MainStream 80: Heidelberg Baureihe für Zeitungsdruckmaschinen
08.03.1999
Das erste Modell aus der neuen Heidelberg Baureihe für
Zeitungsdruckmaschinen wird eine doppelbreite 8-Seiten-Maschine mit
stehenden Seiten sein.
Die Baureihe wird den Namen "MainStream 80" tragen
und erstmalig die im Akzidenzbereich bewährte Sunday
Technologie für den Zeitungsdruck übernehmen.
Nachdem Heidelberg im November vergangenen Jahres den
Einstieg in eine neue Generation von Zeitungsrotationen
angekündigt hatte, hat es jetzt anläßlich der
"Newspaper Association of America SuperConference" am 14.
Januar 1999 erste Details über den Start der Baureihe
bekanntge- geben. Auf der drupa 2000 wird die MainStream 80
erstmals in voller Ausstattung vorgestellt werden. "Diese
Maschine - und alle weiteren, die in der MainStream-Familie noch
folgen werden - wird den Zeitungsdruck Ihres Hauses neu
definieren", eröffnete Peter Walczak, technischer
Fachberater bei Heidelberg Web Systems, den Kongreßteilnehmern
der SuperConference.
Heidelberg hat sich bei der Entwicklung für eine
doppelbreite Maschine mit stehenden Seiten entschieden, weil man
mit der daraus resultierenden höheren Leistung und
größeren Flexibilität bei gleichzeitiger Senkung der
Betriebskosten bei den Zeitungsverlagen mit großem Interesse
rechnet. Die für die Laufleistung von 80.000 Umdrehungen pro
Stunde erforderliche Laufruhe und -stabilität wird von der
implementierten Sunday-Technology beigesteuert. "Im Zuge
unserer Feldforschung hatten wir 90 Entscheider der
Top-Zeitungsbetriebe in aller Welt interviewt," gab Walczak
bekannt. "Diese tendierten stark für das stehende Format,
weil der Trend zu variablen Sektionsumfängen auch mit
Zweiersprüngen gehe. Hinzu komme der Wunsch nach immer
späteren Redaktionsschlüssen, mit der Folge ständig
kürzerer Druckzeiten."
Durch das doppelbreite Format der MainStream 80 wird der
Druckplatten- verbrauch - im Vergleich zu einer 16-Seiten-Maschine
ohne Sammelfalz - halbiert; gleichzeitig verdoppelt sich die
Produktivität im Vergleich zu einer einfachbreiten
8-Seiten-Maschine mit Sammelfalz. "Weitere Kostensen- kungen
resultieren aus den verkürzten Rüstzeiten, dem weniger
aufwän- digen Falzapparat, der Reduzierung möglicher
Plattenfehlkopien und den extrem kurzen Zeiten für Wechsel der
Gummihülsen," erläuterte Walczak. "Und: Wenn
die Hälfte weniger Platten benötigt werden, wird der
Einsatz von CTP im Zeitungsdruck wirtschaftlich attraktiv."
Die MainStream 80 wird in Kompaktturm-Konfiguration mit
vertikaler Bahnführung angeboten werden. Mehrere
unterschiedliche Farbwerke stehen zur Auswahl. Weitere Einzelheiten
sind Multi-Drive, fliegender Ausgaben-(z.B.
Regionalseiten-)wechsel, fliegender Kompakt-Rollenwechsler und auf
das stehende Seitenformat abgestimmter Falzapparat und
Falztrichter.
Die MainStream 80 ist die erste Zeitungsrotation, in der die
von Heidelberg entwickelte Sunday Technologie - einschließlich
kanallosen Gummi- zylindern und längswellenlosem Antrieb - zum
Einsatz kommt. Diese Technologie wurde 1993 eingeführt und hat
im Akzidenzrollenoffset eine aufsehenerregenden
Produktivitätssprung ausgelöst. Die kanallosen
Gummizylinder und der Verzicht auf die mechanische Längswelle
verringern die kanalabhängigen mechanischen
Störeinflüsse, die Entstehung von Torsionsschwingungen
und das Flattern der Papierbah- nen, so dass die doppelbreite
MainStream 80 die hohe Laufgeschwindig- keit und
Produktionsleistung voll nutzen kann und, in Verbindung mit der
universellen Verwendbarkeit des stehenden Seitenformats und dem
Platten-/Gummizylinderverhältnis von 1:1, eine optimale
Lösung darstellt. Die Sunday Press-Gummizylinder
benötigen weder Schmitzringe noch einen Aufzug unter dem
Gummituch, besitzen eine längere Standzeit als konventionelle
Gummitücher und lassen sich in nur 60 Sekunden austauschen,
ohne die Papierbahn abzureißen.
Walczak stellte desweiteren heraus, dass die Falzapparate der
MainStream 80 keinen Sammelzylinder mehr besitzen. "Dies macht
die Falzapparate weniger komplex. Die Falzapparate können
stufenlos eine bis sechs Sektionen verarbeiten und auslegen - das
bedeutet wesentlich mehr Flexibilität und weniger Kompromisse
beim Entwickeln der täglichen Struktur und Festlegen der
zwischen acht und 96 Seiten möglichen Seiten-
umfänge," erklärte er.
Heidelberg arbeitet seit 1996 an der Entwicklung der neuen
Zeitungs- maschinen-Baureihe und profitiert hierbei von seiner
Erfahrung sowohl im Akzidenz- wie auch im Zeitungsdruck. Für
den Vertrieb wird Heidelberg sein Niederlassungsnetz erweitern;
eingebunden werden hier künftig auch die früheren
Niederlassungen der Heidelberg Binde- und Versandraum- technik
sein. Für den Support wird ein weltweit operierendes
Servicenetz zuständig sein. Bereits Anfang dieses Jahres
wurden die Heidelberg Aktivitäten auf dem Gebiet der
Weiterverarbeitungstechnik mit der früheren Web Press Division
zu Heidelberg Web Systems verschmolzen. Damit ist das Unternehmen
einzigartig in seinem Angebot, der Zeitungsdruckindus- trie
komplette Drucksysteme - von der Beschickung bis zum Versand -
einzurichten.
Für weitere Informationen:
Pascal Orliac
Heidelberg Web Systems
Montataire
Tel.: +33 (0)344 29 41 89
Fax: +33 (0)344 29 41 24
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