Eine Erfolgsstory wird fortgeschrieben
Allgemeine Daten zum Werk Wiesloch
Die Eröffnung des Wieslocher Standortes der
Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) war 1957 ein wichtiger
Meilenstein in der Geschichte des mittlerweile seit 150 Jahren
bestehenden Unterneh- mens. Im Stammwerk in Heidelberg war es zu
eng geworden, um Druck- maschinen in größeren Dimensionen
zu fertigen. Heute ist das Werk Wiesloch mit 6.900 Mitarbeitern und
einem Areal von 860.000 Quadrat- meter der größte
Produktionsstandort von insgesamt 18 Heidelberg
Produktionsstandorten weltweit und die größte und
modernste Druckmaschinenfabrik der Welt. In Wiesloch werden alle
Bogenoffset-Druckmaschinen für das Unternehmen montiert und
die dafür benötigten Kleinteile und Elektronikteile
hergestellt.
Produktionsprogramm und Beschäftigungslage
Das Geschäftsjahr 2000/2001 bescherte der Heidelberg ein
noch nie erlebtes Auftragsvolumen, das insbesondere auf die
Fachmesse drupa im Mai 2000 in Düsseldorf
zurückzuführen ist. Zudem wurde durch eine anstehende
Erhöhung der Zölle auf Einfuhren in China das
Geschäft zusätzlich gesteigert. Die Auslastung im
Wieslocher Werk stieg daraufhin im vergangenen Geschäftsjahr
auf ein Rekordniveau, was für die Mitarbeiter eine teilweise
bis zu 42,5 Stunden lange Arbeitswoche und auch zusätzliche
Samstagsarbeit bedeutete. Um den um 18 Prozent auf 5,5 Milliarden
Euro angestiegenen Auftragseingang zu bewältigen, wurden 550
neue Mitarbeiter am Standort Wiesloch eingestellt. Das Unternehmen
geht im laufenden Geschäftsjahr davon aus, den Arbeitsrhythmus
wieder auf ein normales Niveau einzupendeln.
Am Standort Wiesloch arbeiten derzeit ca. 2600 Menschen in
der Montage der Bogenoffset-Druckmaschinen und ca. 2400 in der
Fertigung (alleine 370 davon in der Elektronikfertigung). Weitere
Mitarbeiter sind im World Logistic Center, dem Ausbildungszentrum
sowie unterstützenden Service- bereichen wie Einkauf, Facility
Management, IT und Human Ressources tätig. 24 Prozent arbeiten
im Angestelltenbereich, 70 Prozent im gewerb- lichen Bereich und
sechs Prozent sind Auszubildende. Die durchschnitt- liche
Betriebszugehörigkeit von ca. 14 Jahren dokumentiert die hohe
Loyalität der Mitarbeiter gegenüber dem Unternehmen.
(Übrigens kamen von den letztes Jahr deutschlandweit 5800
Verbesserungsvorschlägen knapp 4000 aus Wiesloch.)
Pro Tag werden ca. 65 Druckwerke gefertigt, wobei eine
Druckmaschine im Schnitt über sechs Druckwerke verfügt.
Weltweit sind über 400.000 Heidelberg Druckmaschinen in
über 240.000 Druckerein im Einsatz, der größte Teil
davon stammt aus Wiesloch.
Stellenwert des Standorts
1996 arbeiteten ca. 5.900 Mitarbeiter am Standort, 2001 sind
es ca. 6.900. Schon allein dies belegt die hohe Bedeutung des
Standortes. Was die Zukunft angeht, so hat Heidelberg den Ausbau
seiner führenden Rolle als Anbieter von Offset-Print-Solutions
als eindeutiges strategisches Ziel erklärt. Das Werk Wiesloch
ist heute der Produktionsstandort für
Bogensoffset-Druckmaschinen, ihm wird deshalb auch in Zukunft eine
Schlüsselrolle zukommen. Für die Weiterentwicklung des
Standorts als moderne Fertigungsstätte sind alleine in diesem
Geschäftsjahr Investitionen von 60 Millionen Euro geplant.
