CoolCure UV ermöglicht verzugsfreies Drucken bei
großer Druckgeschwindigkeit und optimaler Aushärtung der
Farbe
Ab sofort bietet die Heidelberger Druckmaschinen AG
(Heidelberg) mit CoolCure UV eine sauerstoffreduzierte
UV-Trocknungstechnologie für die Speedmaster CD 102 an. Das
Verfahren wurde zusammen mit der Firma IST Metz in Nürtingen
entwickelt. Mit dem neuen Konzept können Folien aus Kunststoff
oder Aluminium beschichtetes Papier problemlos mit UV-Farbe
bedruckt werden. Dabei wird die Kammer zwischen Bedruckstoff und
UV-Zwischendecktrocknern mit Stickstoff gespült und der
Sauerstoff weitgehend verdrängt. Sauerstoff behindert die
Polymerisation, dies muß bei herkömmlicher Technologie
durch zusätzliche Strahlerleistung und damit Wärmeeintrag
in den Bedruckstoff ausgeglichen werden. Mit CoolCure UV kann die
Leistung der UV-Strahler reduziert werden, die Effektivität
des Trocknungsprozesses steigt und es wird deutlich weniger
Wärme in den Bedruckstoff abgegeben.
CoolCure UV macht sich bezahlt
Dies zahlt sich besonders aus, wenn Folien aus PVC
(Polyvinylchlorid) oder PE (Polyethylen) mit UV-Farben bedruckt
werden. Der Foliendruck ist ein Wachstumsmarkt mit seinen Produkten
wie Aufkleber, Kunden- und Kreditkarten, Werbeschildern oder
Mousepads. Das sauerstoffreduzierte Drucken mit CoolCure UV bringt
dabei viele Vorteile: Durch den stark reduzierten Wärmeeintrag
wird eine bessere Passerhaltigkeit und damit eine hohe
Druckqualität bei gesteigerten Produktionsgeschwindigkeiten
erzielt. Auch temperatursensible Materialien werden problemlos
verarbeitet. Da die Stapeltemperatur - selbst bei maximaler
Druckgeschwindigkeit - nur noch wenige Grad Celsius über
Drucksaaltemperatur liegt, kann sofort weiterverarbeitet oder ein
weiterer Maschinendurchlauf gestartet werden. Auch das Arbeiten mit
vollen Stapeln wird dank CoolCure UV möglich, ohne dass ein
Verblocken des Stapels befürchtet werden muss. UV-Druckereien
arbeiten üblicherweise mit Stapeltemperaturen von 50 bis 70
Grad Celsius und daraus resultierenden Abkühlzeiten von ein
bis zwei Tagen pro Maschinendurchlauf. Hier gibt es mit CoolCure UV
ein enormes Einsparpotential. Ein schöner Nebeneffekt ist,
dass die Geruchsentwicklung der UV-Drucksachen sich reduziert.
Höhere Druckqualität dank CoolCure UV
Großen Anklang findet die Druckqualität der
modifizierten Druckmaschine bei der Druckerei Multicolor Druck und
Selbstklebetechnik GmbH & Co. KG im norddeutschen Ellerau. Dort
steht Deutschlands erste Bogenoffsetmaschine zum
sauerstoffreduzierten UV-Druck, eine Speedmaster CD 102-6+LYLX mit
dem neuen von Heidelberg und IST Metz entwickeltem CoolCure
UV-System. "Der Passer ist perfekt. Da weniger Wärme
eingetragen wird, verzieht sich die Folie nicht mehr",
bestätigt Harald Eichlohn, Drucksaalleiter bei Multicolor.
"Auch die Verarbeitung von Deckweiß ist jetzt ganz
einfach, da es aufgrund der gesteigerten Effizienz des
Trocknungsprozesses in hoher Schichtdicke aufgetragen werden kann
und nicht mehr auf das folgende Gummituch abspaltet,"
berichtet Harald Eichlohn weiter. Multicolor setzt die Maschine mit
CoolCure UV vorwiegend im Foliendruck ein. Dabei werden
beispielsweise Aufkleber aus einem Folien-Trägermaterial,
Klebeschicht und Deckblatt in einem Durchgang mit Deckweiß und
Farbe bedruckt. Die Zeiteinsparungen sind enorm und die
Druckqualität überzeugend. "Die nächste
Heidelberg Maschine soll wieder mit CoolCure UV ausgerüstet
werden," so Harald Eichlohn.
Vor wenigen Wochen wurde auch die Speedmaster CD 102-6+YLX im
Democenter der IST Metz GmbH in Nürtingen mit einer CoolCure
UV-Anlage ausgerüstet. Hier können sich interessierte
Druckereien von der Leistungsfähigkeit des Systems
überzeugen.
Grafik:
Funktionsprinzip von CoolCure UV
Für weitere Informationen:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Unternehmenskommunikation
Hilde Weisser
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