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Auftragseingang liegt mit 786 Mio. Euro um 43 Prozent
deutlich über Vorjahr
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Umsatz konnte auf 563 Mio. Euro leicht gesteigert werden
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Auftragsbestand mit 810 Mio. Euro auf höchstem Niveau
seit 18 Monaten
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Betriebsergebnis deutlich verbessert, aber ohne
Sondereinflüsse mit minus 35 Mio. Euro noch negativ
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Positiver Free Cashflow von 62 Mio. Euro
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Asien und Lateinamerika legen weiter zu
Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg)
veröffentlicht die Geschäftszahlen für das erste
Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 (1. April bis 30. Juni
2010). Die insgesamt günstigeren wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen haben sich positiv auf die
Geschäftsentwicklung ausgewirkt. So stieg im Berichtsquartal
die Investitionsbereitschaft der Kunden von Heidelberg, was dazu
führte, dass der Konzern bei den Auftragseingängen den
Aufwärtstrend der Vorquartale fortsetzen konnte.
Der
Auftragseingang lag im ersten Quartal 2010/11 mit 786 Mio.
Euro um 43 Prozent über dem Vorjahreswert (550 Mio. Euro) und
um 16 Prozent über dem Vorquartal (678 Mio. Euro). Dazu
beigetragen haben neben positiven Währungseffekten in
Höhe von rund 45 Mio. Euro das hohe Bestellvolumen der im Mai
2010 stattgefundenen Fachmesse IPEX sowie die günstige
Geschäftsentwicklung vor allem in China und Brasilien.
Durch den positiven Bestelleingang hat sich der
Auftragsbestand des Heidelberg-Konzerns deutlich verbessert
und lag zum Ende des ersten Quartals bei 810 Mio. Euro. Damit
erreichte dieser Wert den höchsten Stand seit sechs Quartalen.
In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres
konnte Heidelberg
Umsätze in Höhe von 563 Mio. Euro erzielen;
hiervon entfallen etwa 36 Mio. Euro auf Währungseffekte. Das
entspricht währungsbereinigt einem Anstieg um 3 Prozent
gegenüber dem Vorjahreswert von 514 Mio. Euro.
"Die Markterholung hat sich im ersten Quartal fortgesetzt und
den Aufwärtstrend bei Auftragseingang und Umsatz
unterstützt", sagte Bernhard Schreier, Vorstandsvorsitzender
des Unternehmens. "Zusammen mit den erreichten
Kostensenkungsmaßnahmen haben wir daher den operativen Verlust
deutlich reduziert."
Das
betriebliche Ergebnis ohne Sondereinflüsse konnte im
Vergleich zum Vorjahr auf minus 35 Mio. Euro von minus 63 Mio. Euro
deutlich verbessert werden. Hier machten sich der leicht gestiegene
Umsatz sowie die Einsparungen aus dem Kostensenkungsprogramm und
der Effizienzsteigerung im Rahmen der Neuorganisation bemerkbar.
Weil ein Teil der im Vorjahr gebildeten Rückstellung für
die Effizienzsteigerung nach der Einigung zwischen Unternehmen und
Belegschaftsvertretern aufgelöst werden konnte, ergab sich bei
den
Sondereinflüssen ein Ertrag von 15 Mio. Euro. Dies
führte per Saldo zu einem betrieblichen Ergebnis nach
Sondereinflüssen von minus 20 Mio. Euro. Aufgrund der
gestiegenen Finanzierungskosten lag das
Finanzergebnis bei minus 35 Mio. Euro (Vorjahr: minus 22
Mio. Euro). Das
Ergebnis vor Steuern verbesserte sich im ersten Quartal auf
minus 56 Mio. Euro (Vorjahr: minus 86 Mio. Euro). Das
Ergebnis nach Steuern betrug im Berichtszeitraum minus 52
Mio. Euro (Vorjahr: minus 69 Mio. Euro).
Im ersten Quartal erzielte Heidelberg einen positiven
Free Cashflow in Höhe von 62 Mio. Euro. Damit
fällt dieser deutlich besser aus als im Vorjahresquartal, wo
er noch bei minus 29 Mio. Euro lag. Die positive Entwicklung ist
insbesondere auf die weitere Verbesserung des Net Working Capital
und auf das strikte Asset-Management zurückzuführen.
"Das erneut verbesserte operative Ergebnis und der
gesteigerte Free Cashflow sind Beleg dafür, dass wir uns auf
dem richtigen Weg befinden, um Heidelberg wieder in eine stabile
und profitable Zukunft zu führen", sagte Dirk Kaliebe,
Finanzvorstand des Unternehmens. "Durch die Ende Juli von der
Hauptversammlung beschlossene Kapitalerhöhung kann Heidelberg
seinen Spielraum hinsichtlich anderer Refinanzierungsmaßnahmen
erweitern und dadurch die eigene Flexibilität stärken.
Davon werden Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter
gleichermaßen profitieren."
