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Die Partner des BMBF Spitzenclusters "Forum Organic
Electronics" - BASF SE, Heidelberger Druckmaschinen AG und
TU Darmstadt - arbeiten mit Hochdruck an der Drucktechnik der
Zukunft
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Intelligente Produktionsverfahren sollen zahlreiche
Anwendungen für flexible Komponenten ermöglichen
Mit nanoteiligen Funktionsmaterialien und innovativen
Druckverfahren revolutionieren Forscher von BASF SE, Heidelberger
Druckmaschinen AG (Heidelberg) und TU Darmstadt die Drucktechnik.
Sie ermöglichen damit zukunftsweisende Produkte der
Organischen Elektronik wie transparente Photovoltaik-Folien oder
biegsame Leuchtdioden. Im Rahmen des vom BMBF geförderten
Spitzenclusters "Forum Organic Electronics" wollen die
Partner im Projekt "Nanostrukturierung und Plastik-Elektronik
Printplattform (NanoPEP)" innerhalb von drei Jahren die ersten
gedruckten Ergebnisse präsentieren.
"Die Elektronik der Zukunft ist flexibel und biegsam.
Elektronische Komponenten lassen sich bald zu geringen Kosten und
Ressourcen schonend auf flexible Trägermaterialien drucken.
Mit innovativen Verfahren und Materialien, an denen wir gerade
arbeiten, schaffen wir neue Einsatzmöglichkeiten für die
Drucktechnologie in der Organischen Elektronik. Dabei können
wir nach dem Baukastenprinzip zahlreiche Module für die
ökonomisch rentable Massenfertigung bereitstellen", sagt
BASF-Projektleiter Prof. Dr. Bernd Sachweh.
Die Organische Elektronik basiert auf leitfähigen
Polymeren oder auch kleineren Molekülen der organischen Chemie
und gilt als wichtige Zukunftstechnologie. Ihre Einsatzgebiete
reichen von organischen Schaltungen und Speichern über die
Photovoltaik bis zu organischen Leuchtdioden. Eine von zahlreichen
Anwendungen der gedruckten Elektronik sind so genannte Smart Label,
mit Sensoren ausgerüstete Etiketten. Mit diesen Transpondern,
die mitsamt Antenne auf Folien gedruckt werden können, lassen
sich zum Beispiel Temperatur und Luftfeuchte messen, ein wichtiger
Aspekt für Transport und Lagerung von Waren.
Zwar lassen sich einfache Schaltkreise bereits heute drucken,
die Herausforderung liegt jedoch in der flexiblen Elektronik:
Hierfür müssen die Funktionsmaterialien - leitfähige
organische Moleküle - in nur Nanometer-dicken, defektfreien
und sehr homogenen Schichten in mehreren Lagen übereinander
auf flexible Träger aus Plastik oder Papier gedruckt werden.
Diese Anforderungen gehen über die des graphischen Druckens
weit hinaus.
"Unser langfristiges Ziel ist die Entwicklung von
Druckmaschinen für die gedruckte Elektronik. Wir sind
überzeugt, dass wir nur mit Druckprozessen die Kostenziele
erreichen können, um die Organische Elektronik zu
wettbewerbsfähigen Preisen für den Consumer-Markt
herstellen zu können", sagt Projektleiter Dr. Gerd
Junghans von Heidelberger Druckmaschinen.
Ein Forschungsschwerpunkt im Spitzencluster ist die
Entwicklung von Hybridmaterialien aus anorganischen und organischen
Komponenten. Die BASF SE entwickelt dabei neue Produktionsverfahren
zur Herstellung von nanoskaligen Funktionsmaterialien wie zum
Beispiel polymerveredeltem Zinkoxid. Diese bilden bestimmte
Strukturen aus oder ordnen sich autonom zu Formen und Mustern an
und bringen dadurch neue Eigenschaften für die Drucktechnik
mit. Insbesondere werden Multikomponentensysteme aus mehreren
Materialien sowie integrierte Prozesse erforscht, mit denen
Formulierungen von Materialien für die Organische Elektronik
hergestellt werden.
Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften wie zum Beispiel der
gleichmäßigen Einstellung der Leitfähigkeit
erfüllen vor allem Nanopartikel die hohen
Qualitätsanforderungen, die die Organische Elektronik stellt.
Die dabei eingesetzten Nanopartikel sind in Flüssigkeiten
gebunden. Dadurch werden der direkte Umgang mit diesen Materialien
vermieden und deren sichere Handhabung sowie die umweltgerechte
Herstellung innovativer Elektronikprodukte garantiert. In einem
dreistufigen Ansatz vom Labormaßstab bis hin zur
Produktionsumgebung optimieren die Experten das Zusammenspiel
zwischen Materialien, Applikation und Druckprozess. Dabei
profitieren alle Beteiligten von der räumlichen Nähe zu
den Projektpartnern im Spitzen-cluster: In direkter Nachbarschaft
der Metropolregion Rhein-Neckar können BASF SE, Heidelberger
Druckmaschinen AG und die TU Darmstadt Forschungsergebnisse
zügig austauschen. Insgesamt arbeiten 20 Forscher aus der
Metropolregion an dem Projekt.
