Klimaneutrales Drucken ist ein Wachstumsmarkt: Inzwischen bieten
mehr als 20 Kunden der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg)
diese umweltgerecht hergestellten Druckprodukte an. Die Druckereien
werden dabei von Firmen wie z.B. ClimatePartner beraten, welche die
durch den Druckprozess freigesetzten Treibhausgase berechnen und
durch Klimaschutzmaßnahmen kompensieren. Zu den gemeinsamen
Kunden zählt beispielsweise die Druckerei Pinsker Druck und
Medien mit Standorten in Mainburg und München, die im letzten
Jahr als eine der ersten Druckereien in Deutschland ihr Angebot im
Akzidenzdruck mit klimaneutralen Druckprodukten ergänzt hat.
Weitere Anbieter sind Carbon Trust Enterprises ltd. in London und
die Stiftung Myclimate in Zürich.
Kürzlich bestätigte eine Studie von Heidelberg,
dass 40 Prozent aller Druckereien den Umweltschutz als wichtiges
Thema ansehen. "Umweltschutz ist wichtig für unsere
Kunden." bestätigt Dr. Jürgen Rautert, Vorstand
für Produkte und Technik bei Heidelberg. "Wir können
aufzeigen, dass Engagement für die Umwelt nicht nur der
Sicherung einer besseren Zukunft für unseren Globus dient,
sondern sich damit sogar Geld verdienen lässt und sich
entsprechende Investitionen schnell amortisieren."
CO2-Äquivalente im Druckprozess werden berechnet und
kompensiert
Der starke Anstieg an klimaschädigenden Emissionen wie
Kohlendioxid und Methan wird als wesentlicher Grund für den
Klimawandel angesehen. CO2-Emissionen entstehen beispielsweise bei
der Energieerzeugung aus fossilen Energieträgern, beim
Transport oder indirekt durch die Herstellung und Verarbeitung von
Rohstoffen. Auch das Drucken verursacht indirekt
klimaschädigende Emissionen - bei der Papierherstellung, dem
Transport der Vorprodukte in die Druckerei oder durch den
Energieverbrauch der Druckmaschine.
Die Grundidee des klimaneutralen Druckens ist, diese
Emissionen als CO2-Äquivalente zu berechnen und auszugleichen.
Dies kann durch das Anpflanzen von Bäumen oder
Energiesparprojekte in Entwicklungsländern geschehen. Das
begleitende Unternehmen führt eine Bestandsaufnahme durch,
berechnet die klimawirksamen Emissionen - größtenteils
unter Nutzung eigener Datenbanken - und unterbreitet
Vorschläge für die Kompensation der errechneten
CO2-Äquivalente.
Heidelberg organisiert Symposium zur CO2-Berechnung
Noch im Frühjahr dieses Jahres will Heidelberg in einem
Symposium zum klimaneutralen Drucken ein Berechnungstool für
CO2-Emissionen im Druckprozess vorstellen. Ziel ist es, den
interessierten Druckereien den Weg zum klimaneutralen Drucken
aufzuzeigen. Darüber hinaus unterstützt Heidelberg seine
Kunden mit Umwelt-Know-how und eigenen klimarelevanten Daten zum
Druckprozess.
Heidelberg stärkt "Eco Printing"
Bereits seit 1992 ist Umweltschutz ein fester Bestandteil der
Unternehmenspolitik von Heidelberg. 1996 wurde mit der
Gießerei in Amstetten der allererste Standort eines
Druckmaschinenbauers ökozertifiziert. Inzwischen sind an allen
Bogenoffset-Standorten Umweltmanagementsysteme nach ISO 14001
installiert. Neben der eigenen Produktion steht die Entwicklung
innovativer, umweltfreundlicher Druckmaschinen im Fokus. So erzielt
die neue Speedmaster XL 105 bei gleichem, teils sogar geringerem
Stromverbrauch 30 Prozent Produktivitätssteigerung. Auch
wesentliche Komponenten des Star-Peripheriesystems reduzieren die
Umweltauswirkungen des Druckprozess. Der PowderStar AP 500 sorgt
für geringere Puderauftragsmengen und Staubbelastung, die
Luftversorgung AirStar reduziert den Stromverbrauch um 30 bis 50
Prozent, und die neuen DryStar Trockner erbringen bei gleichem
Stromverbrauch eine deutlich höhere Leistung.
Mit einem entsprechenden Prinect Software-Paket lässt
sich Makulatur in einer Größenordnung von 400 Bogen pro
Druckjob einsparen. In Hinblick auf die CO2-Emission ist der
Papierverbrauch der ausschlaggebendste Faktor.
ClimatePartner
Die ClimatePartner GmbH & CoKG in München entwickelt
ganzheitliche Strategien und integrierte Lösungen im
freiwilligen Klimaschutz. Unternehmen und Produkte werden
nachhaltig in einem der wichtigsten Themen unserer Zeit
positioniert.
Durch die Konzentration auf den freiwilligen Klimaschutz und
einen ganzheitlichen Lösungsansatz, der sich an den
allgemeinen Zielen und Visionen des Unternehmens orientiert,
spricht ClimatePartner Unternehmen und Institutionen in
unterschiedlichsten Marktsegmenten an. Inzwischen gehören
über 30 Druckereien in Europa und den Vereinigten Staaten
zu den Kunden von ClimatePartner.
Website:
www.climatepartner.de
Bild:
Heidelberg stärkt das Eco-Printing: Ein Mitarbeiter
misst die Staubemissionen an einer Speedmaster XL 105.
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Heidelberger Druckmaschinen AG
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