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Heidelberg baut seine Position auf dem Finishing-Markt aus

14.10.2002


Die Übernahme der schwedischen Firma IDAB WAMAC International AB erweitert das Angebot an Versandraumprodukten für die Zeitungsproduktion

Rückwirkend zum 1. September 2002 übernimmt die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) das schwedische Engineering-Unternehmen IDAB WAMAC International AB (IDAB WAMAC). Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Herstellung von Versandraumprodukten für die Zeitungsproduktion. Durch die Übernahme eröffnet sich für Heidelberg die Möglichkeit, das Angebot an Finishing-Produkten für dieses Marktsegment zu erweitern und das gesamte Portfolio an Versandraumlösungen anzubieten. Hierzu gehören alle Arbeitsschritte vom Transportieren, Zwischenlagern, Lagern und Einlegen von Zeitungsbeilagen bis hin zum Adressieren, Stapeln, Verpacken, Sortieren und Verladen der fertigen Produkte. Entwickelt und hergestellt werden die Systeme im schwedischen Eksjö. In Stockholm befindet sich ein Vertriebs- und Marketing-Büro; außerdem erfolgt hier die Software-Entwicklung. IDAB WAMAC hat 120 Mitarbeiter und erzielte 2001 einen Umsatz von 35 Millionen Euro. Die beiden Parteien haben Stillschweigen bezüglich der Übernahmebedingungen vereinbart.

Der Weltmarkt für Versandraumprodukte hat einen geschätzten Umfang von ca. 500 Millionen Euro. Mit der Übernahme von IDAB WAMAC baut Heidelberg seinen Marktanteil auf 12 Prozent aus - dies entspricht rund 60 Millionen Euro.

Bisher hat Heidelberg überwiegend den nordamerikanischen Markt bedient. IDAB WAMAC hingegen ist in Asien und Europa besonders stark. "Die Übernahme von IDAB WAMAC versetzt uns in die Lage, wettbewerbsfähige und innovative Versandraumlösungen weltweit anzubieten. Dies ist eine logische Fortsetzung unserer Unternehmensstrategie, einer der Marktführer im Finishing-Sektor zu werden", erklärt Bernhard Schreier, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg. "Zusammen bilden wir ein starkes Team. IDAB WAMAC ist ein führender Anbieter von kompletten Versandraumsystemen, während Heidelberg sich mit seinem weltweiten Kundendienstnetz um die Bereiche Service und Ersatzteile kümmern kann", so Schreier. Heidelberg wird den amerikanischen Markt auch in Zukunft von seinem Standort in Durham aus bedienen. Hier sind rund 80 Mitarbeiter im Bereich Versandraumprodukte beschäftigt. Die Märkte in Europa und Asien will Heidelberg vom schwedischen Eksjö aus beliefern.

Das gemeinsame Produktangebot deckt alle Anforderungen im modernen Versandraum ab. Zwischenspeicher- und Lagersysteme werden in verschiedenen Versionen von IDAB WAMAC angeboten, ebenso wie Transport-, Stapel-, Verpackungs- und Verladesysteme. Die Einlegesysteme von Heidelberg sind auf dem amerikanischen Markt bei zahlreichen Anwendern installiert. Vor einem Jahr wurde Magnapak vorgestellt, eine vollständig servogesteuerte Einlegemaschine mit bis zu 80 Fächern. Auf den Märkten in Europa und Asien bietet IDAB WAMAC die PST6000 mit bis zu acht Fächern an. Eine besondere Stärke von IDAB WAMAC ist das Versandraum-Steuersystem WNC5 mit offener Architektur und universellen Schnittstellen.

Komplette Lösungen für den Zeitungsmarkt
Seit der drupa 2000 bietet Heidelberg mit der Mainstream 80 eine leistungsfähige Zeitungsdruckmaschine an, die mit dem schnellen Versandraumsystem von IDAB WAMAC ergänzt werden kann. "Der Wert von Zeitungen muss für Werbetreibende und Leser mit Hilfe von medienübergreifenden Lösungen erhöht werden, um die elektronische und digitale Konkurrenz auf Distanz zu halten. Zeitungen besitzen zweifellos eine Reihe von Alleinstellungsmerkmalen wie Tragbarkeit, sofortige Nutzung und niedriger Preis pro Exemplar. Sie zu nutzen erfordert hoch effiziente, optimierte und integrierte Logistik- und sonstige Prozesse sowie eine robuste und zuverlässige Produktionsumgebung. Das Endprodukt wird weitgehend im Versandraum definiert, hergestellt und den Kundenwünschen angepasst. Ein entscheidendes Element zur Sicherung zusätzlicher Einnahmen für den Verleger", erklärt Dr. Jürgen Rautert, Leiter des Bereichs Postpress bei Heidelberg. "Die Übernahme von IDAB WAMAC versetzt uns in die Lage, eine führende Rolle bei der künftigen Entwicklung im Zeitungssektor zu übernehmen", fügt er hinzu.

Der Postpress-/Finishing-Sektor ist einer der Wachstumsbereiche in der dreigleisigen Strategie von Heidelberg. In diesem Marktsegment beschäftigt das Unternehmen rund 1.700 Mitarbeiter und erzielte im vergangenen Jahr weltweit einen Umsatz von 378 Millionen Euro. Für die kommenden Jahre hat sich das Unternehmen das Ziel gesetzt, diesen Wert deutlich zu steigern. Die Übernahme von IDAB WAMAC ergänzt und erweitert das derzeitige Produktangebot von Heidelberg. Außerdem wird damit die Grundlage für weitere Firmenübernahmen und künftige Kooperationen geschaffen. Der internationale Markt für Finishing-Lösungen, den Heidelberg ansprechen will, hat ein Gesamtvolumen von ca. drei Milliarden Euro.

"Wir heißen Heidelberg als neuen Eigentümer von IDAB WAMAC willkommen. Ein starkes Unternehmen aus der grafischen Industrie kann unseren Kunden das Vertrauen, die Glaubwürdigkeit und den Support bieten, die für eine langfristige Beziehung so wichtig sind", erklärt Ulf Christer Edberg, Geschäftsführer von IDAB WAMAC.

Über IDAB WAMAC International AB
Das 1958 gegründete Unternehmen IDAB WAMAC ist heute einer der Weltmarktführer bei Versandraumsystemen für die Zeitungsproduktion. Zu den angebotenen Produkten gehören automatische Systeme und selbst entwickelte Software zur Steuerung der Abläufe in der Zeitungsproduktion wie Einlegen, Lagern, Bündeln sowie Sortieren und Verladen. Der Hauptsitz von IDAB WAMAC befindet sich in Schweden, und das Unternehmen hat Niederlassungen in Hongkong, Kuala Lumpur, Hamburg und London.

Bild:
Mit den Einsteckanlagen von IDAB WAMAC können gezielt Beilagen in bis zu 40.000 Zeitungen pro Stunde eingesteckt werden.

Für weitere Informationen:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Unternehmenskommunikation
Hans-Dieter Siegfried
Tel.: +49 (0)6221 92 50 63
Fax: +49 (0)6221 92 50 46
E-Mail: hans-dieter.siegfried@heidelberg.com

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