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Neun afghanische Teilnehmer bestehen den ersten Jahrgang der Druckerausbildung von Heidelberg und GTZ in der Print Media Academy Kabul

19.05.2005


PMA Angebot wird ausgebaut - Nächster Ausbildungsgang bereits gestartet - Eigener Kurs für Frauen ab Herbst geplant

Die ersten neun Teilnehmer haben die Druckerausbildung der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) und der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) bestanden. Die Ausbildung richtet sich vorwiegend an Teilnehmer, die noch über keine oder nur geringe drucktechnische Kenntnisse verfügen und dauert sechs Monate. Die Teilnehmer sind danach gut auf eine Tätigkeit in einer der rund 60 Druckereien des Landes vorbereitet. Gleichzeitig leistet das Projekt, welches Heidelberg in Zusammenarbeit mit der GTZ auf der vergangenen drupa 2004 in Düsseldorf ins Leben gerufen hat, einen wichtigen Beitrag zum Aufbau der nach dem Krieg immer noch weithin brachliegenden afghanischen Druckindustrie.

Schwerpunkte der Ausbildung sind die Bedienung von Druckmaschinen sowie Grundlagen der Vorstufe und Weiterverarbeitung. Heidelberg stellt Ausbilder aus Deutschland und dem Iran sowie das Equipment und die Unterrichtsmaterialien zur Verfügung. Die GTZ beteiligt sich an den Kosten, zahlt den Auszubildenden ein Gehalt und leistet Unterstützung beim management des Projektes. Ab sofort ist Kabul Mitglied des Print Media Academy Netzwerks von Heidelberg. Der zweite Ausbildungsgang für weitere zehn Teilnehmer hat bereits begonnen. Ab Herbst ist ein Kurs mit den Schwerpunkten Druckvorstufe, Grafik und Design nur für Frauen geplant. Dies hat umso größere Bedeutung, da Frauen aufgrund vieler männlicher Kriegsopfer oftmals eine ganze Familie alleine ernähren müssen.

Der Bedarf an Printprodukten in Afghanistan ist hoch. Nachgefragt werden hauptsächlich Schulbücher sowie Informations- und Unterrichtsmaterial der zahlreich im Lande vertretenen Hilfs- uns Aufbauorganisationen. Nicht zuletzt die afghanische Regierung hat einen großen Bedarf an verschiedensten Druckerzeugnissen. Bisher allerdings werden viele Aufträge aufgrund fehlenden Know-hows und mangelnden Qualitäts- bewusstseins an Druckereien im angrenzenden Ausland, etwa in Iran oder Pakistan vergeben.

"Der afghanische Druckmarkt verlangt nach Fachkräften und qualitativ hochwertigen Maschinen, um die Wertschöpfungskette von der Erstellung von Printprodukten im Land zu halten. Heidelberg und die GTZ leisten mit diesem Ausbildungsprojekt einen wichtigen Beitrag, jungen Leuten in Afghanistan eine Perspektive zu bieten, das Know-how der Printmedien-Industrie vor Ort zu erhöhen und Investitionen im Lande zu binden, so Dr. Walther Stählin, Leiter der Region EMEA bei Heidelberg, im Rahmen der Abschlussfeierlichkeiten des ersten Ausbildungsgangs in Kabul.

Heidelberg ist der erste Hersteller in der Printmedien-Industrie, der mit einer eigenen Organisation in Afghanistan vor Ort Produkte und Lösungen anbietet. Das 300 Quadratmeter umfassende Ausbildungszentrum in Kabul ist auf dem Gelände der Niederlassung der Vertriebsgesellschaft Heidelberg Afghanistan entstanden, die im April 2003 gegründet wurde.

Bild:
Dr. Walther Stählin, Leiter der Region EMEA bei Heidelberg, überreicht gemeinsam mit Dr. Michael Outschar, Leiter des Market Center Osteuropa bei Heidelberg, und Vertretern der GTZ die Zertifikate an die jungen Drucker. Die Schüler übergaben Stählin im Gegenzug einen gerahmten Kunstdruck, produziert auf einer Printmaster GTO von Heidelberg, die auch als Ausbildungsmaschine dient.

Für weitere Informationen:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Unternehmenskommunikation
Matthias Hartung
Tel.: +49 (0)6221 92 50 77
Fax: +49 (0)6221 92 50 46
E-Mail: matthias.hartung@heidelberg.com

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