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Heidelberg stellt neue Version des R.O.O.M-Workflows Delta vor

02.12.1999


Delta 6.0 realisiert die Anbindung an Prinergy

Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) hat Anfang Dezember eine neue Version ihres RIP- und Workflowsystems Delta Technology vorgestellt. Die Version Delta 6.0 kann ab sofort von Kunden bestellt werden.

Delta 6.0 realisiert die Anbindung an das Workflow-Management-System Prinergy, unterstützt weitere Ausgabegeräte, bietet Workflow-Optimierung und erfüllt eine ganze Reihe von Kundenanforderungen.

Delta AutoFlow: Integration in Prinergy
Mit der Version Delta 6.0 ist es möglich, eine direkte Verbindung zum neuen Workflow-Management-System Prinergy von Heidelberg und Creo zu realisieren. Delta AutoFlow ist in der Lage, PDF-Dokumente mit den in Prinergy umgesetzten Job Ticket-Anweisungen automatisch zu verarbeiten und zu belichten.

Der große Vorteil besteht in der Flexibilität und auch in der Zuverlässigkeit eines solchen Workflows. Mit Prinergy kann der Anwender bis zur letzten Minute die Vorteile von PDF nutzen, braucht aber dank der Anbindung an Delta Technology nicht auf seinen sicheren R.O.O.M.-Workflow zu verzichten. Dadurch wird Prinergy zur sinnvollen Ergänzung zu Delta Technology.

Unterstützung weiterer Ausgabegeräte
Delta 6.0 kann als neue Ausgabegeräte den Rasterproofer Trendsetter Spectrum und auch den Kodak Approval XP ansteuern. Über die Delta Color Flash Option 731 X ist darüber hinaus die Ansteuerung des A3-Farbkopierers Canon CLC 1000 möglich.

Durch Unterstützung des PostScript Interpreters Adobe CPSI in Version 3011 ist Delta 6.0 in der Lage, PDF 1.3-Aufträge zu bearbeiten und zu belichten und dabei eine gegenüber PDF 1.2 deutlich höhere Verarbeitungsgeschwindigkeit zu realisieren.

Ein überaus interessantes Feature von Delta 6.0 ist die Unterstützung der Kalibrier-Software Harmony. Mit Harmony werden Kalibrierkurven zur Steuerung der Tonwertzunahme an der Druckmaschine erzeugt, um einen durchgängig stabilen Prozessverlauf zu erreichen. Im Unterschied zu herkömmlichen Kalibrierwerkzeugen, die nur auf Film ausgerichtet sind, ist Harmony in der Lage, Druckplatten, Proofs und Druckbögen zu kalibrieren. Für Delta 6.0 ist Harmony zur Kalibrierung auf Trendsetter, Trendsetter Spectrum und Kodak Approval verfügbar.

Workflow-Optimierung mit Jobstream
Jobstream ist ein Printertreiber-Plug-in für Adobe PostScript (Macintosh und Windows), das vor allem eine umfangreichere Unterstützung des Composite PostScript Workflows gegenüber den bisherigen PPD-Einstellungen bietet. Der Funktionsumfang umfasst die Steuerung der InRIP-Separation mit Prozess- und Schmuckfarben, die Veränderung der Separationsreihenfolge, das Ausblenden einzelner Farbauszüge, das Überdrucken und die Ausgabe von JPEG-EPS-Dateien in separiertem PostScript.

Ferner sind noch einige Funktionen vorhanden, die im weitesten Sinne als PreFlight-Check bezeichnet werden können. Mit Hilfe von Funktionen wie Erkennen und Modifikation von Haarlinien, Erkennen von Grobbildern, Format- und Fontüberprüfungen lassen sich Fehlbelichtungen verhindern. Das Jobstream-Modul ist Bestandteil von Delta 6.0.

Mit der Version Delta 6.0 hat Heidelberg außerdem einen weiteren Schritt in Richtung des 100-prozentigen CIP3-Workflows gemacht. Wenn ein Auftrag geteilt worden ist (8-up Bogen zur Ausgabe auf einem 4-up Belichter), können auch dafür CIP3-Daten erzeugt werden, die dann zur Farbzonenberechnung verwendet werden.

Kundenanforderungen zuverlässig erfüllt
Um die Flexiblität kurz vor der Belichtung zu erhöhen, kann mit Delta 6.0 die Reihenfolge von Aufträgen, die sich schon im Delta Tower befinden, noch entsprechend der Auftragsprioritäten verändert werden. Diesem oft geäußerten Kundenwunsch hat Heidelberg Rechnung getragen.

Die Aufwärtskompatibilität ist bei Delta 6.0 gesichert. Mit der neuen Version lassen sich auch Delta Listen (das interne Format des Delta R.O.O.M.-Workflows) verarbeiten, die mit der Vorläuferversion 5.5 erzeugt wurden.

Delta Spoolverzeichnisse arbeiten mit Delta 6.0 wie ein Exportverzeichnis. Das hat den Vorteil, dass die im Spoolverzeichnis befindlichen Daten archiviert und auch zu einem späteren Produktionszeitpunkt verarbeitet werden können. Ein solche "Hold"-Funktion gab es bisher nicht.

Neu ist auch das Rasterwinkelüberschreiben. Dabei können zu verarbeitende PostScript-Dokumente, deren Farben bereits bestimmten Rasterwinkeln zugeordnet wurden, noch nachträglich überschrieben werden. Das kann für Rasterwinkel der Prozessfarben genauso wie für die der Schmuckfarben erfolgen.

Für weitere Informationen:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Unternehmenskommunikation
Thomas Fichtl
Tel.: +49 (0)6221 92 47 47
Fax: +49 (0)6221 92 50 69
E-Mail: thomas.fichtl@heidelberg.com

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