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Linoprint - ein Innovationsprojekt der Heidelberger Druckmaschinen AG - präsentiert modulares Drop-on-Demand-System zur interpack

21.04.2008


Mit Linoprint geht eine neue Drop-on-Demand-Technologie für das individuelle Dekorieren und Kennzeichnen von Faltschachteln, Etiketten und Blistern an den Start.

Das Linoprint-System wurde im Rahmen eines Innovationsprojektes der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) entwickelt und arbeitet in einer Auflösung von bis zu 720 dpi. Besondere Vorteile des digitalen Drucksystems sind seine Flexibilität und seine unkomplizierte Anwendung. Die modular aufgebauten Linoprint-Systeme lassen sich in bestehende Anlagen ebenso integrieren wie in neue. Sie adressieren im ersten Schritt insbesondere Unternehmen der Pharma-, Kosmetik- und Getränkeindustrie sowie Verpackungsunternehmen und Anbieter von Verpackungslinien. Linoprint ist auf der interpack 2008 vom 24. bis 30. April in Düsseldorf in Halle 12 Stand D21 zu finden.

Die Drop-on-Demand-Systeme zielen auf ein anderes Marktsegment als die Bogenoffset-Drucklösungen von Heidelberg. Weil dieses Segment eine flexible Ausrichtung auf Projekt- und Projektierungsgeschäfte verlangt, präsentiert sich Linoprint mit einem eigenen Auftritt. Das Technologie-Know-how stammt zu hundert Prozent von Heidelberg. Linoprint richtet seinen Vertrieb und Service in erster Linie am Bedarf der Unternehmen aus, die Faltschachteln, Etiketten oder Blisterfolien zum Verpacken ihrer Produkte verwenden. Dieses Konzept verlangt eine große Flexibilität und schnelles Reagieren auf die individuellen Anforderungen der Kunden. Linoprint nutzt das weltweit bewährte Netzwerk von Heidelberg für die logistische Unterstützung. Vertrieb und Service werden direkt von Linoprint, externen Distributoren und Partnerunternehmen geleistet.

Erste Vorserienprodukte sind für Ende 2008 geplant. Auf der interpack zeigt Linoprint Technologiestudien seiner Drucksysteme und testet damit gezielt den Markt. "In Vorgesprächen haben wir gesehen, dass es ein großes Interesse an unserem System gibt", erklärt Karl-Heinz Walther, der für das Marketing und den Vertrieb von Linoprint verantwortlich ist. "Der besondere Vorteil von Linoprint liegt darin, dass wir bei der Planung von Anfang an eng mit den Verpackungsmaschinenherstellern zusammenarbeiten. Wir sehen uns genau an, wo wir unsere Druckmodule am sinnvollsten in den Produktionsablauf einpassen können. Und wir fragen diejenigen, die die Anlagen bedienen und steuern, welche Besonderheiten es bei ihren Produktionslinien gibt. Das Wissen und die Erfahrung der Praktiker sind für uns ungeheuer wichtig." Mit einem großen Verpackungsunternehmen wurde bereits eine Kooperation vereinbart, mit weiteren ist Linoprint im Gespräch.

Gut drei Jahre hat das Team aus Druckexperten und Entwicklern an der Technologie für die neuen Produkte gearbeitet. Die digitalen Systeme wurden auf Basis der Steuerungstechnologie entwickelt, die Heidelberg beim Bau seiner Computer-to-Plate-Belichter verwendet. Daraus ist ein leistungsfähiges, modulares Drop-on-Demand-System entstanden, das sich in jede gängige Verpackungsanlage integrieren lässt. Das Linoprint-System verarbeitet variable Daten, so dass die Druckmotive ohne Unterbrechung des Produktionsablaufs verändert werden können: Inline und just in time lassen sich unterschiedliche Sprachvarianten oder produktionsnahe Daten wie Haltbarkeitsdatum, Serien- und Chargennummern, Barcodes oder DataMatrix-Codes in hoher Qualität eindrucken.

Die Linoprint-Technologie bietet die Möglichkeit, selbst kleinste Chargen bis zur Losgrösse 1 individuell zu bedrucken. Durch speziell optimierte Farben (Inks) lässt sich das Verfahren bei unterschiedlichsten Substraten einsetzen. Eine weitere wesentliche Innovation besteht in der Skalierbarkeit der Linoprint-Drucksysteme: Durch das Hinter- oder Nebeneinanderschalten mehrerer Druckmodule lassen sich Druckbreite, -geschwindigkeit und sogar die Auflösung für die unterschiedlichsten Anforderungen anpassen. Eine weitere Besonderheit von Linoprint: Das Drucksystem lässt sich an jeder Stelle in die Produktionslinie integrieren, wenn gewünscht auch nach dem Befüllen der Verpackung.

Die Linoprint-Drucksysteme setzen sich aus zwei Elementen zusammen: der Druckeinheit und der Steuerungssoftware, die individuell angepasst wird. Die Druckeinheit besteht aus Druckkopf, Reinigungseinheit und Trockner. 'Linospot', die Version für den Einfarbdruck, steht für den Blisterfoliendruck kurz vor der Produktreife. Etiketten- und Faltschachteleindruck werden in absehbarer Zeit möglich sein. Mithilfe einer speziell optimierten Rastertechnologie lassen sich beliebige Grautöne erzeugen, und auch Sonderfarben sind möglich. Die Linoprint-Entwickler arbeiten außerdem bereits an der Vier-Farben-Druckeinheit Linocolor.

Mit Linoprint entstehen vollkommen neue Spielräume für die Verpackungsgestaltung: Wo bisher häufig die Ästhetik hinter Kostenaspekten oder der logistischen Machbarkeit zurückstehen musste, verbindet das Linoprint-System hochwertigen Druck mit der Möglichkeit, die Druckmotive in jeder gewünschten Losgrösse auszutauschen. Blisterfolien mit genauen Angaben zu Produktionsort und -zeit sind damit ebenso möglich wie die individuelle Angabe von Inhaltsstoffen auf einer Kosmetikverpackung in verschiedenen Sprachen oder das Bedrucken von Etiketten mit tagesaktuellen Meldungen.

Weitere Informationen zu Linoprint - Technology by HEIDELBERG liegen unter www.linoprint.de bereit.

Weitere Informationen für Journalisten:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Unternehmenskommunikation
Matthias Hartung
Tel.: +49 (0)6221 92 50 77
Fax: +49 (0)6221 9299 50 77
E-Mail: matthias.hartung@heidelberg.com

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