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Heidelberger Druckmaschinen AG
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Statement Bernhard Schreier

07.06.2005
Vorstandsvorsitzender der Heidelberger Druckmaschinen AG Bernhard Schreier auf der Bilanzpressekonferenz
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Bernhard Schreier, Vorstands- vorsitzender der Heidelberger Druckmaschinen AG anläßlich der Bilanzpressekonferenz am 7. Juni 2005
Es gilt das gesprochene Wort

Begrüßung

Highlights Geschäftsjahr 2004/2005

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

vor einem Jahr sprach ich an gleicher Stelle vom Erreichen der Trendwende für die Heidelberger Druckmaschinen AG. Anlässlich der heutigen Bilanzvorlage kann ich Fortschritt vermelden. Nach zwei Verlustjahren in den Geschäftsjahren 2002/03 und 2003/04 haben wir im Geschäftsjahr 2004/05 unsere Wettbewerbsfähigkeit gestärkt und die Ertragswende geschafft.
 
Dies zeigt sich insbesondere bei folgenden Geschäftskennzahlen gegenüber den Vorjahreswerten:

  • Wir haben das operative Ergebnis auf 167 Millionen Euro verdoppelt.
  • Den Jahresüberschuss konnten wir um rund 750 Millionen Euro auf plus
  • 61 Millionen Euro steigern.
  • Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 34 Prozent.
  • Der Gewinn pro Aktie stieg auf 0,64 Euro pro Aktie und - erstmals seit drei Jahren soll - so sieht es der Beschlussantrag zur ordentlichen Hauptversammlung am 20. Juli 2005 vor - wieder eine Dividende pro Aktie von 0,30 Euro gezahlt werden.
  • Diese Kennzahlen belegen, dass die bereits im Geschäftsjahr 2003/2004 eingeleitete und im vergangenen Geschäftsjahr abgeschlossene Neuausrichtung der Heidelberg Gruppe gegriffen hat. Die Konzentration auf das Geschäftsfeld Bogenoffsetdruck und die dazugehörigen operativen Prozessschritte von der Dateneingabe bis zum fertigen Druckprodukt haben das Unternehmen wieder zu einer verbesserten Ertragslage geführt.
Und wir wollen mehr.

  • Unser im Mai 2004 zur drupa mit über 50 Produktneuerungen überarbeitetes Lösungsangebot stärkt uns im Wettbewerb und bietet Wachstumschancen.
  • Gleichzeitig haben wir unser Kostengefüge - und damit meine ich sowohl Strukturkosten als auch Herstellkosten - auf ein wett- bewerbsfähigeres Niveau gebracht.
  • Ein Fragezeichen sehen wir allerdings noch hinter dem für unsere Geschäftsentwicklung wichtigen konjunkturellen Umfeld, ausgedrückt am jeweiligen Bruttoinlandsprodukt. Nachdem die Weltwirtschaft im Berichtsjahr floriert hatte - im Jahr 2004 wurde das höchste Wachstum seit langem erreicht - werden für die kommenden Jahre weniger robuste Zuwachsraten erwartet.
  • Darüber hinaus sind Wechselkursentwicklungen speziell im Dollar- und Yen-Raum sowie die Entwicklungen bei den Rohstoff- und Energiepreisen belastende Einflussfaktoren.
Rahmenbedingungen und Marktumfeld

Meine Damen und Herren,

wir gehen davon aus, dass die derzeitige weltweite Konjunkturent- wicklung anhalten wird und dass die Weltwirtschaft in den Jahren 2005 und 2006 weiter wächst.

Voraussichtlich werden China und die USA auch in diesen Jahren die wichtigsten Stützen für die Weltkonjunktur sein.

In Europa dürfte sich der leichte Konjunkturaufschwung fortsetzen - allerdings bleiben hier die Zuwachsraten mit Blick auf die starke Weltkonjunktur enttäuschend: Sie werden lediglich ein bis zwei Prozent betragen. Besonders unbefriedigend wird die Entwicklung wohl wieder in Deutschland sein.

Welche Auswirkungen hat die Konjunkturentwicklung auf unsere Branche?
In den Industrieländern erholt sich die Printmedien-Industrie nach drei Krisenjahren langsam wieder. Die Produktionsvolumina von Printmedien konnten 2004 erstmals wieder gesteigert werden. In den USA wird das Produktionsvolumen von Druckprodukten auch im laufenden Jahr weiter ansteigen: Nach einem Plus von 4,1 Prozent im Jahr 2004 geht die National Association of Printing Leadership (NAPL) für das Jahr 2005 von einem Zuwachs um 5,1 Prozent aus. Wir rechnen für die anderen Industrieländer ebenfalls mit einem Anstieg des Volumens, wenn auch nicht in dieser Größenordnung.

Da die Wirtschaft in den Schwellenländern weiterhin überproportional wachsen wird, wird auch die Nachfrage nach Druckprodukten entsprechend anziehen. Der Sättigungsgrad bei Druckprodukten ist in den sich entwickelnden Volkswirtschaften noch sehr gering. Druckereien in diesen Ländern besitzen eine vergleichsweise höhere Investitionsbereitschaft.

Wir werden sowohl von der weiteren Erholung der Branche in den Industrieländern profitieren als auch von dem hohen Wachstum in den Schwellenländern.

In den Industrieländern wird unsere Strategie, integrierte Lösungen anzubieten, weiter fortgesetzt. Allerdings werden wir vor allem auf dem US-Markt - ähnlich wie in diesem Jahr - mit starker japanischer Konkurrenz zu rechnen haben.

Belastend wirken sich hierbei vor allem die Wechselkurse speziell im Dollar- und Yen-Raum sowie die Entwicklungen bei den Rohstoff- und Energiepreisen aus. Diese Faktoren haben unmittelbare Folgen für die Ausrüster der Printmedien-Industrie.

In den Schwellenländern haben wir mit unserem gut aufgestellten Service- und Vertriebsnetz Wettbewerbsvorteile. Wir bedienen zum einen das Premium-Segment in diesen Märkten, werden aber in China mit günstigeren, speziell für diesen Markt entwickelten Produkten, weitere Marktpotenziale erschließen, die wir derzeit nicht bedienen.

Fazit: Alles in allem verbessern sich langsam aber nachhaltig die Bedingungen der Printmedien-Industrie.

Bevor wir weiter über die Zukunft sprechen, möchte ich kurz auf die wesentlichen Entwicklungen und Eckdaten des vergangenen Geschäftsjahres eingehen. Herr Dr. Meyer wird Ihnen später den Jahresabschluss 2004/2005 im Detail erläutern...

Hinweis: Die vollständige Rede des Vorstandvorsitzenden Bernhard Schreier können Sie sich rechts als rtf-Dokument herunterladen.
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