Während der FoilStar bereits seit 2007 in der Lage ist, bis zu
sechs Folienbahnen in unterschiedlicher Bahnbreite zu verarbeiten,
und damit eine Kostensenkung von bis zu 50 Prozent realisieren
konnte, stellt Heidelberg auf der IPEX 2010 das weltweit erste
Kaltfolienmodul vor, das eine Taktung beim Folientransport
ermöglicht:
Bisher war es systembedingt unvermeidbar, pro Druckbogen eine
Abschnittslänge der Kaltfolie zu verbrauchen, die dem Umfang
des Gummizylinders entspricht. Ab sofort ist dies nicht mehr
nötig, da der Folientransport des FoilStar in dem Moment
anhält, in dem eine Übertragung der Folie auf den
Druckbogen nicht möglich ist. Dies ist beispielweise dann der
Fall, wenn die Folie über den Greiferrand oder den
Zylinderkanal geführt wird.
Der neue FoilStar mit Taktung wird ab Herbst 2010 für
folgende Druckmaschinen verfügbar sein: Speedmaster XL 105, XL
75, CD 102 und CD 74. Die maximale Druckgeschwindigkeit liegt bei
15.000 Bogen/h.
Es besteht ebenfalls die Möglichkeit, die bereits
installierten FoilStar Module ab dem Baujahr 2007 (Generation 2)
nachträglich mit einer Taktung auszustatten und so ebenfalls
diese wichtigen Kosten- und Umweltvorteile zu realisieren. Bei
Zugrundelegung einer jährlichen Druckleistung von 4 Millionen
Bogen beispielsweise wird durch die neue Funktion der Taktung eine
Einsparung beim Folienverbrauch erreicht, die einem CO
2-Verbrauch von 133 Tonnen entspricht. Steigt die
jährliche Druckleistung auf 6 Millionen Druckbogen, liegt der
Umweltnutzen sogar bei einer Reduzierung von 200 Tonnen CO
2.
Kaltfolienveredelung - die Grundlagen der Technik für
brillante Effekte
Beim Kaltfolienauftrag mit dem FoilStar kommen zwei
Offsetdruckwerke zum Einsatz. Im ersten Druckwerk wird Folienkleber
über das Farbwerk und eine Offsetdruckplatte partiell oder
über den gesamten Bogen aufgebracht. Das zweite, eigentliche
Kaltfolienwerk verfügt über Aufnahme- und Abrollwerke zum
Auftrag der Folie. Sie wird gemeinsam mit dem Bogen in den
Druckspalt zwischen Gummituch- und Druckzylinder geführt und
durch Druck auf die mit Kleber beschichteten Partien des
Bedruckstoffs übertragen. Nach Ablösen der
Trägerfolie bleibt die Metallschicht auf dem Bogen. Durch
anschließendes Überdrucken der Folie können
vielfältige Farbnuancen erzeugt werden. Ein weiterer Vorteil:
beide Druckwerke können schnell umgerüstet werden. Diese
stehen danach sofort wieder zum Drucken zur Verfügung.
Bild 1: "FoilStar"
Die IPEX-Neuheit der Folien-Taktung kann auch bei
existierenden FoilStar Modulen nachgerüstet werden.
Bild 2: "Mit und ohne Taktung"
Links der Standard FoilStar und rechts der FoilStar mit
Taktung. Es ist deutlich zu erkennen, dass die Taktung eine
lückenlose Nutzung der Folie ermöglicht und damit sowohl
wirtschaftliche als auch ökologische Vorteile bringt.
Für weitere Informationen:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Corporate Public Relations
Dirk Henrich
Tel.: 06221 92 5910
Fax: 06221 92 5096
E-Mail:
dirk.henrich@heidelberg.com
Heidelberg auf der IPEX 2010:
Unter dem Leitmotto
HEI Performance und
HEI Value stellt Heidelberg sein umfassendes
Lösungsangebot von State-of-The-Art Technologien und Services
in den Fokus einer wirtschaftlichen und umweltgerechten Produktion
von Druckerzeugnissen. Auf der Messe zeigt das Unternehmen
praxisnah, wie Mediendienstleister, Druckereien und
Weiterverarbeiter aktuelle Markttrends aufgreifen und das eigene
Angebot erfolgreich darauf ausrichten können. Über die
gesamte Wertschöpfungskette des Bogenoffsetdrucks hinweg zeigt
Heidelberg, wie sich Geschäfts- und Produktionsprozesse
optimieren und Umweltbelastungen auf ein Minimum reduzieren lassen.
In zahlreichen Praxisvorführungen können sich
Messebesucher darüber hinaus informieren, wie sie im Bereich
von Kleinauflagen mit hochwertigen Druckanwendungen wirtschaftlich
erfolgreich sein können, wie man sich über kreative
Druckanwendungen differenzieren kann und wie sich das Internet in
die eigene Geschäftsstrategie integrieren lässt.