Rund 140 Fachteilnehmer erlebten in der Print Media Academy in
Heidelberg einen Vortrag mit dem Fazit: Ohne Print geht nichts in
der Markenwelt.
"Jede Marke scheitert ohne Print und gewinnt mit
Print!" Auf diese knappe Formel brachte der Mainzer
Marketing-Fachmann Andreas Weber, Mentor des Forum Wertvolle
Kommunikation, seine Überlegungen zum Thema "Print hilft
- vor allem der Marke". Über 140 Fachleute aus Marketing
und Unternehmenskommunikation, Agenturen und Druckbetrie- ben
nahmen am 27. April 2005 am 2. Marketing-Dialog der Print Media
Academy (PMA) in Heidelberg teil.
Marken sind laut Weber das wichtigste Gut einer Unternehmung.
Ihre Funktion sei quasi die eines "Containers für die
unternehmerische Idee". Zum professionellen Markenmanagement
gehöre neben ökonomischem Geschick ein starkes
Bewusstsein für die Werte, die durch Marken geschaffen werden.
"Marken sind kein Selbstzweck. Sie führen Angebot und
Nachfrage zur Zufriedenheit aller zusammen." Print helfe der
Markenkommunikation, weil es als bewährtes Medium
facettenreich alle Sinne ansprechen und Menschen begeistern kann.
Print schaffe per se Werte, kein Medium sei näher am Menschen
dran als Print, Print sei als ein Ur- beziehungsweise Initialmedium
von strategischer Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft.
Anhand zahlreicher Beispiele belegte der Referent, dass seit
mehreren Generationen etablierte Marken wie Persil, Coca Cola oder
Maggi durch Print dauerhaft eine starke Identität aufbauen
konnten. Und selbst in der digitalen Welt habe Print seine
Bedeutung nicht verloren: Amazon, AOL, ebay, Yahoo und andere
konnten zwar über das Internet rasch eine hohe Bekanntheit
erwerben. Eine Markenidentität wurde aber erst geschaffen, als
die "Internet-Newcomer" über gedruckte Magazine und
Anzeigen öffentlich in Erscheinung traten. Selbst Firmen wie
Apple Computer, die den Digital Lifestyle prägen, setzen
schwerpunktmäßig auf Print-Kommunikation:
Großplakate und Anzeigen sowie ein hochentwickeltes
Verpackungsdesign hatten entscheidenden Anteil, um Apple's iPod,
zum Verkaufsrenner zu machen.
Seinen Überlegungen stellte Weber die Ergebnisse eine
Umfrage der Print Media Academy unter den Teilnehmer des 2.
Marketing-Dialogs voran. Drei wesentliche Erkenntnisse lassen sich
aus der Befragung ableiten:
- Print ist wichtig, muss sich aber neu positionieren!
- Print wird strategisch nicht richtig eingesetzt!
- Heute und Morgen gilt: Eine Welt ohne Printmedien ist nicht
denkbar!
Weber kritisierte, dass viele Marketing- und Werbespezialisten
sich von kurzfristigen taktischen Zielen leiten lassen und Print
nicht als strategisches Medium beurteilen könnten. "Print
wird gleichsetzt mit Anzeige und Beilage, ohne die Vielfalt der
Akzidenzen oder Print als Medium am "POS" zu
berücksichtigen". Die Folge sei, dass der Erfolg mit
Print gemessen werde an dem, was Massenmedien zu leisten im Stand
sind. Der Nutzen und die Funktionalität der
Print-Kommunikation gehe aber weit über die Bedeutung von TV
oder Radio hinaus. Fast jeder Kommuni- kationskanal werde von Print
unterstützt, bis hin zur persönlichen Kommunikation, die
durch Print in Form von Visitenkarte, Flyer, Broschüre,
Handout etc. gestützt werde, weil Print die
Glaubwürdigkeit des Gesagten enorm verstärke. Weber
deutete folgerichtig das Fachkürzel "POS" nicht nur
als Abkürzung für Point of Sales, sondern im
Zusammenspiel mit Print als "Point of Success".
