HELL automatisiert die Gravur
Auf der vom 18. - 31. Mai 2000 in Düsseldorf
stattfindenden drupa wird HELL Gravure Systems mit einem eigenen
Stand in Halle 17, Stand-Nr. C42 vertreten sein. Gezeigt werden die
beiden digitalen Produktionsstrecken für die Gravur von
Verpackungs-, Dekor- und Etikettenzylindern sowie für
Publikationszylinder. Dabei stehen Automatisierungsfunktionen und
Workflow-Verbesserungen im Vordergrund.
Für den Flexodruck wartet HELL mit einer Weltneuheit
auf: dem Computer-to-Plate-Belichter HelioFlex F2000 mit einem
Hochleistungs-Laserkopf, der hinsichtlich Strahlqualität und
Belichtungsgeschwindigkeit neue Maßstäbe setzt. Das
Gerät kann außerdem für den autotypischen Tiefdruck
eingesetzt werden.
Neuheiten für alle Produktionsstrecken
HELL Quality Plus
Unter dem Begriff "HELL Quality Plus" stellt HELL
auf der drupa erstmals eine Reihe von Produkten, Funktionen und
Maßnahmen zur Steigerung der Tiefdruckqualität vor. In
der Verpackungsgravur wird ein neuartiges Verfahren zur Ansteuerung
der HelioKlischographen demonstriert, das dem Anwender erlaubt, in
bisher nicht gekannter Weise Einfluss auf die Gravur von Bild und
Text zu nehmen.
Workflow Integration
HELL wird auf der drupa eine einheitliche
Workflow-Lösung für die CtP-Fertigung in
unterschiedlichen Druckverfahren präsentieren. Diese
Lösung wird die Bandbreite vom autotypischen und
halbautotypischen Tiefdruck über den Flexodruck bis hin zu
Offsetdruck abdecken.
Neuheiten für den Verpackungs-, Dekor- und
Etikettensektor
Zu der ausgestellten HelioPackaging-Produktionsstrecke
gehören:
HelioCom
Die Vorbereitungsstation HelioCom dient sowohl der
vielfältigen Datenübernahme von Zulieferern als auch der
Erstellung des Zylinderlayouts unter Sichtkontrolle. Mit der
zusätzlichen Software HelioDisk können darüber
hinaus Jobtickets erstellt werden, die alle Produktions-Parameter
beinhalten und den automatisierten Arbeitsablauf vom Design bis zur
Gravur ermöglichen. Die Kalkulation von Farbverbrauch und
voraussichtlicher Gravierzeit jedes Zylinders gehört ebenfalls
zum Leistungsumfang. Auf der drupa werden zusätzlich die
folgenden neuen Funktionen gezeigt:
- PDF-Import ermöglicht den Import von PDF-Dateien der
Version 1.3
- Flightcheck prüft eingehende PostScript-Dateien,
erstellt eine Protokolldatei und warnt vor kritischen
Einstellungen
- Probeschnitt-Layout ermöglicht die exakte Positionierung
des Probeschnitts an einer frei wählbaren Stelle im
Zylinderlayout unter Sichtkontrolle. Die Koordinaten werden
automatisch von HelioCom ermittelt und per Jobticket an die
Graviermaschine übergeben.
HelioFormproof Packaging
Mit der einzigartigen Funktion MultiProof kann das
Zylinderlayout vor der Gravur zur Kontrolle von Stand und
Vollständigkeit für alle Farben einzeln oder zusammen auf
einem großformatigen Plotter ausgegeben werden.
Die Neuheiten auf der drupa sind:
- Ausgabe des Probeschnitt-Layouts: Der an der HelioCom-Station
positionierte Probeschnitt kann auf Wunsch mit ausgegeben werden.
Dies bietet, insbesondere wenn sich der Probeschnitt innerhalb
des Zylinderlayouts befindet, höhere Sicherheit für die
nachfolgende Gravur.
- Nahtlosproof: Erstmals ist es möglich, Daten für
nahtlose Zylinder vorab zu prüfen.
- Windows 2000: HelioFormproof liegt ab sofort in einer Windows
2000-kompatiblen Version vor.
- Color-Management: HelioFormproof unterstützt ab sofort
das Heidelberg Color Management.
