Heidelberg zeigt neue Wege in der Inline-Veredelung mit Flexokit |
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| 08.04.2002 |
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Inline-Veredelung hochwertiger Druckerzeugnisse durch Einsatz von Gold- und Silberfarben sowie Deckweiß in Speedmaster CD 102
Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) stellt auf der Ipex 2002 in Birmingham in einer Speedmaster CD 102-6-LX ihr Flexokit vor. Bei dem Flexokit handelt es sich um ein speziell entwickeltes Kammerrakelsystem, das anstelle des herkömmlichen Serien-Kammerrakels in das Lackierwerk eingesetzt wird. Mit dem Flexokit kann der Drucker problemlos die sogenannten Metalure-Farben auf wässriger Basis, Deckweiß, Gold-, Silberfarben und hochviskose Lacke beziehungsweise Farben verarbeiten. Damit bietet sich die Möglichkeit, Lacke und Farben einzusetzen, die bisher als nicht oder nur bedingt verarbeitbar galten.
Das Flexokit eignet sich besonders für Verpackungs- und Etikettendrucker sowie für Akzidenzdrucker, die hochwertige Druckprodukte herstellen. Mit dem Flexokit können diese Anwender ihre Drucksachen inline veredeln und aufwändig gestalten. Das Flexokit verarbeitet problemlos alle gängigen Gold- und Silberlacke beziehungsweise -farben, die auf unterschiedlichsten Materialien wie beispielweise Aluminium, Kupfer und Titanoxid basieren. Außerdem sind die normalerweise schwer zu verarbeiteten sogenannten Metalure-Farben mit dem Flexokit optimal einsetzbar. Metalure-Farben sind wasserbasierende, umweltfreundliche Gold- und Silberfarben, die aus dünnen, großflächigen Aluminiumpigmenten bestehen. Die Pigmente orientieren sich ideal auf der Materialoberfläche. Dies führt zu einer hervorragenden Farbdeckung und zu höchster Brillanz, die mit der im Tiefdruck erzielten Qualität vergleichbar ist. Durch den Einsatz der hochwertigen Metalure-Farben besteht speziell im Etikettendruck die Möglichkeit, teure aluminiumbedampfte Materialien teilweise zu ersetzen. Dies führt zu erheblichen Kosteneinsparungen. Darüber hinaus kann der Drucker mit dem Flexokit problemlos wässriges Deckweiß verarbeiten und dabei beispielsweise eine hohe Schichtdicke und ein reines Weiß erzielen. Dies erweitert ebenfalls sein Anwendungsspektrum.
Ausgefeilte Konstruktion für optimale Inline-Veredelung Voraussetzung für das Flexokit ist ein Lackierwerk mit Vorbereitung für ein Serien-Kammerrakel-System. Das Flexokit wird anstelle des Kammerrakel-Systems direkt in das Lackierwerk eingesetzt. Es beinhaltet eine speziell entwickelte Pumpe, welche in der Kammer einen konstanten, überwachten Überdruck erzeugt und die Farbe beziehungsweise den Lack pulsationsfrei befördert. Darüber hinaus stellen spiralförmig gravierte Rasterwalzen - sogenannte Haschurenwalzen - sicher, dass die Kammer des Flexokits stets gleichmäßig befüllt und entleert wird. Ein optimaler Farbfluss ist so sichergestellt. Ein spezieller Abstützbalken sorgt außerdem dafür, dass die Kammer immer ideal an der Rasterwalze anliegt. Das optimale Zusammenspiel all dieser Komponenten gewährleistet, dass sich keine Lufteinschlüsse in der Farbe beziehungsweise im Lack bilden; konstante Viskosität und geringe Schaumbildung sind so sichergestellt. Insgesamt erzielt der Drucker mit dem Flexokit gleichmäßigen Farbauftrag und hohen Glanz. Es ist für alle Maschinen mit einer Vorbereitung für ein Kammerrakel-System im Format 70x100 nachrüstbar. Den Start der Serienproduktion hat Heidelberg für Anfang 2003 geplant.
Bild: Das Flexokit ist ein speziell entwickeltes Kammerrakelsystem, das anstelle des herkömmlichen Serien-Kammerrakels in das Lackierwerk eingesetzt wird.
Für weitere Informationen: Heidelberger Druckmaschinen AG Unternehmenskommunikation Hilde Weisser Tel.: +49 (0)6221 92 50 66 Fax: +49 (0)6221 92 50 46 E-Mail:
hilde.weisser@heidelberg.com
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