Digital
22.03.2001
In der Sparte Digital hat die Heidelberger Druckmaschinen AG
(Heidelberg) seine Angebote der Druckvorstufe und des Digitaldrucks
zusammengefasst. Gegründet wurde dieser Bereich im
Geschäftsjahr 1999/2000.
Zum ersten April 1999 übernahm Heidelberg den Bereich
Office Imaging / Schwarzweißdigitaldruck der Eastman Kodak
Company. In dem Joint Venture mir der Eastman Kodak Company,
Nexpress, entwickelt Heidelberg digitale Farbdruckmaschinen.
Die Sparte Digital betreibt Produktionsstandorte in USA
(Rochester, New York), in Mexico (Tijuana), England (Kirkby) und in
Deutschland (Kiel und Mühlhausen). Das Unternehmen erzielte
mit dem Bereich im Jahr 1999/2000 Umsätze in Höhe von 659
Millionen Euro und beschäftigte ohne die Mitarbeiter des Joint
Venture Nexpress 4.169 Mitarbeiter.
Digitaldruck
Im Gegensatz zu den klassischen Druckverfahren benötigt
der Digitaldruck keine aufwendige Vorlaufzeit. Auf Grundlage von
digitalen Daten kann ohne Umwege in hoher Qualität gedruckt
werden. Der Digitaldruck eignet sich derzeit vor allem für
kleine Auflagen. Heidelberg sieht in der digitalen Druck- technik
keinen Ersatz, sondern eine Ergänzung zum Offsetdruck. Der
Digitaldruck erschließt dem Kunden neue, erfolgversprechende
Aktivitätsfelder, insbesondere den zukunftsträchtigen
Bereich kundenspezifischer, personalisierter Printprodukte (Print
On Demand).
Digitaler Schwarzweißdruck: Erschließung neuer
Marktsegmente
Mit der besten Druckqualität ihrer Klasse, einem
überlegenen Papiertransport, einer offenen Systemarchitektur
und einem durchgängigen Workflow hat sich die Heidelberg
Digimaster 9110 schnell als Spitztenprodukt in ihrem Marktsegment
etabliert. Ziel von Heidelberg ist es, innerhalb von fünf
Jahren in diesem Produktsegment rund zwanzig Prozent Marktanteil zu
erreichen. Bereits nach rund 20 Monaten wurden weltweit 2.000
Systeme ausgeliefert.
Die Digimaster ist eine Druckmaschine, die sich für vier
verschiedene Kundensegmente anbietet: für die
Printmedien-Industrie, In-Plants, Schnelldruck-Copyshops und
EDV-Zentren. Um jedes dieser Segmente qualifiziert erschließen
zu können, hat Heidelberg eine Multi-Chanel-Vertriebsstrategie
entwickelt. Heidelberg bietet die Digitaldrucklösung über
seinen eigenen Vertrieb an und arbeitet mit unterschiedlichen
Vertriebspartnern wie IBM, Canon und Danka zusammen, die jeweils
über spezielle Marktkenntnisse verfügen.
Digitaler Farbdruck: Erfolgreiche Einführung auf der drupa
2000
Die digitale Farbdruckmaschine Nexpress 2100 besetzt den
Markt für qualitativ hochwertige, personalisierte Drucksachen.
Nach begeisterter Aufnahme von Seiten der grafischen Industrie
bereitet Heidelberg jetzt die Serienproduktion vor. Die
Wettbewerbsvorteile sind niedrigere Servicekosten und höhere
Maschinenverfügbarkeit, da die Nexpress vom Bedienungspersonal
selbst gewartet werden kann.
Prepress: Innovative Produkte
In Bereich der Druckvorstufe hat die Sparte Digital
einige richtungsweisende Produkterneuerungen eingeführt. Neben
einem digitalen Kamerarückteil stellte Heidelberg die
innovativen Flachbettscanner-Familien Linoscan und Nexscan mit
großem Erfolg vor. Der Nexscan gehört inzwischen zu einem
der erfolgreichsten High-End Scanner weltweit und ist innerhalb von
12 Monaten bereits über 1.000 mal verkauft worden.
Darüber hinaus wurden neue Film- und Plattenbelichter
erfolgreich im Markt etabliert. Software für Farbsicherheit
sowie umfassende Prozess-Management-Lösungen mit Datenbanken
runden das Portfolio ab.
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