Die
Mitarbeiterzahl ging im ersten Quartal 2010/11 um weitere
278 Personen zurück: Zum 30. Juni 2010 waren damit weltweit
16.218 Mitarbeiter im Heidelberg-Konzern beschäftigt.
Geschäftsergebnisse in den Sparten
Seit dem 1. April 2010 teilt der Heidelberg-Konzern sein
Geschäft in die Sparten "Heidelberg Equipment", "Heidelberg
Services" und "Heidelberg Financial Services" ein. Durch diese neue
Unternehmensstruktur wird das Leistungsangebot für die Kunden
zielgerichteter vermarktet und effizient bereitgestellt. Neben dem
traditionell starken Neumaschinengeschäft sollen
Dienstleitungen und Verbrauchsmaterialien weiter in den Fokus
rücken.
Die Sparte
Heidelberg Equipment profitierte im Berichtszeitraum
insbesondere vom erfolgreichen Verlauf der Branchenmesse IPEX. Die
Auftragseingänge verbesserten sich mit 501 Mio. Euro
währungsbereinigt um 57 Prozent gegenüber dem
Vorjahresquartal (Vorjahr: 301 Mio. Euro). Die Umsätze stiegen
im Vorjahresvergleich um 7 Prozent (währungsbereinigt: 1
Prozent) auf 297 Mio. Euro. Das Ergebnis der betrieblichen
Tätigkeit ohne Sondereinflüsse fiel im ersten Quartal mit
minus 48 Mio. Euro (Vorjahr: minus 53 Mio. Euro) noch negativ aus.
Positiv machten sich auch hier die erreichten Einsparungen aus dem
Kostensenkungsprogramm und der Neuorganisation bemerkbar.
Die Sparte
Heidelberg Services ist weniger konjunkturabhängig als
die Sparte Heidelberg Equipment und war deshalb in der
Vergangenheit nicht so stark vom Auftragsrückgang betroffen.
Dennoch konnten sowohl die Auftragseingänge als auch die
Umsätze in der Sparte Heidelberg Services gegenüber dem
Vorjahresquartal gesteigert werden: Die Auftragseingänge
legten um 15 Prozent (währungsbereinigt: 8 Prozent) auf 280
Mio. Euro zu und die Umsätze stiegen um 13 Prozent
(währungsbereinigt: 5 Prozent) auf 261 Mio. Euro. Das Ergebnis
der betrieblichen Tätigkeit ohne Sondereinflüsse
verbesserte sich mit 10 Mio. Euro deutlich gegenüber dem
Vorjahr (minus 11 Mio. Euro). Dabei konnte Heidelberg von einem
günstigeren Umsatzmix, der Umsatzsteigerung sowie der
gesenkten Kostenbasis profitieren.
In der Sparte
Heidelberg Financial Services werden nach wie vor die
gesamten Aktivitäten Heidelbergs im Bereich der
Absatzfinanzierung gebündelt. Im Berichtsquartal konnte hier
erneut ein positives Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit
erwirtschaftet werden, das mit 3 Mio. Euro höher ausfiel als
im Vorjahresquartal (1 Mio. Euro).
Asien und Lateinamerika legen weiter zu
Die Auftragseingänge konnten im ersten Quartal in allen
Regionen gesteigert werden. Dabei wurden die Regionen, wie
sie in der externen Berichterstattung gezeigt werden, an die
interne Vertriebs¬struktur angepasst. Hierzu wurden die
baltischen Märkte und Finnland von Europe, Middle East and
Africa nach Eastern Europe sowie Mexiko von Latin America nach
North America umgegliedert. Die Vorjahreszahlen wurden
dementsprechend angepasst.
In der Region
Europe, Middle East & Africa verbesserten sich die
Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahresquartal um 39
Prozent auf 316 Mio. Euro (Vorjahr: 227 Mio. Euro). Durch den
erfolgreichen Verlauf der IPEX konnten in Großbritannien die
Bestelleingänge sogar verdoppelt werden. Auch in Deutschland
hat die Investitionsbereitschaft der Kunden wieder zugenommen. In
der Region
Eastern Europe wiesen die Bestelleingänge im Vergleich
zum Vorjahr sogar einen Zuwachs von 59 Prozent auf 84 Mio. Euro aus
(Vorjahr: 53 Mio. Euro). In der Region
Latin America haben sich die Auftragseingänge mit 44
Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt (Vorjahr: 19
Mio. Euro). Grund hierfür ist die positive Entwicklung im
Markt Brasilien, die zusätzlich durch die Bestelleingänge
auf der Fachmesse ExpoPrint Latin America 2010 in Sao Paulo
begünstigt wurde. In der Region
North America verbesserten sich die Auftragseingänge
währungsbereinigt nur um 7 Prozent auf 80 Mio. Euro (Vorjahr:
66 Mio. Euro). Besonders stark stiegen die Bestelleingänge in
der Region
Asia/Pacific, die im ersten Quartal mit 262 Mio. Euro den
höchsten Wert seit fünf Jahren erreichte. Der
Vorjahreswert wurde damit um 42 Prozent übertroffen (Vorjahr:
185 Mio. Euro). Erreicht wurde dies einerseits durch die nach wie
vor günstige Entwicklung in China. Zusätzlich konnten
auch viele kleinere Märkte, wie beispielsweise Indien,
deutlich zulegen.
