Mit Linoprint geht eine neue Drop-on-Demand-Technologie für
das individuelle Dekorieren und Kennzeichnen von Faltschachteln,
Etiketten und Blistern an den Start.
Das Linoprint-System wurde im Rahmen eines
Innovationsprojektes der Heidelberger Druckmaschinen AG
(Heidelberg) entwickelt und arbeitet in einer Auflösung von
bis zu 720 dpi. Besondere Vorteile des digitalen Drucksystems sind
seine Flexibilität und seine unkomplizierte Anwendung. Die
modular aufgebauten Linoprint-Systeme lassen sich in bestehende
Anlagen ebenso integrieren wie in neue. Sie adressieren im ersten
Schritt insbesondere Unternehmen der Pharma-, Kosmetik- und
Getränkeindustrie sowie Verpackungsunternehmen und Anbieter
von Verpackungslinien. Linoprint ist auf der interpack 2008 vom 24.
bis 30. April in Düsseldorf in Halle 12 Stand D21 zu finden.
Die Drop-on-Demand-Systeme zielen auf ein anderes
Marktsegment als die Bogenoffset-Drucklösungen von Heidelberg.
Weil dieses Segment eine flexible Ausrichtung auf Projekt- und
Projektierungsgeschäfte verlangt, präsentiert sich
Linoprint mit einem eigenen Auftritt. Das Technologie-Know-how
stammt zu hundert Prozent von Heidelberg. Linoprint richtet seinen
Vertrieb und Service in erster Linie am Bedarf der Unternehmen aus,
die Faltschachteln, Etiketten oder Blisterfolien zum Verpacken
ihrer Produkte verwenden. Dieses Konzept verlangt eine große
Flexibilität und schnelles Reagieren auf die individuellen
Anforderungen der Kunden. Linoprint nutzt das weltweit
bewährte Netzwerk von Heidelberg für die logistische
Unterstützung. Vertrieb und Service werden direkt von
Linoprint, externen Distributoren und Partnerunternehmen geleistet.
Erste Vorserienprodukte sind für Ende 2008 geplant. Auf
der interpack zeigt Linoprint Technologiestudien seiner
Drucksysteme und testet damit gezielt den Markt. "In
Vorgesprächen haben wir gesehen, dass es ein großes
Interesse an unserem System gibt", erklärt Karl-Heinz
Walther, der für das Marketing und den Vertrieb von Linoprint
verantwortlich ist. "Der besondere Vorteil von Linoprint liegt
darin, dass wir bei der Planung von Anfang an eng mit den
Verpackungsmaschinenherstellern zusammenarbeiten. Wir sehen uns
genau an, wo wir unsere Druckmodule am sinnvollsten in den
Produktionsablauf einpassen können. Und wir fragen diejenigen,
die die Anlagen bedienen und steuern, welche Besonderheiten es bei
ihren Produktionslinien gibt. Das Wissen und die Erfahrung der
Praktiker sind für uns ungeheuer wichtig." Mit einem
großen Verpackungsunternehmen wurde bereits eine Kooperation
vereinbart, mit weiteren ist Linoprint im Gespräch.
Gut drei Jahre hat das Team aus Druckexperten und Entwicklern
an der Technologie für die neuen Produkte gearbeitet. Die
digitalen Systeme wurden auf Basis der Steuerungstechnologie
entwickelt, die Heidelberg beim Bau seiner
Computer-to-Plate-Belichter verwendet. Daraus ist ein
leistungsfähiges, modulares Drop-on-Demand-System entstanden,
das sich in jede gängige Verpackungsanlage integrieren
lässt. Das Linoprint-System verarbeitet variable Daten, so
dass die Druckmotive ohne Unterbrechung des Produktionsablaufs
verändert werden können: Inline und just in time lassen
sich unterschiedliche Sprachvarianten oder produktionsnahe Daten
wie Haltbarkeitsdatum, Serien- und Chargennummern, Barcodes oder
DataMatrix-Codes in hoher Qualität eindrucken.
Die Linoprint-Technologie bietet die Möglichkeit, selbst
kleinste Chargen bis zur Losgrösse 1 individuell zu bedrucken.
Durch speziell optimierte Farben (Inks) lässt sich das
Verfahren bei unterschiedlichsten Substraten einsetzen. Eine
weitere wesentliche Innovation besteht in der Skalierbarkeit der
Linoprint-Drucksysteme: Durch das Hinter- oder
Nebeneinanderschalten mehrerer Druckmodule lassen sich Druckbreite,
-geschwindigkeit und sogar die Auflösung für die
unterschiedlichsten Anforderungen anpassen. Eine weitere
Besonderheit von Linoprint: Das Drucksystem lässt sich an
jeder Stelle in die Produktionslinie integrieren, wenn
gewünscht auch nach dem Befüllen der Verpackung.
Die Linoprint-Drucksysteme setzen sich aus zwei Elementen
zusammen: der Druckeinheit und der Steuerungssoftware, die
individuell angepasst wird. Die Druckeinheit besteht aus Druckkopf,
Reinigungseinheit und Trockner. 'Linospot', die Version
für den Einfarbdruck, steht für den Blisterfoliendruck
kurz vor der Produktreife. Etiketten- und Faltschachteleindruck
werden in absehbarer Zeit möglich sein. Mithilfe einer
speziell optimierten Rastertechnologie lassen sich beliebige
Grautöne erzeugen, und auch Sonderfarben sind möglich.
Die Linoprint-Entwickler arbeiten außerdem bereits an der
Vier-Farben-Druckeinheit Linocolor.
Mit Linoprint entstehen vollkommen neue Spielräume
für die Verpackungsgestaltung: Wo bisher häufig die
Ästhetik hinter Kostenaspekten oder der logistischen
Machbarkeit zurückstehen musste, verbindet das
Linoprint-System hochwertigen Druck mit der Möglichkeit, die
Druckmotive in jeder gewünschten Losgrösse auszutauschen.
Blisterfolien mit genauen Angaben zu Produktionsort und -zeit sind
damit ebenso möglich wie die individuelle Angabe von
Inhaltsstoffen auf einer Kosmetikverpackung in verschiedenen
Sprachen oder das Bedrucken von Etiketten mit tagesaktuellen
Meldungen.
Weitere Informationen zu Linoprint - Technology by
HEIDELBERG liegen unter
www.linoprint.de bereit.
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Heidelberger Druckmaschinen AG
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