Diese Summe verteilt sich hauptsächlich auf Werkzeugmaschinen,
die Elektronikfertigung, Montageeinrichtungen sowie den IT-Bereich.
Mit eingeschlossen ist ein IT-Großprojekt, das die komplette
Daten- und Telekommunikationsstruktur auf den neusten Stand bringt.
Ausbildung am Standort Wiesloch
Heidelberg bildete im vergangenen Geschäftsjahr in ganz
Deutschland rund 700 junge Menschen in 18 verschiedenen Berufen
aus. Der Standort Wiesloch bietet acht Ausbildungsberufe und drei
Studiengänge an. Den Schwerpunkt bilden Metall- und
Elektroberufe sowie Ingenieur- und Informatikausbildungen. Zur Zeit
nutzen 345 junge Menschen dieses Ausbildungsangebot in Wiesloch.
132 Auszubildende und Studenten werden im September 2001 ihre
Berufausbildung in Wiesloch beginnen. Neue Berufe ab diesem Herbst
sind Mechatroniker, Fachinformatiker, Informatikkaufmann sowie
Diplom-Ingenieur Informationstechnik. Mit 4,8 Prozent liegt die
Ausbildungsquote des Unternehmens über der des Verbands der
Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg mit 4,3
Prozent.
World Logistics Center
Im September 1999 hat Heidelberg das größte und
modernste Logistikzentrum der grafischen Industrie in Wiesloch
eröffnet. Die Investitionen beliefen sich auf ca. 45 Millionen
Euro. Das World Logistics Center (WLC) beliefert seine Kunden in
mehr als 170 Ländern mit Serviceteilen. Modernste Logistik
ermöglicht fast überall in Europa Serviceteilelieferungen
in maximal 24 Stunden. 130.000 Teile aus den Bereichen Vorstufe,
Bogen- und Rollenoffset und seit Juni auch der Weiterverarbeitung
werden im WLC gelagert; 2/3 davon werden am Standort Wiesloch
hergestellt. 95 Prozent aller Teile sind sofort lieferbar und
minimieren so kostenintensive Maschinen-Stillstandszeiten bei
Kunden auf der ganzen Welt. Momentan werden täglich bis zu
1000 Lieferungen in die ganze Welt geschickt. Über Internet
können die Kunden genau verfolgen, wo sich die Sendung gerade
befindet.
Stark im IT-Bereich
Das Werk Wiesloch ist neben der Fertigung und Montage von
Bogenoffset-Druckmaschinen auch zunehmend Standort für
IT-Projekte. Von Wiesloch aus wurde beispielsweise die
Einführung von SAP in den Vertriebsnieder- lassungen
organisiert. Auch den "Heidelberg Client", eine neue
standardi- sierte und ausbaufähige Kommunikationsplattform
koordinieren Mitarbeiter aus Wiesloch. 15.000 PC-Nutzer weltweit
werden bis zum Sommer 2002 mit dem neuen System ausgestattet.
Insgesamt arbeiten ca. 240 Mitarbeiter in Wiesloch im IT-Bereich.
Umweltverantwortung
Um die Umweltpolitik der Heidelberg Gruppe in allen Bereichen
konsequent umzusetzen und die erreichten Umweltstandards weiter
auszubauen, ist ein leistungsfähiges Umweltmanagementsystem
unverzichtbar. Das Umweltmanagementsystem des Standortes Wiesloch
ist bereits 1998 nach der EG-Öko-Audit-Verordnung EMAS
validiert worden. Letzte Woche wurde es erfolgreich nach der
international gültigen Umweltnorm ISO 14001 auditiert und wird
in Kürze das Umweltzertifikat erhalten.
Für weitere Informationen:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Unternehmenskommunikation
Thomas Fichtl
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