"In China boomt die Wirtschaft weiterhin mit teilweise
zweistelligen Zuwachsraten", sagte Bernhard Schreier. "China und
Brasilien sind für uns sehr attraktive Wachstumsmärkte,
in denen wir unseren Umsatzanteil in den nächsten Jahren
weiter ausbauen wollen."
Ausblick
Für das laufende Geschäftsjahr 2010/11 rechnet
Heidelberg mit einem moderaten Umsatzwachstum. Von den steigenden
Deckungsbeiträgen und den bisher erreichten Einsparungen wird
das operative Ergebnis profitieren: Im laufenden Geschäftsjahr
strebt das Unternehmen bei stabiler Konjunkturentwicklung nach wie
vor ein ausgeglichenes operatives Ergebnis an. In der
Geschäftsjahresplanung ist bei der Betrachtung der
Konjunkturentwicklung auch ein entsprechender Produktmix in den
jeweiligen Märkten berücksichtigt. Die gestiegenen
Finanzierungskosten werden das Finanzergebnis aber weiter stark
belasten. Daher ist im laufenden Geschäftsjahr erneut ein
deutlicher Jahresfehlbetrag zu erwarten.
Weitere Informationen erhalten Sie unter:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Investor Relations
Andreas Trösch
Tel: +49 (0)6221- 92 6020
Fax: +49 (0)6221- 92 5189
E-mail:
Andreas.Troesch@Heidelberg.com
Heidelberger Druckmaschinen
Ein Technologieunternehmen und Partner der
Printmedien-Industrie
Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) ist mit ihren
Bogenoffset-Druckmaschinen einer der inter-national führenden
Lösungsanbieter für die Printmedien-Industrie. Der Name
Heidelberg steht weltweit für Spitzentechnologie,
Topqualität und Kundennähe. Das Kerngeschäft des
Technologiekonzerns umfasst die vollständige Prozess- und
Wertschöpfungskette der Formatklassen 35 x 50 cm bis 121 x 162
cm im Bogenoff-setdruck.
Das Unternehmen entwickelt und produziert
Präzisionsdruckmaschinen, Geräte zur
Druckplattenbebilderung, zur Druckweiterverarbeitung sowie Software
zur Integration aller Prozesse in einer Druckerei. Dabei kommt dem
Umweltschutz eine nachhaltige Bedeutung zu. Den Ressourcenverbrauch
sowie Emissionen und Abfälle reduzieren Maßnahmen in der
Entwicklung, der Produktion und bei der Nutzung von Druckmaschinen.
Zudem umfasst das Portfolio von Heidelberg Service- und
Beratungsleistungen von der Ersatzteilversorgung über
Verbrauchsmaterialien und den Vertrieb von Gebrauchtmaschinen bis
zum Schulungsangebot der Print Media Academy.
Das Unternehmen mit Hauptsitz in Heidelberg, Deutschland, und
Entwicklungs- und Produktionsstandorten in sieben Ländern
betreut mit rund 250 Vertriebsniederlassungen weltweit rund 200.000
Kunden. Sämtliche Druck-maschinen von Heidelberg für den
Weltmarkt werden am Standort Wiesloch-Walldorf unter strengen
Qualitäts-vorgaben hergestellt. Standardisierte Druckmaschinen
für alle gängigen Formatklassen sowie Falzmaschinen
für den chinesischen Markt fertigt Heidelberg in Qingpu bei
Shanghai.
Weltweit entstehen auf Heidelberg-Maschinen
Qualitätsdrucksachen wie Visitenkarten, Broschüren,
Plakate oder Faltschachteln.
Im Geschäftsjahr 2009/2010 verzeichnete das Unternehmen
einen Umsatz von 2,306 Milliarden Euro. Am 31. März 2010
beschäftigte die Heidelberg-Gruppe weltweit 16.496
Mitarbeiter, darunter 700 Auszubildende.
Wichtiger Hinweis:
Diese Presseerklärung enthält in die Zukunft
gerichtete Aussagen, welche auf Annahmen und Schätzungen der
Unternehmensleitung der Heidelberger Druckmaschinen
Aktiengesellschaft beruhen. Auch wenn die
Unter¬nehmens¬leitung der Ansicht ist, dass diese
Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, können die
künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen
tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und
Schätzungen aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich
abweichen. Zu diesen Faktoren können beispielsweise die
Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Lage, der Wechselkurse
und der Zinssätze sowie Veränderungen innerhalb der
grafischen Industrie gehören. Die Heidelberger Druckmaschinen
Aktiengesellschaft übernimmt keine Gewäh¬rleistung
und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung
und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit
den in dieser Presseerklärung geäußerten Annahmen
und Schätzungen übereinstimmen werden.