrittweise in die laufende Produktion einzuführen und dabei genügend Zeit einzuplanen. Die Bausteine sind Prinect Prepress Interface, Prinect CP 2000 Center, Farbvoreinstellkennlinien für verschiedene Papier- und Farbtypen, Prinect Image Control, Prinect Calibration Toolbox, Prinect Profile Toolbox mit Quality Monitor und Print Open.

Fazit
"Die heute von uns erzielbaren Druckergebnisse und Rüstzeiten liegen in ei-nem Bereich, der vor vier Jahren undenkbar war. Damit sichern wir unsere gute Position im Markt auch weiterhin. Investitionen in Farbmanagement-lösungen sind vor allem sinnvoll, wenn Farbmanagement als integrierte Leistung aus Software, Druckmaschinen und Fachkompetenz verstanden wird", so das Resümee von Biering.

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Druckversion
   
Dr. Ralf Biering, Inhaber des Mediahauses Biering (links), und Druckereileiter Vitali Rosenfeld.
Mediahaus Biering
Die Mediahaus Biering GmbH bietet die gesamte Dienst-leistungspalette von Online-Diensten über Cross-Media-Publishing und Offsetdruck bis zum Print-Finishing und der Logistik. Rund 170 Mitar-beiter arbeiten für langjäh-rige Kunden aus dem Auto-mobil- und Modebereich. Vor allem Imageprodukte der Unternehmenskommunikation mit extremen Qualitätsanfor-derungen oder auch Kunst-kataloge bilden den Schwer-punkt der Produktion.

Umsatz
2004 erzielte Biering einen Umsatz von knapp 21 Mio. Euro, die mittelfristige Pla-nung liegt bei 24 Mio. Euro.

Auszeichnungen
Das 1965 gegründete Unter-nehmen erhielt unter ande-rem den Web Award 2001 des Forums Medien und Druckvorstufe, den Umwelt-preis der Stadt München 2001 und in Anerkennung der langjährigen Innovations-leistung im Transformations-prozess der Branche den Bayerischen Printmedien-preis 2001 der Bayerischen Staatsregierung.

Farbmanagement
Heidelberg Prinect Color Solutions mit den Komponen-ten Prinect Meta Dimension, Prinect Prepress Interface, Prinect CP 2000 Center, Prinect Image Control, Prinect Calibration Toolbox, Prinect Profile Toolbox mit Quality Monitor und Print Open.

Maschinenausstattung
Vorstufe: drei Prinect Signa Station, drei Prinect Meta Dimension, zwei Topsetter

Drucksaal
SM 102-10P, SM 102-8P,
CD 102-6, SM-52

Druckweiterverarbeitung
Equipment verschiedener Hersteller für die Bereiche Schneiden, Falzen, Sammel-heften und Klebebinden.

Ansprechpartner
Dr. Ralf Biering
Tel.: +49 (0)89 - 323 520
E-Mail: r.biering@biering.de

 Mediahaus Biering
 
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