Die Empfehlung des Referenten lautet, sich folgendes bewusst
zu machen: Print ist unersetzlich und bietet eine enorme Vielfalt,
um Marken zu machen und nachhaltig erfolgreich zu inszenieren! Die
Print-Branche forderte Weber auf, ein klares Profil zu entwickeln
und Print selbst als Marke zu positionieren. Nur so könne man
dem Trend entgegenwirken, dass elektronische Medien
überbewertet und Print unterbewertet werde. "Print lebt
nicht - wie viele Print-Fachleute glauben - von Insider-Diskus-
sionen über Verfahrenstechnologien, sondern von der
unerschöpflichen Kraft seiner Wirkung und seiner unschlagbaren
Funktionalität! Das muss klar und deutlich heraus gestellt
werden", appellierte Weber an die Print-Branche. Die Kampagne
"Passion for Print", die Heidelberger Druckmaschinen seit
Jahren konsequent durch seine Kommunikations- arbeit ausbaue, weise
den Weg und sollte von vielen im Dienst der gemeinsamen
Lobby-Arbeit für Print unterstützt werden.
Hochaktuellen Praxisbezug erhielt der Vortrag durch eine
"Intermezzo": Ein innovativer Print-Unternehmer
schilderte spontan dem Publikum seine Strategie, Print als Basis
eines weit gefassten Dienstleistungskonzeptes zu begreifen.
"Wir entwickeln für unsere Kunden neuartige Produkte,
indem wir die Synergie von Papier- und Digitalmedien voll
ausschöpfen", sagte Erich Thomanek, Vorstandschef der
Alpha Print Medien AG, Darmstadt. Die Individualisierung von
Massenauflagen im Druck gehöre ebenso dazu, wie die
Verknüpfung von Online- und Print-Kommunikation.
Im Vorfeld der 2. PMA Marketing-Dialog-Veranstaltung wurde
eine Teilnehmerbefragung durchgeführt. Die Ergebnisse im
Überblick:
Welche Rolle spielen Printmedien künftig für die
Marketing-Kommunikation?
- 7,2 Prozent Printmedien werden ihre Dominanz noch
steigern
- 2,9 Prozent Printmedien verlieren zunehmend an
Bedeutung
- 89,9 Prozent Printmedien positionieren sich neu innerhalb
integrierter und vernetzter Kommunikationsszenarien
Werden Printmedien vom Marketing richtig eingesetzt?
- 53,6 Prozent Ja
- 21,7 Prozent Nein
- 24,7 Prozent Weiß ich nicht
Welchen Stellenwert besitzen Printmedien für Sie
persönlich?
- 71,0 Prozent Unverzichtbar
- 10,2 Prozent Mittel zum Zweck
- 18,8 Prozent Akzeptabel (in richtiger Dosierung)
Quelle: PMA, Marketing Dialog | Forum Wertvolle Kommunikation,
Stand April 2005; Basis: 69 Teilnehmer, davon 76 Prozent aus
Marketing/Kommuni- kation, 11 Prozent Print-Produktion, 13
ProzentSonstige (Design, Werbung, Produktionsmanagement)
Hintergrund-Information:
Die im Februar 2005 gestartete Veranstaltungsreihe
"Marketing-Dialog" der Print Media Academy in Heidelberg hat sich
bestens etabliert. Übergreifend und interdisziplinär
werden aktuelle Themen anschaulich und offen mit dem Auditorium
diskutiert "Unser Ziel ist primär, einen übergreifenden
Dialog über zeitgemäßes Marketing zu fördern.
Wir freuen uns, dass wir mit den richtigen Themenstellungen nicht
nur Marketing-Profis, sondern auch Kommunikations-Fachleute aller
Art erreichen - vom Designer bis zum Werber, vom
Print-Produktioner bis zum Drucker", erläutert Bernd Schopp,
Leiter der Heidelberg Print Media Academy.
Bild:
Über 140 Teilnehmer nahmen Ende April am 2.
Marketing-Dialog der Print Media Academy in Heidelberg teil und
überzeugten sich von den Vorteilen einer am Medium Print
orientierten Markenkommunikation.
Für weitere Informationen:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Unternehmenskommunikation
Matthias Hartung
Tel.: +49 (0)6221 92 50 77
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