Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) veranstaltet am 18.
September zum zwanzigjährigen Bestehen am Standort Amstetten
einen Familientag für die Beleg- schaft. An diesem Tag
können sich - in Anwesenheit zahlreicher Ehren- gäste -
die 1.300 Mitarbeiter mit Ihren Familienangehörigen im Rahmen
von Rundgängen über die verschiedenen Arbeitsplätze
und -abläufe informie- ren. Für Bewirtung und ein buntes
Rahmenprogramm ist gesorgt. Der Vor- standsvorsitzende von
Heidelberg Bernhard Schreier, der an der Veran- staltung teilnimmt,
sagt : "Amstetten spielt in unserem Fertigungsverbund die
Rolle des Kompetenzzentrums für die Herstellung von
Kernelementen der Druckmaschinen. Mit Stolz können wir sagen,
dass Amstetten zu den modernsten und effizientesten Gießereien
Europas zählt."
Entscheidender Standort in Süddeutschland
Das Werk ist integrierter Bestandteil des Fertigungsverbundes
von Heidelberg. Zum Standort gehören die Gießerei mit
Schmelzbetrieb, Groß- und Kleingussbereiche sowie die
mechanische Fertigung zur Seitenwand- und Zylinderbearbeitung.
Amstetten ist das Kompetenzzentrum für die Herstellung von
Gussteilen und Druckmaschinen-Seitenteilen sowie
Druckmaschinen-Zylindern. Der Standort produziert neben dem
Gussteilbedarf des weltweit führenden
Druckmaschinenherstellers auch für externe Kunden wie
Maschinen-, Fahrzeug- und Gerätehersteller.
"Unser Ziel ist klar definiert: Wirtschaftliche
Herstellung von Guss in gleich bleibend hoher Qualität: Wir
begreifen das Gießen als Teil eines ganzheitlichen Prozesses,
der in der Konstruktion beginnt und sein Ziel in funktionssicheren,
wettbewerbsfähigen Endprodukten hat", erklärt Thomas
Doyon, seit Februar 2005 Leiter des Standorts Amstetten der
Heidelberger Druckmaschinen AG.
Das Dienstleistungsspektrum erstreckt sich über die
ganze Prozesskette von der gusstechnischen Beratung über den
Modellbau, den eigentlichen Form- und Gießbetrieb bis hin zur
Auslieferung geputzter und grundierter Gussteile.
Historie
Die Geschichte des Standortes beginnt 1850 mit der
Maschinenfabrik Geißlingen (MAG): Diese stellt zunächst
Müllereimaschinen, Wasserräder und Wasserturbinen her.
Bereits 1914 nimmt die MAG die Gussteilepro- duktion für die
Schnellpressenfabrik Heidelberg (1967 umfirmiert zur Heidelberger
Druckmaschinen AG) auf und steht in den folgenden Jahrzehnten
für höchste Qualität bei der Gussherstellung.
Heidelberg übernimmt 1929 die MAG. Aufgrund wachsender
Nachfrage nach Mehrfarben-Druckmaschinen entscheidet das
Unternehmen den Bau einer neuen Gießerei in Amstetten 1977.
Die offizielle Inbetriebnahme aller Produktionsanlagen erfolgt am
19. August 1985. Kontinuierlich wurde der Standort seitdem baulich
erweitert und technologisch verbessert. Zusätzlich zum
Erst-Investitionsvolumen in Höhe von 250 Millionen Euro
flossen in der Folge weitere über 200 Millionen Euro an
Investitionen.
Logistik
Der überwiegende Teil der in Amstetten gefertigten Teile
wird zwischen den Standorten Amstetten und Wiesloch, wo alle
Heidelberg Bogenoffset- maschinen montiert werden, per Bahn
transportiert. Täglich verlassen im Schnitt drei bis vier
Waggons mit 160 Tonnen Material den Standort und stehen rund
zweieinhalb Stunden später in Wiesloch zum Abladen bereit.
Ausbildung von Anfang an
Gut ausgebildete Arbeitskräfte tragen entscheidend
zum Unternehmens- erfolg bei. Die Ausbildung im Werk Amstetten ist
kunden- und prozess- orientiert aufgebaut. Mit einer
Ausbildungsquote von über neun Prozent leistet Heidelberg in
Amstetten einen wesentlichen Beitrag zur Ausbildung in der Region.
Seit 1985 hat das Unternehmen in Amstetten 800 Lehrlinge
ausgebildet. Die dokumentierte Geschichte der Ausbildung reicht bis
in die frühen Anfänge zurück.
Bild: Gießerei von Heidelberg in Amstetten
In der Großgusslinie werden Formen bis zu 1.500
Kilogramm von Gießstaplern abgegossen.
Für weitere Informationen:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Unternehmenskommunikation
Barbara Conradi
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