Heidelberg kooperiert mit führendem Pharmaverpackungshersteller, um Plagiatschutz zu erhöhen
08.12.2006
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Papierwerke Landshut Mittler produzieren Faltschachtel mit
zehn Geheimnissen
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Erstmals Concealed Image Technology für versteckte
Bilder eingesetzt
Gemeinsam mit den Papierwerken Landshut Mittler (PLM) erarbeitete
die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) eine Faltschachtel,
die zehn Geheimnisse aufweist. Gedruckt wurde die Faltschachtel auf
einer Speedmaster CD 102. Damit konnte PLM auf einem vor kurzem
abgehaltenen Pharmasymposium vor über 40 Pharmaunternehmen
demonstrieren, welche Möglichkeiten heute der Plagiatschutz
aufweist.
Durch spezifische Druckverfahren, Prägung und
Veränderungen am Stanzwerkzeug sowie Spezialfarben und -lacke
kann PLM unterschiedlichste Merkmale wie Mikroschrift,
Hologrammprägung oder Coin Reactive Ink auf einer
Faltschachtel anbringen. Erstmals zum Einsatz kommt das von
Heidelberg zusammen mit Saueressig Security International (SSI)
verbesserte Verfahren der Concealed Image Technology (CIT), das so
genannte versteckte Bilder - Hidden Images - druckt. Mit einer
speziellen Software werden in der Vorstufe gezielt
Moiré-Effekte auf der Cyan- oder Magenta-Platte erzeugt. Auf
der bedruckten Faltschachtel sind sie für das menschliche Auge
unsichtbar. Sichtbar werden die versteckten Bilder erst durch
Verwendung eines in der Frequenz angepassten Decoders,
beispielsweise in Form und Größe einer Scheckkarte. Diese
Plastikkarte ist eine optische Linse, die unter dem richtigen
Winkel und mit der richtigen Rasteranzahl das Bild sichtbar macht
und damit den Moiré-Effekt positiv nutzt. In Summe entsteht so
ein kosteneffektives Verfahren, mit dem Sicherheitsmerkmale und
Veredelungen in einem Herstellungsprozess produziert werden
können. "Auf Kundenwunsch können wir so ein Maß
an Sicherheit realisieren, das mit dem eines Geldscheins durchaus
vergleichbar ist", fasst Günther Berninghaus,
geschäftsführender Hauptgesellschafter von PLM, zusammen.
Die Papierwerke Landshut Mittler gehören zu den führenden
Verpackungsherstellern in Deutschland und produzieren zu rund 80
Prozent für die Pharmaindustrie. Mit 170 Mitarbeitern wurde im
letzten Jahr ein Umsatz von 17,5 Millionen Euro erwirtschaftet.
Schutz vor Markenpiraterie wird immer wichtiger
Gefälscht wird heute alles: Kosmetik, Luxusgüter,
Medikamente oder selbst Autoersatzteile. Allein in der
Informationstechnologie ist jedes zehnte Softwareprodukt
gefälscht und kostet über 100.000 Arbeitsplätze. Der
gesamtwirtschaftliche Schaden liegt weltweit bei 300 bis 400
Milliarden Euro pro Jahr, davon 25 Milliarden Euro allein in
Deutschland. Nicht zu ermessen ist der persönliche Schaden von
Menschen, wenn diese falsche Medikamente einnehmen. Daher ist
gerade in der Pharmaindustrie das Thema Plagiatschutz sehr wichtig,
besonders wenn die Produkte für den Export bestimmt sind.
Bereits Ende des letzten Jahres gaben die Firmen SSI und Heidelberg
ihre Kooperation bekannt, um gemeinsam den Schutz vor
Markenpiraterie voranzutreiben. Der erste Schritt besteht im Druck
von versteckten Bildern. Hier kann jedem Kunden ein eigenes,
individuelles Raster zugeordnet werden. Es können sich auch
mehrere und verschiedene Raster in einem versteckten Bild
überlagern, um die Sicherheit zu erhöhen. Als
nächsten Schritt wird es geprägte, versteckte Bilder
geben. Diese werden mit einem Prägezylinder auf bereits
gedrucktem Material wie Papier, Pappe oder Plastik geprägt.
Das Ergebnis ist eine sichtbare Prägung, die unsichtbare
Informationen trägt, die dann wiederum mit einem
entsprechenden Decoder sichtbar gemacht werden können. Eine
Kombination mit gedruckten und geprägten Sicherheitselementen
erhöht den Markenschutz um ein Vielfaches.
Drei Motive mit Faltschachtel Secrets 2, produziert auf der
Speedmaster CD 102:
Bild 1:
Faltschachtel mit Geheimnissen: Hidden Images -
Inline-Sicherheitslösung von Heidelberg und SSI.
Bild 2:
Faltschachtel mit Kugelschreiber zur Erkennung des
fluoreszierenden Aufdruckes.
Bild 3:
Mit einem Decoder werden die versteckten Bilder sichtbar.
Weitere Informationen für Journalisten:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Unternehmenskommunikation
Hilde Weisser
Tel.: +49 (0)6221 92 50 66
Fax: +49 (0)6221 92 50 46
E-Mail:
hilde.weisser@heidelberg.com
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