- Epson 9000-Anschluss: Ab sofort unterstützt
HelioFormproof auch die Ausgabe auf den Großformatdrucker
Epson 9000.
HelioKlischograph K500
Die kompakte Graviermaschine ist modular aufgebaut. Dies
ermöglicht Ausbaustufen von der manuellen bis zur
vollautomatischen Produktion. Graviert wird mit dem schnellen
Gravierkopf HelioSprint, der für symmetrische Näpfchen
und hohes Volumen steht. Das Einschneiden erfolgt automatisch mit
CellGuard, ein Garant für konstante Qualität.
HelioRobot
HelioRobot das Konzept, mit dem HELL Gravure Systems die
komplette Automatisierung der HelioKlischographen vorantreibt. Der
HelioKlischograph K500 erfüllt bereits heute alle
Anforderungen, um in eine vollautomatische Zylinderproduktion
integriert zu werden:
- mittensymmetrischer Aufbau
- verfahrbare Lagerböcke
- Hubtisch
- automatisierter Graviersupport
- automatisches Einschneiden mit CellGuard
Auf der drupa 2000 führt HELL erstmalig die Komponenten
vor, die die Infrastruktur der Prozessautomatisierung bilden. Dies
sind:
Production Manager
Der Production Manager ist eine Software, die die
Arbeitsschritte der Zylinderproduktion (Layouterstellung, Formproof
und Gravur) überwacht. Sowohl in der vollautomatisierten als
auch in der manuellen Produktion schafft der Production Manager
Transparenz und Sicherheit in den Abläufen, indem er alle
Prozesse erfasst, protokolliert und darstellt. So kann u. a. die
Auslastung aller angebundenen Stationen auf einen Blick erkannt
werden. Darüber hinaus bieten Schnittstellen zu
Produktionsplanungs- und Steuerungssystemen (PPS-Systemen) die
Möglichkeit, sowohl Auftragsdaten zu importieren und in die
Zylinderproduktion einfließen zu lassen als auch
Produktionsdaten zu exportieren, um sie der Nachkalkulation zur
Verfügung zu stellen.
Helio-Remote-Interface K500
Das Helio-Remote-Interface K500 ermöglicht die Steuerung
eines HelioKlischographen K500 von externer Stelle. Dabei
überwacht die Software kontinuierlich die in einem dafür
eingerichteten Hotfolder eingehenden externen Steuerbefehle. Da das
Datenformat offengelegt ist, kann jeder dafür geeignete
Leitrechner die Steuerung des HelioKlischographen übernehmen
und ihn so in eine vollautomatische Zylinderproduktionsstrecke
einbinden.
Neuheiten für den Publikationssektor
HelioKlischograph K406
Die Graviermaschine arbeitet mit bis zu 16
Gravierkanälen gleichzeitig. Diese können sowohl mit
normalen Gravierköpfen als auch mit den schnellen
HelioSprint-Gravierköpfen ausgerüstet sein. Highlights
sind neben HelioSprint die Automatisierungsfunktionen.
CellGuard
führt das Einschneiden der Gravierköpfe
automatisch durch. Die Probeschnitte aller Gravierkanäle
werden nacheinander mit einer Kamera erfasst. Anschließend
misst CellGuard die Näpfchengeometrie und passt diese in
kürzester Zeit automatisch an die Sollwerte an. Durch den
Einsatz einer Kamera für alle Kanäle kann eine hohe
Stranggleichheit erzielt werden.
AutoSpacer
Das automatische Feinpositionieren der Gravierköpfe
sorgt für eine Näpfchen-genaue Startposition jedes
einzelnen Stranges.
HelioForm
An der Vorbereitungsstation lassen sich Ausschießschema
und Zylinderlayout am Bildschirm erstellen. Kontroll- und
Steuerzeichen werden aus dem Archiv geladen bzw. neu erzeugt.
Anhand der Dateinamen werden die Bilddaten automatisch vom HELL
MultiServer übernommen. Fertige Ausschießschemata
können für weitere Ausgaben wiederverwendet und mit
anderen Bilddaten verknüpft werden. Auf der drupa 2000 wird
die Software in einer neuen Version mit interessanten neuen
Funktionen gezeigt, wie z. B.
- Integration von Sondergeometrien wie z. B. Altarfalz.
