Heidelberg und IST optimieren den UV-Druck auf Kunststofffolien und Aluminium beschich- tetem Papier |
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| 30.04.2003 |
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CoolCure UV ermöglicht verzugsfreies Drucken bei großer Druckgeschwindigkeit und optimaler Aushärtung der Farbe
Ab sofort bietet die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) mit CoolCure UV eine sauerstoffreduzierte UV-Trocknungstechnologie für die Speedmaster CD 102 an. Das Verfahren wurde zusammen mit der Firma IST Metz in Nürtingen entwickelt. Mit dem neuen Konzept können Folien aus Kunststoff oder Aluminium beschichtetes Papier problemlos mit UV-Farbe bedruckt werden. Dabei wird die Kammer zwischen Bedruckstoff und UV-Zwischendecktrocknern mit Stickstoff gespült und der Sauerstoff weitgehend verdrängt. Sauerstoff behindert die Polymerisation, dies muß bei herkömmlicher Technologie durch zusätzliche Strahlerleistung und damit Wärmeeintrag in den Bedruckstoff ausgeglichen werden. Mit CoolCure UV kann die Leistung der UV-Strahler reduziert werden, die Effektivität des Trocknungsprozesses steigt und es wird deutlich weniger Wärme in den Bedruckstoff abgegeben.
CoolCure UV macht sich bezahlt Dies zahlt sich besonders aus, wenn Folien aus PVC (Polyvinylchlorid) oder PE (Polyethylen) mit UV-Farben bedruckt werden. Der Foliendruck ist ein Wachstumsmarkt mit seinen Produkten wie Aufkleber, Kunden- und Kreditkarten, Werbeschildern oder Mousepads. Das sauerstoffreduzierte Drucken mit CoolCure UV bringt dabei viele Vorteile: Durch den stark reduzierten Wärmeeintrag wird eine bessere Passerhaltigkeit und damit eine hohe Druckqualität bei gesteigerten Produktionsgeschwindigkeiten erzielt. Auch temperatursensible Materialien werden problemlos verarbeitet. Da die Stapeltemperatur - selbst bei maximaler Druckgeschwindigkeit - nur noch wenige Grad Celsius über Drucksaaltemperatur liegt, kann sofort weiterverarbeitet oder ein weiterer Maschinendurchlauf gestartet werden. Auch das Arbeiten mit vollen Stapeln wird dank CoolCure UV möglich, ohne dass ein Verblocken des Stapels befürchtet werden muss. UV-Druckereien arbeiten üblicherweise mit Stapeltemperaturen von 50 bis 70 Grad Celsius und daraus resultierenden Abkühlzeiten von ein bis zwei Tagen pro Maschinendurchlauf. Hier gibt es mit CoolCure UV ein enormes Einsparpotential. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass die Geruchsentwicklung der UV-Drucksachen sich reduziert.
Höhere Druckqualität dank CoolCure UV Großen Anklang findet die Druckqualität der modifizierten Druckmaschine bei der Druckerei Multicolor Druck und Selbstklebetechnik GmbH & Co. KG im norddeutschen Ellerau. Dort steht Deutschlands erste Bogenoffsetmaschine zum sauerstoffreduzierten UV-Druck, eine Speedmaster CD 102-6+LYLX mit dem neuen von Heidelberg und IST Metz entwickeltem CoolCure UV-System. "Der Passer ist perfekt. Da weniger Wärme eingetragen wird, verzieht sich die Folie nicht mehr", bestätigt Harald Eichlohn, Drucksaalleiter bei Multicolor. "Auch die Verarbeitung von Deckweiß ist jetzt ganz einfach, da es aufgrund der gesteigerten Effizienz des Trocknungsprozesses in hoher Schichtdicke aufgetragen werden kann und nicht mehr auf das folgende Gummituch abspaltet," berichtet Harald Eichlohn weiter. Multicolor setzt die Maschine mit CoolCure UV vorwiegend im Foliendruck ein. Dabei werden beispielsweise Aufkleber aus einem Folien-Trägermaterial, Klebeschicht und Deckblatt in einem Durchgang mit Deckweiß und Farbe bedruckt. Die Zeiteinsparungen sind enorm und die Druckqualität überzeugend. "Die nächste Heidelberg Maschine soll wieder mit CoolCure UV ausgerüstet werden," so Harald Eichlohn.
Vor wenigen Wochen wurde auch die Speedmaster CD 102-6+YLX im Democenter der IST Metz GmbH in Nürtingen mit einer CoolCure UV-Anlage ausgerüstet. Hier können sich interessierte Druckereien von der Leistungsfähigkeit des Systems überzeugen.
Grafik: Funktionsprinzip von CoolCure UV
Für weitere Informationen: Heidelberger Druckmaschinen AG Unternehmenskommunikation Hilde Weisser Tel.: +49 (0)6221 92 50 66 Fax: +49 (0)6221 92 50 46 E-Mail:
hilde.weisser@heidelberg.com
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