Viele Mädchen nutzten die Möglichkeit, Facharbeiterinnen
und weibliche Azubis mit ihren Fragen rund um die Arbeit in der
größten Druckmaschinenfabrik der Welt zu löchern.
"Aus Gründen der Nachwuchssicherung ist uns sehr daran
gelegen, das Interesse der Mädchen für technische
Ausbildungsberufe zu wecken", so Christian Beck,
zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der
Beruflichen Bildung bei Heidelberg. "Noch immer bewerben sich
vergleichsweise wenige Schulabgängerinnen bei uns. Dabei
hätten sie gute Chancen, ihren beruflichen Werdegang bei uns
zu beginnen. Schließlich haben Mädchen im Schnitt die
besseren Schulabschlüsse", weiß Beck.
Im Ausbildungszentrum konnten die Mädchen ihr
technisches Verständnis und handwerkliches Geschick beweisen.
In Workshops fertigten sie einen Notizzettelhalter aus
Aluminiumblech. Da wurde gefeilt, gefräst, gebogen. Und
gestaunt: "Es ist toll zu sehen, was man aus einem Stück
Blech so machen kann und was zum Beispiel die Industriemechaniker
alles drauf haben", berichtet Nadja (16), die sich noch nie
vorstellen konnte einen "Bürojob" zu erlernen.
"Allerdings interessiert mich auch das Arbeiten an
Elektronikbauteilen. Deshalb werde ich mich auch um einen
Ausbildungsplatz als Mechatronikerin bewerben. Eine tolle
Kombination aus Mechanik und Elektronik."
Als am Ende der Veranstaltung die Mädchen die Werkstore
der Druckmaschinenfabrik hinter sich ließen, wäre so
manche Teilnehmerin - beeindruckt, von einem ereignisreichen Tag -
gerne dageblieben. Doch bis zum Ausbildungsbeginn sind für die
meisten noch einige Hürden zu nehmen. Nicht nur, einen guten
Schulabschluss zu machen. Sofie (15) zum Beispiel hat erst einmal
ein ganz anderes Problem: "Ich muss meine Eltern davon
überzeugen, dass auch ein Mädchen ein guter Drucker sein
kann!"
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Heidelberger Druckmaschinen AG
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