- Zeicheneinblendung mit Form-bezogenem Inhalt (z. B.
Strangnummer, Segment-Nummer, Graviermaschine)
- automatisches Back-up-Konzept bei zwei oder mehr
Stationen
HelioPlan
Die Software HelioPlan kann entweder auf der
HelioForm-Station laufen oder extern. Sie dient zur Erstellung des
Ausschießschemas und deckt jetzt neben den Standards eine
große Zahl von Sonderfunktionen ab (Export der Seitenliste,
Unterstützung von bis zu 32 Strängen, Übersicht
über die Heftstruktur, mehrere Formen pro Zylinder,
Sammelrhythmus-Optimierung, spezielle Paginierung usw). Jetzt sind
zwei weitere Funktionen hinzugekommen, die der Qualität und
Bedienung zugute kommen:
- Generieren von Voreinstellungen, die die individuellen
Druckmaschinenparameter enthalten und bei der Gravur
berücksichtigen.
- automatisches Generieren der Seitennamen
HELL MultiServer
Der HELL MultiServer ist der zentrale Datenpool für
alle Seiten. Neben dem Importieren von Ganzseiten, dem Konvertieren
von Datenformaten und dem Speichern und Verwalten von großen
Datenmengen gehört auch das Standardisieren und die
Druckformbezogene Ausgabe von Seiten sowie die Automatisierung der
Prozess-Schritte zu seinem Leistungsumfang.
Weltneuheit für den Flexodruck
Auf der drupa 2000 wird HELL erstmals den neuen HelioFlex
F2000 vorstellen und damit in ein neues Marktsegment einsteigen.
Der HelioFlex F2000 ist ein von Grund auf neu entwickelter
Computer-to-Plate-Belichter für die digitale Herstellung von
Flexodruckformen. Herzstück des HelioFlex F2000 ist ein
neuartiger Hochleistungs-Laserkopf, der hinsichtlich
Strahlqualität und Belichtungsgeschwindigkeit neue
Maßstäbe setzt. Das Gerät kann außerdem
für den autotypischen Tiefdruck eingesetzt werden.
Der HelioFlex F2000 zeichnet sich durch folgende Merkmale
aus:
- Automatisierungsfunktionen zum einfachen Beladen
- PC-Steuerung, Windows NT-Betriebssystem, Touchscreen
- Verarbeitung von Platten und Sleeves
- Großformat bis 1.200 x 1.600 Millimeter
- Belichtung von TIFF- und LEN-Daten
- Neuartiger Hochleistungs-Laserkopf mit exzellenter
Strahlqualität und Tiefenschärfe
- Hohe Belichtungsgeschwindigkeit
- Modulare Aufrüstbarkeit auf höhere Leistung
- Leistungsstarkes Frontend
- Verarbeitung von Artpro-, TIFF-, PDF- und
PostScript-Dateien
- Realisierung Flexo-spezifischer Funktionen
- Anschluss von Barco-Systemen über PostScript oder
LEN
- Einfache Wartung bei weltweitem Service
- Einzigartiges Preis-/Leistungsverhältnis
Mit dem Einstieg in den Flexodruck reagiert HELL auf den seit
Jahren steigenden Bedarf an Flexoplatten und -sleeves. Das
fundierte Wissen über die Konstruktion und den Bau von
Graviermaschinen, Scannern und Filmbelichtern sowie das Erstellen
von Software für digitale Workflows macht HELL zu einem
kompetenten Anbieter auf diesem Gebiet. Das überragende
Preis-/Leistungsverhältnis des HelioFlex F2000 wird dazu
beitragen, Computer-to-Plate auch im Flexodruck als Standard zu
etablieren. Die Forschung und Entwicklung im Bereich der
Tiefdruckanwendungen wird unabhängig davon unvermindert weiter
vorangetrieben.
Die ausgestellten Neu- und Weiterentwicklungen spiegeln den
langfristigen Trend wieder, der - nicht nur in der Gravur - in
einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Automatisierung und
Flexibilität zu finden ist. HELL arbeitet kontinuierlich an
Lösungen, die den Tiefdruckern zu immer besserer
Produktivität und Qualität verhelfen und die
Konkurrenzfähigkeit des Verfahrens sichern.