Delta 6.0 realisiert die Anbindung an Prinergy
Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) hat
Anfang Dezember eine neue Version ihres RIP- und Workflowsystems
Delta Technology vorgestellt. Die Version Delta 6.0 kann ab sofort
von Kunden bestellt werden.
Delta 6.0 realisiert die Anbindung an das
Workflow-Management-System Prinergy, unterstützt weitere
Ausgabegeräte, bietet Workflow-Optimierung und erfüllt
eine ganze Reihe von Kundenanforderungen.
Delta AutoFlow: Integration in Prinergy
Mit der Version Delta 6.0 ist es möglich, eine direkte
Verbindung zum neuen Workflow-Management-System Prinergy von
Heidelberg und Creo zu realisieren. Delta AutoFlow ist in der Lage,
PDF-Dokumente mit den in Prinergy umgesetzten Job
Ticket-Anweisungen automatisch zu verarbeiten und zu belichten.
Der große Vorteil besteht in der Flexibilität und
auch in der Zuverlässigkeit eines solchen Workflows. Mit
Prinergy kann der Anwender bis zur letzten Minute die Vorteile von
PDF nutzen, braucht aber dank der Anbindung an Delta Technology
nicht auf seinen sicheren R.O.O.M.-Workflow zu verzichten. Dadurch
wird Prinergy zur sinnvollen Ergänzung zu Delta Technology.
Unterstützung weiterer Ausgabegeräte
Delta 6.0 kann als neue Ausgabegeräte den
Rasterproofer Trendsetter Spectrum und auch den Kodak Approval XP
ansteuern. Über die Delta Color Flash Option 731 X ist
darüber hinaus die Ansteuerung des A3-Farbkopierers Canon CLC
1000 möglich.
Durch Unterstützung des PostScript Interpreters Adobe
CPSI in Version 3011 ist Delta 6.0 in der Lage, PDF
1.3-Aufträge zu bearbeiten und zu belichten und dabei eine
gegenüber PDF 1.2 deutlich höhere
Verarbeitungsgeschwindigkeit zu realisieren.
Ein überaus interessantes Feature von Delta 6.0 ist die
Unterstützung der Kalibrier-Software Harmony. Mit Harmony
werden Kalibrierkurven zur Steuerung der Tonwertzunahme an der
Druckmaschine erzeugt, um einen durchgängig stabilen
Prozessverlauf zu erreichen. Im Unterschied zu herkömmlichen
Kalibrierwerkzeugen, die nur auf Film ausgerichtet sind, ist
Harmony in der Lage, Druckplatten, Proofs und Druckbögen zu
kalibrieren. Für Delta 6.0 ist Harmony zur Kalibrierung auf
Trendsetter, Trendsetter Spectrum und Kodak Approval
verfügbar.
Workflow-Optimierung mit Jobstream
Jobstream ist ein Printertreiber-Plug-in für Adobe
PostScript (Macintosh und Windows), das vor allem eine
umfangreichere Unterstützung des Composite PostScript
Workflows gegenüber den bisherigen PPD-Einstellungen bietet.
Der Funktionsumfang umfasst die Steuerung der InRIP-Separation mit
Prozess- und Schmuckfarben, die Veränderung der
Separationsreihenfolge, das Ausblenden einzelner Farbauszüge,
das Überdrucken und die Ausgabe von JPEG-EPS-Dateien in
separiertem PostScript.
Ferner sind noch einige Funktionen vorhanden, die im
weitesten Sinne als PreFlight-Check bezeichnet werden können.
Mit Hilfe von Funktionen wie Erkennen und Modifikation von
Haarlinien, Erkennen von Grobbildern, Format- und
Fontüberprüfungen lassen sich Fehlbelichtungen
verhindern. Das Jobstream-Modul ist Bestandteil von Delta 6.0.
Mit der Version Delta 6.0 hat Heidelberg außerdem einen
weiteren Schritt in Richtung des 100-prozentigen CIP3-Workflows
gemacht. Wenn ein Auftrag geteilt worden ist (8-up Bogen zur
Ausgabe auf einem 4-up Belichter), können auch dafür
CIP3-Daten erzeugt werden, die dann zur Farbzonenberechnung
verwendet werden.
Kundenanforderungen zuverlässig erfüllt
Um die Flexiblität kurz vor der Belichtung zu
erhöhen, kann mit Delta 6.0 die Reihenfolge von
Aufträgen, die sich schon im Delta Tower befinden, noch
entsprechend der Auftragsprioritäten verändert werden.
Diesem oft geäußerten Kundenwunsch hat Heidelberg
Rechnung getragen.
Die Aufwärtskompatibilität ist bei Delta 6.0
gesichert. Mit der neuen Version lassen sich auch Delta Listen (das
interne Format des Delta R.O.O.M.-Workflows) verarbeiten, die mit
der Vorläuferversion 5.5 erzeugt wurden.
Delta Spoolverzeichnisse arbeiten mit Delta 6.0 wie ein
Exportverzeichnis. Das hat den Vorteil, dass die im
Spoolverzeichnis befindlichen Daten archiviert und auch zu einem
späteren Produktionszeitpunkt verarbeitet werden können.
Ein solche "Hold"-Funktion gab es bisher nicht.
Neu ist auch das Rasterwinkelüberschreiben. Dabei
können zu verarbeitende PostScript-Dokumente, deren Farben
bereits bestimmten Rasterwinkeln zugeordnet wurden, noch
nachträglich überschrieben werden. Das kann für
Rasterwinkel der Prozessfarben genauso wie für die der
Schmuckfarben erfolgen.
Für weitere Informationen:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Unternehmenskommunikation
Thomas Fichtl
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