Inline-Veredelung hochwertiger Druckerzeugnisse durch Einsatz
von Gold- und Silberfarben sowie Deckweiß in Speedmaster CD
102
Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) stellt auf
der Ipex 2002 in Birmingham in einer Speedmaster CD 102-6-LX ihr
Flexokit vor. Bei dem Flexokit handelt es sich um ein speziell
entwickeltes Kammerrakelsystem, das anstelle des herkömmlichen
Serien-Kammerrakels in das Lackierwerk eingesetzt wird. Mit dem
Flexokit kann der Drucker problemlos die sogenannten
Metalure-Farben auf wässriger Basis, Deckweiß, Gold-,
Silberfarben und hochviskose Lacke beziehungsweise Farben
verarbeiten. Damit bietet sich die Möglichkeit, Lacke und
Farben einzusetzen, die bisher als nicht oder nur bedingt
verarbeitbar galten.
Das Flexokit eignet sich besonders für Verpackungs- und
Etikettendrucker sowie für Akzidenzdrucker, die hochwertige
Druckprodukte herstellen. Mit dem Flexokit können diese
Anwender ihre Drucksachen inline veredeln und aufwändig
gestalten. Das Flexokit verarbeitet problemlos alle gängigen
Gold- und Silberlacke beziehungsweise -farben, die auf
unterschiedlichsten Materialien wie beispielweise Aluminium, Kupfer
und Titanoxid basieren. Außerdem sind die normalerweise schwer
zu verarbeiteten sogenannten Metalure-Farben mit dem Flexokit
optimal einsetzbar. Metalure-Farben sind wasserbasierende,
umweltfreundliche Gold- und Silberfarben, die aus dünnen,
großflächigen Aluminiumpigmenten bestehen. Die Pigmente
orientieren sich ideal auf der Materialoberfläche. Dies
führt zu einer hervorragenden Farbdeckung und zu höchster
Brillanz, die mit der im Tiefdruck erzielten Qualität
vergleichbar ist. Durch den Einsatz der hochwertigen
Metalure-Farben besteht speziell im Etikettendruck die
Möglichkeit, teure aluminiumbedampfte Materialien teilweise zu
ersetzen. Dies führt zu erheblichen Kosteneinsparungen.
Darüber hinaus kann der Drucker mit dem Flexokit problemlos
wässriges Deckweiß verarbeiten und dabei beispielsweise
eine hohe Schichtdicke und ein reines Weiß erzielen. Dies
erweitert ebenfalls sein Anwendungsspektrum.
Ausgefeilte Konstruktion für optimale Inline-Veredelung
Voraussetzung für das Flexokit ist ein Lackierwerk mit
Vorbereitung für ein Serien-Kammerrakel-System. Das Flexokit
wird anstelle des Kammerrakel-Systems direkt in das Lackierwerk
eingesetzt. Es beinhaltet eine speziell entwickelte Pumpe, welche
in der Kammer einen konstanten, überwachten Überdruck
erzeugt und die Farbe beziehungsweise den Lack pulsationsfrei
befördert. Darüber hinaus stellen spiralförmig
gravierte Rasterwalzen - sogenannte Haschurenwalzen -
sicher, dass die Kammer des Flexokits stets gleichmäßig
befüllt und entleert wird. Ein optimaler Farbfluss ist so
sichergestellt. Ein spezieller Abstützbalken sorgt
außerdem dafür, dass die Kammer immer ideal an der
Rasterwalze anliegt. Das optimale Zusammenspiel all dieser
Komponenten gewährleistet, dass sich keine
Lufteinschlüsse in der Farbe beziehungsweise im Lack bilden;
konstante Viskosität und geringe Schaumbildung sind so
sichergestellt. Insgesamt erzielt der Drucker mit dem Flexokit
gleichmäßigen Farbauftrag und hohen Glanz. Es ist
für alle Maschinen mit einer Vorbereitung für ein
Kammerrakel-System im Format 70x100 nachrüstbar. Den Start der
Serienproduktion hat Heidelberg für Anfang 2003 geplant.
Bild:
Das Flexokit ist ein speziell entwickeltes
Kammerrakelsystem, das anstelle des herkömmlichen
Serien-Kammerrakels in das Lackierwerk eingesetzt wird.
Für weitere Informationen:
Heidelberger Druckmaschinen AG
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