Ifra 2000 Pressekonferenz |
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| 10.10.2000 |
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Jochen Meissner, Vice President Sales and Service
Sehr verehrte Damen und Herren,
ich freue mich, Sie bei der diesjährigen IFRA auf dem Heidelberg Stand begrüßen zu dürfen.
Es ist kaum zu glauben, dass seit der letzten IFRA und der Vorabpräsentation der Mainstream-Rotation schon wieder ein Jahr vergangen ist. Doch was für ein Jahr! In dieser Zeit haben wir mit der erfolgreichen drupa Einführung der Mainstream, der ersten Zeitungsrotation mit kanallosen Gummituchhülsen, im Zeitungsbereich einen großen Schritt vorwärts getan.
In den 14 Tagen in Düsseldorf hat die Mainstream tausende von drupa Besuchern angezogen und fasziniert. Live konnten sie miterleben, wie die "Mainstream News“ in einer ausgezeichneten Qualität gedruckt wurden.
Der Erfolg dieser revolutionären Innovation auf dem Zeitungsmarkt fand seine Bestätigug im größten Kundenauftrag, den Heidelberg je bei einer Messe erhalten hat. Die britische Telegraph-Gruppe orderte sieben Mainstream-Rotationen mit insgesamt 263 Farbwerken.
Dies war nicht nur ein umfangreicher Auftrag für Heidelberg. Es war ein deutliches Bekenntnis für die kanallose Sunday Technologie und die Bestätigung dafür, dass dies die Antwort auf die Forderungen der Zeitungsverlage von heute darstellt.
Doch, wie Sie sich sicher denken können, wollten wir es dabei nicht belassen!
Progressive Zeitungen legen Wert darauf, neue Produktionsformen einzuführen, die es ermöglichen, eine Verbesserung der Druck- und Farbqualität zu erzielen, die reinen Druckzeiten weiter zu verkürzen, die Möglichkeiten der Ausgabendifferenzierung auszuweiten und sowohl die Produktivität als auch die Produktionseffizienz zu erhöhen.
Im vergangenen Jahr haben wir die Mainstream als erste einer neuen Generation von kanallosen Rotationsmaschinen für den Zeitungsdruck vorgestellt. In diesem Jahr dürfen wir Ihnen hier bei der IFRA eine neue kanallose Zeitungsrotation ankündigen, die für die Produktionsanforde- rungen von heute konzipiert wurde: die Tristream. Ich möchte Ihnen nun einige der Highlights dieser innovativen neuen Rotationsmaschine vorstellen:
- Wie bereits der Name andeutet, handelt es sich bei der Tristream um eine dreifachbreite Maschine. Sie verfügt über eine 2x6-Seiten Anordnung auf dem Zylinder und kann bis zu 80.000 Exemplare pro Stunde in Doppelproduktion bzw. 40.000 in Sammelproduktion drucken.
- Die Tristream ist für die Produktion von Zeitungen im Broadsheet-, Tabloid- und Berliner Format konzipiert.
- Wie die Mainstream, so bietet auch die Tristream sämtliche Vorteile der Sunday Technologie. Durch den Einsatz von kanallosen Gum- mituchhülsen entfallen die kanalschlagbedingten Schwingungen, die sonst beim Aufeinandertreffen der Gummituch-Spannkanäle auftreten. Die dadurch erzielte dynamische Stabilität ermöglicht es uns, die dreifachbreiten und doppelrunden Zylinder mit hohen Geschwindigkeiten laufen zu lassen. Durch das Zylinderverhältnis von 2:2 zwischen Platten- und Gummituchzylinder wird eine ausgezeichnete Druckqualität erreicht. Die Gummituchhülsen lassen sich bei eingezogener Papierbahn in weniger als zwei Minuten wechseln.
- Zeitungen haben bereits seit langem mit den Vorteilen der dreifachbreiten Produktion geliebäugelt. Mit der Tristream wird diese Vision zum ersten Mal überhaupt praktische Realität. Die Tristream druckt zwar mit der Geschwindigkeit von doppeltbreiten Maschinen, liefert aber bei jeder Zylinderumdrehung 50 Prozent mehr Seiten. Das heißt, dass Zeitungen mit 1/3 weniger Druck- türmen und Rollenwechslern und einer entsprechend geringeren Stellfläche die gleiche Produktivität wie mit einer doppelbreiten Rotation erzielen können.
