Die Übernahme der schwedischen Firma IDAB WAMAC
International AB erweitert das Angebot an Versandraumprodukten
für die Zeitungsproduktion
Rückwirkend zum 1. September 2002 übernimmt die
Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) das schwedische
Engineering-Unternehmen IDAB WAMAC International AB (IDAB WAMAC).
Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Herstellung von
Versandraumprodukten für die Zeitungsproduktion. Durch die
Übernahme eröffnet sich für Heidelberg die
Möglichkeit, das Angebot an Finishing-Produkten für
dieses Marktsegment zu erweitern und das gesamte Portfolio an
Versandraumlösungen anzubieten. Hierzu gehören alle
Arbeitsschritte vom Transportieren, Zwischenlagern, Lagern und
Einlegen von Zeitungsbeilagen bis hin zum Adressieren, Stapeln,
Verpacken, Sortieren und Verladen der fertigen Produkte. Entwickelt
und hergestellt werden die Systeme im schwedischen Eksjö. In
Stockholm befindet sich ein Vertriebs- und Marketing-Büro;
außerdem erfolgt hier die Software-Entwicklung. IDAB WAMAC hat
120 Mitarbeiter und erzielte 2001 einen Umsatz von 35 Millionen
Euro. Die beiden Parteien haben Stillschweigen bezüglich der
Übernahmebedingungen vereinbart.
Der Weltmarkt für Versandraumprodukte hat einen
geschätzten Umfang von ca. 500 Millionen Euro. Mit der
Übernahme von IDAB WAMAC baut Heidelberg seinen Marktanteil
auf 12 Prozent aus - dies entspricht rund 60 Millionen Euro.
Bisher hat Heidelberg überwiegend den nordamerikanischen
Markt bedient. IDAB WAMAC hingegen ist in Asien und Europa
besonders stark. "Die Übernahme von IDAB WAMAC versetzt uns in
die Lage, wettbewerbsfähige und innovative
Versandraumlösungen weltweit anzubieten. Dies ist eine
logische Fortsetzung unserer Unternehmensstrategie, einer der
Marktführer im Finishing-Sektor zu werden", erklärt
Bernhard Schreier, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg. "Zusammen
bilden wir ein starkes Team. IDAB WAMAC ist ein führender
Anbieter von kompletten Versandraumsystemen, während
Heidelberg sich mit seinem weltweiten Kundendienstnetz um die
Bereiche Service und Ersatzteile kümmern kann", so Schreier.
Heidelberg wird den amerikanischen Markt auch in Zukunft von seinem
Standort in Durham aus bedienen. Hier sind rund 80 Mitarbeiter im
Bereich Versandraumprodukte beschäftigt. Die Märkte in
Europa und Asien will Heidelberg vom schwedischen Eksjö aus
beliefern.
Das gemeinsame Produktangebot deckt alle Anforderungen im
modernen Versandraum ab. Zwischenspeicher- und Lagersysteme werden
in verschiedenen Versionen von IDAB WAMAC angeboten, ebenso wie
Transport-, Stapel-, Verpackungs- und Verladesysteme. Die
Einlegesysteme von Heidelberg sind auf dem amerikanischen Markt bei
zahlreichen Anwendern installiert. Vor einem Jahr wurde Magnapak
vorgestellt, eine vollständig servogesteuerte Einlegemaschine
mit bis zu 80 Fächern. Auf den Märkten in Europa und
Asien bietet IDAB WAMAC die PST6000 mit bis zu acht Fächern
an. Eine besondere Stärke von IDAB WAMAC ist das
Versandraum-Steuersystem WNC5 mit offener Architektur und
universellen Schnittstellen.
Komplette Lösungen für den Zeitungsmarkt
Seit der drupa 2000 bietet Heidelberg mit der Mainstream 80
eine leistungsfähige Zeitungsdruckmaschine an, die mit dem
schnellen Versandraumsystem von IDAB WAMAC ergänzt werden
kann. "Der Wert von Zeitungen muss für Werbetreibende und
Leser mit Hilfe von medienübergreifenden Lösungen
erhöht werden, um die elektronische und digitale Konkurrenz
auf Distanz zu halten. Zeitungen besitzen zweifellos eine Reihe von
Alleinstellungsmerkmalen wie Tragbarkeit, sofortige Nutzung und
niedriger Preis pro Exemplar. Sie zu nutzen erfordert hoch
effiziente, optimierte und integrierte Logistik- und sonstige
Prozesse sowie eine robuste und zuverlässige
Produktionsumgebung. Das Endprodukt wird weitgehend im Versandraum
definiert, hergestellt und den Kundenwünschen angepasst. Ein
entscheidendes Element zur Sicherung zusätzlicher Einnahmen
für den Verleger", erklärt Dr. Jürgen Rautert,
Leiter des Bereichs Postpress bei Heidelberg. "Die Übernahme
von IDAB WAMAC versetzt uns in die Lage, eine führende Rolle
bei der künftigen Entwicklung im Zeitungssektor zu
übernehmen", fügt er hinzu.
Der Postpress-/Finishing-Sektor ist einer der
Wachstumsbereiche in der dreigleisigen Strategie von Heidelberg. In
diesem Marktsegment beschäftigt das Unternehmen rund 1.700
Mitarbeiter und erzielte im vergangenen Jahr weltweit einen Umsatz
von 378 Millionen Euro. Für die kommenden Jahre hat sich das
Unternehmen das Ziel gesetzt, diesen Wert deutlich zu steigern. Die
Übernahme von IDAB WAMAC ergänzt und erweitert das
derzeitige Produktangebot von Heidelberg. Außerdem wird damit
die Grundlage für weitere Firmenübernahmen und
künftige Kooperationen geschaffen. Der internationale Markt
für Finishing-Lösungen, den Heidelberg ansprechen will,
hat ein Gesamtvolumen von ca. drei Milliarden Euro.
"Wir heißen Heidelberg als neuen Eigentümer von
IDAB WAMAC willkommen. Ein starkes Unternehmen aus der grafischen
Industrie kann unseren Kunden das Vertrauen, die
Glaubwürdigkeit und den Support bieten, die für eine
langfristige Beziehung so wichtig sind", erklärt Ulf Christer
Edberg, Geschäftsführer von IDAB WAMAC.
Über IDAB WAMAC International AB
Das 1958 gegründete Unternehmen IDAB WAMAC ist heute
einer der Weltmarktführer bei Versandraumsystemen für die
Zeitungsproduktion. Zu den angebotenen Produkten gehören
automatische Systeme und selbst entwickelte Software zur Steuerung
der Abläufe in der Zeitungsproduktion wie Einlegen, Lagern,
Bündeln sowie Sortieren und Verladen. Der Hauptsitz von IDAB
WAMAC befindet sich in Schweden, und das Unternehmen hat
Niederlassungen in Hongkong, Kuala Lumpur, Hamburg und London.
Bild:
Mit den Einsteckanlagen von IDAB WAMAC können gezielt
Beilagen in bis zu 40.000 Zeitungen pro Stunde eingesteckt werden.
Für weitere Informationen:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Unternehmenskommunikation
Hans-Dieter Siegfried
Tel.: +49 (0)6221 92 50 63
Fax: +49 (0)6221 92 50 46
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hans-dieter.siegfried@heidelberg.com