Vorstandsvorsitzender von Heidelberg umreißt die Aussichten
der Branche auf der On Demand Expo
Ungeachtet der Entwicklung von Technologien für die
neuen Medien wird die gedruckte Seite Bestand haben, wobei für
die nächsten zehn Jahre sogar ein starkes Wachstum erwartet
wird; dies ist die Botschaft, die Bernhard Schreier,
Vorstandsvorsitzender der Heidelberger Druckmaschinen AG, am
Mittwoch im Javits Center in New York während der
Eröffnungsrede anlässlich der On Demand Expo an das mehr
als 1.200 Besucher umfassende Publikum richtete. Schreier gab in
seiner Rede eine Prognose zur Zukunft des Digitaldrucks ab und
erklärte die Schritte, die die Betriebe dieser Branche
ergreifen müssen, um im kommenden Jahrzehnt weiterhin Erfolg
zu haben.
Der On Demand-Druck, der Prozess, in dem für die Kunden
kleine Auflagen mit variablen Daten in sehr kurzer Zeit
fertiggestellt werden, entwickelt in der Druckindustrie eine immer
größere Eigendynamik. Um langfristig erfolgreich bleiben
zu können, müssen sich die Betriebe dieser Branche an
diese Veränderungen anpassen, andernfalls riskieren sie, den
Anschluss zu verpassen. Auf die neue Landschaft eingehend betonte
Schreier in seiner Keynote Speech:
- Die gedruckte Seite wird es weiterhin geben. Neue Medien wie
das Internet und die kabellosen Technologien sind für die
Druckindustrie eher neue Chancen als Hindernisse. Und die
Branchenanalysten sehen dies auch so. Die Gartner Group sagt
einen um 10-20 Prozent jährlich steigenden Bedarf an
gedruckten Seiten voraus.
- Um weiterzukommen, müssen die Lieferanten mit den
Druckereien und die Druckereien mit ihren Kunden auf einer
höheren Ebene zusammenarbeiten.
- Die Kunden der Druckindustrie wissen heute besser Bescheid
und stellen heute größere Ansprüche als jemals
zuvor. Wenn die Drucker die anspruchsvollen Kunden zufrieden
stellen wollen, dann müssen sie komplett durchgehende
digitale Lösungen bieten.
- Um erfolgreich zu sein, muss der Drucker der Zukunft den
Übergang von einem herstellenden Betrieb in einen
Service-Betrieb vollziehen: Weg von dem Geschäftsmodell,
nach dem einfach nur Dokumente produziert werden, und hin zur
Unterstützung der Kunden beim Informationsmanagement. Dieser
Übergang umfaßt:
- einen 24-Stunden-Service
- ein komplettes Technologieangebot wie E-Portale und
Kundeninformations-Tools
- kontinuierlichen Support durch Verbrauchsmaterialien
- Beratung und Netzwerk-Knowhow
- Die Druckereien der Zukunft müssen über das
traditionelle Angebot an Services hinausgehen und ihren Kunden
zusätzlich solche Dienste wie Hardware, Software und
Brainware anbieten.
Schreier stellte fest, dass durch diese Anpassungen der Wert
jedes einzelnen gedruckten Produkts erhöht wird, was letzten
Endes zu höheren Gewinnen und einem immer größeren
Bedarf im Digitaldruck führt. Das Engagement Heidelbergs als
Vorreiter in der Digitaldruckindustrie ist auf lange Sicht
ausgelegt.
"Das Ziel Heidelbergs ist es, in der
Digitaldruckindustrie im Jahr 2001 und auch darüber hinaus
führend zu sein," sagte Schreier. "Wir arbeiten
gemeinsam an der Schaffung von Werten für unsere Kunden, indem
wir für jedes einzelne Marktsegment komplette Lösungen
bieten. Das Endresultat ist, dass die Drucker diese Lösungen
einsetzen werden, um höherwertige Drucksachen zu produzieren
und ihren Kunden höherwertige Services zu bieten, wodurch sie
Gewinne machen und kontinuierlich ein Bedarf an Digitaldrucksachen
vorhanden ist."
Die Prognose des Unternehmens für die
Digitaldruckindustrie stützt sich auf die in den
letzten zehn Jahren gesammelte Erfahrung und
Rückmeldungen von Digitaldruck-Kunden und aus der
Digitaldruck-Industrie. In den 1990er-Jahren entwickelte Heidelberg
die Technologien, die den Digitaldruck zu einer
entwicklungsfähigen und gewinnbringenden Lösung machten
und mit der die steigenden Ansprüche der Kunden erfüllt
werden können.
"Im Grunde genommen hat Heidelberg in den 1990er Jahren
die Wirtschaftlichkeit des Offsetdrucks neu definiert," sagte
Charles Pesko, CEO von CAP Ventures, das zu den führenden
Marktforschungsinstituten und Analysten der Branche zählt.
"Die DI-Technologie verschaffte den Akzidenzdruckern den
problemlosen Eintritt in den Schnelldruckmarkt; gleichzeitig
konnten Anbieter von Digital-Services und die Vorstufenbetriebe
ihre Services mit einer Maschine verbessern, die Produkte liefert,
die eher wie die eines Akzidenzdruckers aussahen." Nach der
Einführung der Direktbebilderungs-Technologie in den
Druckereien vor zehn Jahren entwickelte Heidelberg eine Nische
zwischen den mit Druckfarbe druckenden Highend-Maschinen und den
auf einer niedrigeren Qualitätsstufe angesiedelten, aber
wirtschaftlichen Kopierern auf Toner-Basis. Heidelberg USA
bezeichnet die 1990er Jahre sogar als das "Direct Imaging
(DI)-Jahrzehnt". Vor kurzem veranstaltete das Unternehmen in
seinem Demo-Center in Atlanta ein Forum für
Führungskräfte und ein Kundenseminar. Dort erhielt es
Feedbacks von Fachleuten der Branche und den wichtigsten
Anwendergruppen. Diese Erkenntnisse und die Vision und das
Fachwissen der Führungskräfte von Heidelberg bildeten
gemeinsam die Grundlage für die Digitaldruck-Strategie von
Heidelberg.
Weitere Informationen zu ON DEMAND sind zu finden unter
http://www.ondemandexpo.com/.
Wir gehen voran - Bernhard Schreier, Vorstandsvorsitzender
der Heidelberger Druckmaschinen AG, hielt die Einführungsrede
vor mehr als 1200 Teilnehmern anlässlich der On Demand Expo am
28. Februar im Javits Center in New York. In seiner Ansprache
zeichnete Schreier die Zukunft der Digitaldruckindustrie auf und
erläuterte, wie die Angehörigen dieser Branche
während des Übergangs in das digitale Druckzeitalter
weiterhin erfolgreich bleiben können. Heidelberg hat sich zum
Ziel gesetzt, als Anbieter von kompletten Branchenlösungen den
Unternehmen für ihre diesbezüglichen Bemühungen den
Weg zu ebnen.