Der Spitzencluster "Forum Organic Electronics" ist
ein Kooperationsnetzwerk aus drei DAX-Unternehmen, acht
internationalen Großunternehmen, fünf
mittelständischen Unternehmen sowie elf
Forschungseinrichtungen und Hochschulen, darunter zwei
Eliteuniversitäten. Zielsetzungen des Spitzenclusters sind die
Schaffung des weltweit führenden Forschungs-, Entwicklungs-
und Produktionsstandortes für Organische Elektronik, eines der
attraktivsten Standorte für Spitzen- und Nachwuchskräfte
sowie des weltweit führenden Innovationszentrums für
Wissenstransfer und Unternehmensgründungen. Die 27
Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen arbeiten
gemeinsam an den vom BMBF mit 40 Millionen Euro geförderten
Forschungsprojekten im Bereich der Zukunftstechnologie Organische
Elektronik.
Über BASF
BASF ist das führende Chemie-Unternehmen der Welt: The
Chemical Company. Das Portfolio reicht von Chemikalien,
Kunststoffen und Veredlungsprodukten bis hin zu
Pflanzenschutzmitteln, Feinchemikalien sowie Öl und Gas. Als
zuverlässiger Partner hilft die BASF ihren Kunden in nahezu
allen Branchen, erfolgreicher zu sein. Mit hochwertigen Produkten
und intelligenten Lösungen trägt die BASF dazu bei,
Antworten auf globale Herausforderungen wie Klimaschutz,
Energieeffizienz, Ernährung und Mobilität zu finden. Die
BASF erzielte 2008 einen Umsatz von mehr als 62 Milliarden Euro und
beschäftigte am Jahresende rund 97.000 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter. Die BASF ist börsennotiert in Frankfurt (BAS),
London (BFA) und Zürich (AN). Weitere Informationen zur BASF
im Internet unter
www.basf.com.
Über Heidelberger Druckmaschinen
Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) ist mit
über 40 Prozent Marktanteil bei Bogenoffset-Druckmaschinen der
international führende Lösungsanbieter für die
Printmedien-Industrie. Der Name Heidelberg steht weltweit für
Spitzentechnologie, Topqualität und Kundennähe. Das
Kerngeschäft des Technologiekonzerns umfasst die
vollständige Prozess- und Wertschöpfungskette im
Bogenoffsetdruck. Das Unternehmen entwickelt und produziert
Präzisionsdruckmaschinen, Geräte zur
Druckplattenbebilderung, zur Druckweiterverarbeitung sowie Software
zur Integration aller Prozesse in einer Druckerei. Dabei kommt dem
Umweltschutz eine nachhaltige Bedeutung zu. Den Ressourcenverbrauch
sowie Emissionen und Abfälle reduzieren Maßnahmen in der
Entwicklung, der Produktion und bei der Nutzung von Druckmaschinen.
Zudem umfasst das Portfolio von Heidelberg Service- und
Beratungsleistungen von der Ersatzteilversorgung über
Verbrauchsmaterialien und den Vertrieb von Gebrauchtmaschinen bis
zum Schulungsangebot der Print Media Academy. Im Geschäftsjahr
2008/2009 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatz von 2,999
Milliarden Euro. Am 31. März 2009 beschäftigte die
Heidelberg Gruppe weltweit 18.926 Mitarbeiter, darunter 707
Auszubildende.
Über TU Darmstadt
Das Institut für Druckmaschinen und Druckverfahren
(IDD) gehört zum Fachbereich Maschinenbau an der Technischen
Universität Darmstadt. Am IDD wird Forschung mit
maschinenbaulichen, verfahrenstechnischen und
wirtschaftswissenschaftlichen Aufgabenstellungen betrieben, welche
die schnelle Entwicklung im Druckmaschinenbau und
Print-Media-Bereich firmenübergreifend begleitet. Ein
Schwerpunkt ist das funktionale Drucken. Hierbei werden die Grenzen
der Drucktechnik gesucht und erweitert, um die Drucktechnik als
Massenproduktionsverfahren für die Elektronik einsetzbar zu
machen. Weitere Informationen unter
www.idd.tu-darmstadt.de
Für weitere Informationen:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Corporate Public Relations
Matthias Hartung
Tel.: +49 (0)6221 92 50 77
Fax: +49 (0)6221 92 50 69
E-Mail:
matthias.hartung@heidelberg.com