PMA Angebot wird ausgebaut - Nächster Ausbildungsgang
bereits gestartet - Eigener Kurs für Frauen ab Herbst geplant
Die ersten neun Teilnehmer haben die Druckerausbildung
der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) und der
Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) bestanden.
Die Ausbildung richtet sich vorwiegend an Teilnehmer, die noch
über keine oder nur geringe drucktechnische Kenntnisse
verfügen und dauert sechs Monate. Die Teilnehmer sind danach
gut auf eine Tätigkeit in einer der rund 60 Druckereien des
Landes vorbereitet. Gleichzeitig leistet das Projekt, welches
Heidelberg in Zusammenarbeit mit der GTZ auf der vergangenen drupa
2004 in Düsseldorf ins Leben gerufen hat, einen wichtigen
Beitrag zum Aufbau der nach dem Krieg immer noch weithin
brachliegenden afghanischen Druckindustrie.
Schwerpunkte der Ausbildung sind die Bedienung von
Druckmaschinen sowie Grundlagen der Vorstufe und
Weiterverarbeitung. Heidelberg stellt Ausbilder aus Deutschland und
dem Iran sowie das Equipment und die Unterrichtsmaterialien zur
Verfügung. Die GTZ beteiligt sich an den Kosten, zahlt den
Auszubildenden ein Gehalt und leistet Unterstützung beim
management des Projektes. Ab sofort ist Kabul Mitglied des Print
Media Academy Netzwerks von Heidelberg. Der zweite Ausbildungsgang
für weitere zehn Teilnehmer hat bereits begonnen. Ab Herbst
ist ein Kurs mit den Schwerpunkten Druckvorstufe, Grafik und Design
nur für Frauen geplant. Dies hat umso größere
Bedeutung, da Frauen aufgrund vieler männlicher Kriegsopfer
oftmals eine ganze Familie alleine ernähren müssen.
Der Bedarf an Printprodukten in Afghanistan ist hoch.
Nachgefragt werden hauptsächlich Schulbücher sowie
Informations- und Unterrichtsmaterial der zahlreich im Lande
vertretenen Hilfs- uns Aufbauorganisationen. Nicht zuletzt die
afghanische Regierung hat einen großen Bedarf an
verschiedensten Druckerzeugnissen. Bisher allerdings werden viele
Aufträge aufgrund fehlenden Know-hows und mangelnden
Qualitäts- bewusstseins an Druckereien im angrenzenden
Ausland, etwa in Iran oder Pakistan vergeben.
"Der afghanische Druckmarkt verlangt nach
Fachkräften und qualitativ hochwertigen Maschinen, um die
Wertschöpfungskette von der Erstellung von Printprodukten im
Land zu halten. Heidelberg und die GTZ leisten mit diesem
Ausbildungsprojekt einen wichtigen Beitrag, jungen Leuten in
Afghanistan eine Perspektive zu bieten, das Know-how der
Printmedien-Industrie vor Ort zu erhöhen und Investitionen im
Lande zu binden, so Dr. Walther Stählin, Leiter der Region
EMEA bei Heidelberg, im Rahmen der Abschlussfeierlichkeiten des
ersten Ausbildungsgangs in Kabul.
Heidelberg ist der erste Hersteller in der
Printmedien-Industrie, der mit einer eigenen Organisation in
Afghanistan vor Ort Produkte und Lösungen anbietet. Das 300
Quadratmeter umfassende Ausbildungszentrum in Kabul ist auf dem
Gelände der Niederlassung der Vertriebsgesellschaft Heidelberg
Afghanistan entstanden, die im April 2003 gegründet wurde.
Bild:
Dr. Walther Stählin, Leiter der Region EMEA bei
Heidelberg, überreicht gemeinsam mit Dr. Michael Outschar,
Leiter des Market Center Osteuropa bei Heidelberg, und Vertretern
der GTZ die Zertifikate an die jungen Drucker. Die Schüler
übergaben Stählin im Gegenzug einen gerahmten Kunstdruck,
produziert auf einer Printmaster GTO von Heidelberg, die auch als
Ausbildungsmaschine dient.
Für weitere Informationen:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Unternehmenskommunikation
Matthias Hartung
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