Vor kurzem unterzeichnete die weltgrößte
Banknotendruckerei China Banknote Printing and Minting Corporation
(CBPM) einen Kaufvertrag über 12 Speedmaster CD 102 der
Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg). Es handelt sich um den
größten Auftrag innerhalb der letzten vier Jahre für
Heidelberg China. Insgesamt umfasst er 60 Druckwerke und sechs
Farbmess-Systeme Prinect Image Control.
CBPM verfügt über sechs Druckereien an den
Standorten Peking, Shanghai, Chengdu, Xi'an, Shijiazhuang und
Nanchang. Dort werden Banknoten, Rechnungen und Wertpapiere
gedruckt. In jeder Druckerei werden zwei Speedmaster CD 102
installiert. Die 12 Maschinen teilen sich je zur Hälfte in
Vierfarben- und Sechsfarbenmaschinen auf. Die ersten Maschinen
werden Ende dieses Jahres aufgestellt, und die Installation aller
Maschinen soll bis zum Frühjahr 2007 abgeschlossen sein.
"Wir haben uns intensiv auf dem Markt der
Druckmaschinenhersteller umgesehen", erklärte Ao
Huicheng, Vorstandsvorsitzender von CBPM. "Schließlich
haben wir uns für Heidelberg entschieden und freuen uns auf
eine partnerschaftliche Beziehung mit dem Weltmarktführer
für Bogenoffsetdruckmaschinen", so Huicheng weiter. Die
Speedmaster CD 102 zeichnen sich durch eine große
Automatisierung und hohe Qualität aus. Als Besonderheit sind
alle Maschinen mit einer Irisdruck-Einrichtung für den
Wertpapierdruck ausgestattet, die das gleichzeitige Verarbeiten
verschiedener Druckfarben in einem Farbkasten ermöglicht.
"Ich bin fasziniert von der hochqualitativen und
technisch raffinierten Umsetzung im Banknotendruck", sagte
Bernhard Schreier, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg. "Wir
sind stolz auf das in uns gesetzte Vertrauen und freuen uns auf
eine gute Kooperation, die noch viele technische
Weiterentwicklungen beinhalten wird", so Schreier weiter.
CBPM ist direkt der staatlichen Bank of China unterstellt und
beschäftigt 30.000 Mitarbeiter in 18 Werken und einem
technischen Zentrum. Der Vermögenswert beläuft sich auf
11,4 Milliarden Yuan, das sind über 1,1 Milliarden Euro. Das
Unternehmen ist spezialisiert auf das Herstellen von chinesischen
Zahlungsmitteln - angefangen vom Produzieren des Banknotenpapiers,
Design und Druck der Banknoten, Münzen prägen, bis hin
zur Produktion von Kreditkarten sowie Gold- und
Silberrückgewinnung.
Wachstumsmarkt China
Heidelberg ist seit mehr als 40 Jahren in China
präsent. Seit 1998 hat das Unternehmen einen direkten Vertrieb
in der Region Asien Pazifik, China eingeschlossen. Das Portfolio
von Heidelberg China deckt das gesamte Lösungsangebot ab:
Prepress, Press, Postpress, Verbrauchsmaterial, Service und
Training. Über 550 Mitarbeiter unterstützen zirka 9.000
Kunden und Interessenten vor Ort. Der Hauptsitz des Unternehmens in
China ist in Peking. Vier weitere wichtige Zentren - Shanghai,
Guangzhou, Hong Kong und Shenzhen - verstärken den Verkauf und
Service.
Als erster deutscher Ausrüster der Printmedien-Industrie
hat Heidelberg seit 2006 einen Montagestandort in China - in der
Industriezone Qingpu bei Shanghai. Hier werden einfache
Falzmaschinen und kleinformatige Bogenoffsetmaschinen für den
chinesischen Markt produziert.
China ist in Asien der wichtigste Wachstumsmarkt und das
Unternehmen baut seine Präsenz dort gezielt auf. Dem Umsatz
nach ist China hinter USA, Deutschland und Großbritannien der
viertgrößte Markt für Heidelberg. Es gibt einen
großen Bedarf an Printmedien in China - im Durchschnitt gibt
der Chinese im Jahr zehn US-Dollar für Gedrucktes aus, die
Westeuropäer im Vergleich 400 US-Dollar und der Japaner 600
US-Dollar.
Die Printmedien-Industrie in China setzt sich aus über
180.000 Betrieben zusammen mit etwa drei Millionen
Beschäftigten. Es gibt mehr als 2.053 Zeitungen und mehr als
8.135 Zeitschriften.
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