Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) stellt auf der Ipex
2006, die vom 4. bis 11. April 2006 in Birmingham stattfindet, das
neue Hybridrasterverfahren Prinect Hybrid Screening vor. Dieses
neue Rasterverfahren vereint die Vorteile der amplitudenmodulierten
(AM) und frequenzmodulierten (FM) Raster-technologie. Es
ermöglicht höhere Rasterfeinheiten und damit eine
höhere Detailwiedergabe im Druck, was die Qualität des
Druckbildes insgesamt erhöht. Prinect Hybrid Screening ist
für die thermale Belichterfamilie Suprasetter, für die
Prosetterbaureihe mit Violetttechnologie und den Topsetter
verfügbar. Abhängig von der CtP-Belichtertechnologie und
dem verwendeten Plattentyp sind Rasterfeinheiten bis zu 160 Linien
pro Zentimeter möglich.
Mit Prinect Hybrid Screening werden der kleinste zu druckende
Punkt im Licht und die kleinste Punktöffnung in der Tiefe
festgesetzt und nicht unterschritten. Dabei folgt anders als bei
der stochastischen FM-Technologie der Punkt der Winkellage des
AM-Rasters. So entsteht ein glatter Tonwertübergang. Im
Unterschied zu anderen Hybrid-Verfahren erzielt Prinect Hybrid
Screening durch eine ausgeklügelte Verteilung der Punkte auf
der Winkellage eine noch bessere Zeichnung und
Moiréun-terdrückung.
In dem Tonwertbereich, der mit AM-Technologie wiedergegeben
wird, nutzt Prinect Hybrid Screening die Heidelberg eigene
Irrational Screening (IS)-Technologie. Damit lassen sich
unerwünschte Moiréeffekte vermeiden und kritische
Hauttöne "glatt" wiedergegeben. Für die
Wiedergabe von Schwarz/Weiß-Reproduktionen wurde der
Schwarzauszug auf eine bessere Winkellage gelegt.
Das neue Rasterverfahren erfordert keine grundlegenden
Umstellungen im Prozessablauf. Der Anwender kann ausgehend von den
üblichen Rasterweiten die Feinheit schrittweise frei steigern.
FM- und AM-Raster in Prinect Workflow integriert und
weiterentwickelt
Zudem hat Heidelberg sein FM-Raster Satin Screening
weiterentwickelt und als Prinect Stochastic Screening in den
Prinect Workflow integriert. Prinect Stochastic Screening
ermöglicht eine bessere Glätte in den Flächen. Die
Vorzüge der stochastischen Rasterung bleiben dabei erhalten:
Moiréfreiheit im Zusammendruck der Prozessfarben,
Farbeinsparungen im Vergleich zur konventionellen Rasterung sowie
Farbstabilität.
Die neuen Rasterverfahren können mit der neuen Version 6
der Rip Technologie Prinect MetaDimension (siehe separate
Pressemeldung) wahlweise erworben werden. Die autotypischen Raster
wurden unter der Bezeichnung Prinect AM Screening zusammengefasst.
Sie gehören wie bisher zum Lieferumfang von Prinect
MetaDimension.
Damit bietet Heidelberg eine umfangreiche Auswahl an
Rastersystemen für jede Art von Druckanwendungen. Dabei lassen
sich die Rastertechnologie mit weiteren Werkzeugen und
Dienstleistungen aus der Prinect Familie kombinieren, die das
Druckergebnis weiter verbessern. So erlaubt der Prinect Calibration
Manager, der im Lieferumfang von Prinect MetaDimension enthalten
ist, dem Anwender eine fein abgestimmte Prozesskalibrierung
für jede Rasterfeinheit und eine breite Palette an
Bedruckstoffen. Die Produkte der Prinect Color Solutions sorgen
zusätzlich für ein sicheres Farbmanagement von der
Vorstufe bis in die Druckmaschine.
Bild:
Die Grafik zeigt die Verteilung der Rasterpunkte von Prinect
Hybrid Screening.
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