- Heidelberg hat überdies ein innovatives Plattenpositionierungs- system zur Kompensation des Fan-out entwickelt, um dieses Problem, das beim Druck auf Zeitungspapier bei großen Bahnbreiten auftreten kann, auf ein Minimum zu reduzieren.
- Die einsetzbaren Trommel- und Klappenfalzapparate sind für ein breites Spektrum von Produkten und Büchern konzipiert. Außerdem zeichnet sich die dreifachbreite Konfiguration durch kürzere Bahnwege aus.
- Wie die Mainstream, so ist auch die Tristream mit Wechselstrom-Einzelantrieben ausgestattet, die eine Produktion mit fliegenden Ausgabenwechseln ermöglichen.
- Speziell für die Tristream haben wir einen neuen Rollenwechsler für den fliegenden Rollenwechsel entwickelt: den Contiweb FT. Dieser Rollenwechsler ist für eine maximale Papierrollenbreite von 2430 mm ausgelegt und ermöglicht Rollenwechsel bei Geschwin- digkeiten bis zu 80.000 Exemplaren pro Stunde.
- Die hier gezeigten Systeme Omnicon und Omnipage sind auch in die Tristream integriert. Das Omnicon-System dient zur umfassenden Steuerung der gesamten Maschine, und mit der revolutionären Omnipage-Funktion ist eine automatische Erkennung der auf dem Leitstand aufliegenden Zeitungsseiten möglich.
Wie Sie sehen, wurden bei der Tristream die gleichen Entwicklungsziele verwirklicht wie bei der Mainstream: Höhere Produktivität, effizientere Produktion, hohe Druckqualität beim Farbdruck und größere Flexibilität. Mit der Tristream setzt sich die kanallose Revolution im Zeitungsdruck weiter fort.
Als Anbieter von Komplettlösungen offerieren wir auch eine breite Palette von Versandraum-Ausrüstungen. Auf der diesjährigen IFRA stellen wir unsere neueste Postpress-Innovation vor: das Magnapak-System.
Wie unsere kanallosen Rotationsmaschinen, so ist auch diese Einsteckmaschine auf die Anforderungen moderner Zeitungsdruckereien abgestimmt: hohe Geschwindigkeit, um eine größere Aktualität der Zeitungen zu gewährleisten, und umfangreiche Möglichkeiten des selektiven Einsteckens, um eine stärkere Personalisierung der Zeitungen zu ermöglichen.
Die Magnapak ist eine wellenlose Einsteckmaschine. Das heißt, dass die einzeln angetriebenen Anleger für das selektive Einstecken automatisch zu- oder abgeschaltet werden können - ohne dass sich dies negativ auf die hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit von bis zu 30.000 Exemplaren pro Stunde auswirkt. Die Magnapak-Einsteckmaschine lässt sich mit 12 bis 80 Anlegern und mit ein bis vier Auslagen bestücken.
Der Cincinnati Enquirer in den USA ist die erste Zeitung, die die neue Magnapak-Einsteckmaschine von Heidelberg installieren wird. Die neue Maschine ist sicherlich eine wertvolle Ergänzung für unser umfassendes Angebot an Postpress-Produkten und unsere integrierten Lösungen für Zeitungen.
Und last but not least ich bin stolz, Ihnen heute zwei neue Aufträge für Mainstream Zeitungsrotationen für Frankreich bekannt geben zu dürfen.
Die beiden französischen Firmen Rotosud und Rotopicardie, die zur französischen Gruppe IPS gehören, haben soeben den Vertrag für zwei Mainstream Zeitungsrotationen unterschrieben. Eine Maschine geht nach Lyon zu Rotosud Rhone-Alpes, und die andere Maschine in die Nähe von Amiens zu Rotopicardie. Die beiden Maschinenanlagen sind identisch und bestehen aus je: vier Drucktürmen, 28 Farbwerken, sechs FD - Rollenwechslern und eine JF 2:5:5 Klappenfalzapparat.
Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Partnerschaft zwischen Rotosud, Rotopicardie und Heidelberg.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
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