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120 Mädchen informierten sich am "Girls' Day" in Wiesloch bei Heidelberger Druckmaschinen über technische Berufe

28.04.2006


Im Rahmen des "Girls' Day" besuchten am 27. April 2006 120 Mädchen das Ausbildungszen-
trum des Standortes Wiesloch der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg). Hier werden überwiegend junge Männer ausgebildet. Nicht, weil junge Männer im Bewerbungsver-
fahren besser sind als Mädchen. Vielmehr bewerben sich zu wenige Schülerinnen auf die dort angebotenen technischen Ausbildungsberufe. Ein Umstand, den man bei Heidelberg durch die Teilnahme am "Mädchen Zukunftstag" ändern möchte.


Heidelberger Druckmaschinen nahm bereits zum dritten Mal an der bundesweiten Aktion "Girls' Day" teil. Das Projekt, das vom Bund gefördert wird, bietet Schülerinnen Einblick in Berufsfelder, die Mädchen im Prozess der Berufsbildung nur selten in Betracht ziehen. Bundesweit öffneten vergangenen Donnerstag rund 7.000 Unternehmen ihre Tore für Schülerinnen der Klassen fünf bis zehn.

Nachdem die Mädchen die Werkstore von Heidelberger Druckmaschinen passiert hatten, tauchten die Schülerinnen, überwiegend Töchter von Betriebsangehörigen, ein in die Welt der Druckmaschinen. Bei einem Rundgang durch eine der riesigen Montagehallen konnten sie Eindrücke von technischen Berufen wie Industriemechaniker, Elektroniker, Mechatroniker, Drucker, Technischer Zeichner oder Ingenieur sammeln.
Viele Mädchen nutzten die Möglichkeit, Facharbeiterinnen und weibliche Azubis mit ihren Fragen rund um die Arbeit in der größten Druckmaschinenfabrik der Welt zu löchern. "Aus Gründen der Nachwuchssicherung ist uns sehr daran gelegen, das Interesse der Mädchen für technische Ausbildungsberufe zu wecken", so Christian Beck, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Beruflichen Bildung bei Heidelberg. "Noch immer bewerben sich vergleichsweise wenige Schulabgängerinnen bei uns. Dabei hätten sie gute Chancen, ihren beruflichen Werdegang bei uns zu beginnen. Schließlich haben Mädchen im Schnitt die besseren Schulabschlüsse", weiß Beck.
Im Ausbildungszentrum konnten die Mädchen ihr technisches Verständnis und handwerkliches Geschick beweisen. In Workshops fertigten sie einen Notizzettelhalter aus Aluminiumblech. Da wurde gefeilt, gefräst, gebogen. Und gestaunt: "Es ist toll zu sehen, was man aus einem Stück Blech so machen kann und was zum Beispiel die Industriemechaniker alles drauf haben", berichtet Nadja (16), die sich noch nie vorstellen konnte einen "Bürojob" zu erlernen. "Allerdings interessiert mich auch das Arbeiten an Elektronikbauteilen. Deshalb werde ich mich auch um einen Ausbildungsplatz als Mechatronikerin bewerben. Eine tolle Kombination aus Mechanik und Elektronik."

Als am Ende der Veranstaltung die Mädchen die Werkstore der Druckmaschinenfabrik hinter sich ließen, wäre so manche Teilnehmerin - beeindruckt, von einem ereignisreichen Tag - gerne dageblieben. Doch bis zum Ausbildungsbeginn sind für die meisten noch einige Hürden zu nehmen. Nicht nur, einen guten Schulabschluss zu machen. Sofie (15) zum Beispiel hat erst einmal ein ganz anderes Problem: "Ich muss meine Eltern davon überzeugen, dass auch ein Mädchen ein guter Drucker sein kann!"

Für weitere Informationen:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Unternehmenskommunikation
Thomas Fichtl  
Tel.: +49 (0)6221 92 47 47
Fax: +49 (0)6221 92 50 69
E-Mail: thomas.fichtl@heidelberg.com

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