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Geschäftsjahr 2008/2009: Heidelberg legt Neun-Monatszahlen vor

03.02.2009


Maßnahmen zur Kostensenkung greifen

  • Auftragseingang im dritten Quartal wegen Finanzmarktkrise in allen Regionen rückläufig
  • Umsatz im dritten Quartal mit 750 Millionen Euro um rund 19 Prozent unter Vorjahr
  • Kostensenkungsmaßnahmen greifen - operatives Betriebsergebnis im dritten Quartal erstmalig im Geschäftsjahr 2008/2009 ausgeglichen
  • Nahezu ausgeglichener Free Cash Flow im dritten Quartal
  • Unsichere Wirtschaftslage lässt keinen gesicherten Ausblick zu
Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) veröffentlicht die Geschäftszahlen für die ersten neun Monate (1. April bis 31. Dezember 2008) des Geschäftsjahres 2008/2009. Das Unternehmen erzielte im dritten Quartal trotz eines schwächeren Geschäftsverlaufes erstmals im laufenden Geschäftsjahr dank der eingeleiteten Sparmaßnahmen ein ausgeglichenes Betriebsergebnis. Der Umsatz der Heidelberg Gruppe lag von Oktober bis Dezember 2008 bei 750 Millionen Euro (Vorjahr: 929 Millioen Euro). Das betriebliche Ergebnis ohne Sondereinflüsse war im gleichen Zeitraum ausgeglichen (Vorjahr: 81 Millionen Euro). Die schlechten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Finanzmarktkrise belasteten das Geschäft insgesamt und haben zu einem weiteren Rückgang der Auftragseingänge auf 560 Millionen Euro im dritten Quartal geführt (Vorjahr: 958 Millionen Euro).
 
"Die Finanzmarktkrise hat den Maschinenbausektor Ende 2008 ausgebremst", sagte Bernhard Schreier, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. "Die Investitionen sind stark rückläufig, weil unsere Kunden von einem geringeren Kapazitätsbedarf ausgehen und verunsichert sind. Zurzeit hilft uns vor allem unser striktes Kostenmanagement, das wir rechtzeitig eingeleitet haben. Wir haben die Personalkosten unter anderem durch Kurzarbeit in allen Bereichen angepasst, die Produktion gedrosselt, Verwaltungsstrukturen gestrafft und unsere Investitionen sowie die Ausgaben für Forschung und Entwicklung reduziert. Diese Effekte machen sich in der aktuell schwierigen Situation positiv bemerkbar. Heidelberg ist solide aufgestellt und finanziert. Wir haben mit dem Maßnahmenpaket frühzeitig auf die aktuelle Wirtschaftskrise reagiert."
 
Bereits Mitte 2008 hatte Heidelberg ein Maßnahmenpaket zur Kostenreduzierung verabschiedet und aufgrund der wirtschaftlichen Situation Ende Oktober 2008 ausgeweitet sowie dessen Umsetzung beschleunigt. Insgesamt wird es dadurch bereits im nächsten Geschäftsjahr zu Kostensenkungen in Höhe von 150 bis 180 Millionen Euro kommen. Weitere Maßnahmen im Folgejahr 2010/2011 dürften zu Gesamteinsparungen von jährlich rund 200 Millionen Euro führen.
 
Der Gesamtaufwand für das Kostensenkungsprogramm beläuft sich auf 110 bis 130 Millionen Euro und wird voraussichtlich zum überwiegenden Teil bereits im laufenden Geschäftsjahr 2008/2009 verbucht. Damit fallen diese Kosten niedriger aus als die bislang erwarteten 130 bis 150 Millionen Euro. Grund dafür ist eine Auflösung der im September 2008 gebildeten Rückstellung für Altersteilzeit.
 
Im Dezember 2008 hat Heidelberg alle Anteile des schwedischen Versandraumanbieters IDAB WAMAC veräußert. Zudem wurde zur unmittelbaren Kapazitätsanpassung an den deutschen Standorten zum Ende des dritten Quartals Kurzarbeit umgesetzt und für die nächsten Monate angeordnet.
 
Neunmonatszahlen 2008/2009
Der Umsatz der Heidelberg Gruppe nach neun Monaten (1. April bis 31. Dezember 2008) betrug 2,211 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,568 Milliarden Euro). Dabei verzeichnete das Unternehmen Umsatzrückgänge in allen Regionen. Die Auftragseingänge lagen in den ersten neun Monaten bei 2,432 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,824 Milliarden Euro). Außer in Lateinamerika ging der Auftragseingang in allen Regionen zurück.
 
Aufgrund des rückläufigen Bestellvolumens im dritten Quartal reduzierte sich der Auftragsbestand der Heidelberg Gruppe bis zum 31. Dezember 2008 auf 978 Millionen Euro (Vorjahr: 1,196 Milliarden Euro).
 
Beim betrieblichen Ergebnis (ohne Sondereinflüsse) erreichte die Heidelberg Gruppe nach drei Quartalen einen Betrag von minus 45 Millionen Euro (Vorjahr: 177 Millionen Euro). Die Sondereinflüsse beliefen sich kumuliert zum 31. Dezember 2008 auf minus 32 Millionen Euro. Die Auflösung der Rückstellung für den im September 2008 abgeschlossenen Tarifvertrag zur Altersteilzeit in Höhe von 22 Millionen Euro führte hier im dritten Einzelquartal per Saldo zu einem Ertrag von acht Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern betrug zum 31. Dezember 2008 minus 119 Millionen Euro (Vorjahr: 87 Millionen Euro).
 
"Durch die ersten Erfolge bei der Umsetzung unseres Maßnahmenpakets konnten wir insbesondere bei den Personal- und Sachkosten Einsparungen realisieren", sagte Dirk Kaliebe, Finanzvorstand des Unternehmens. "Wir haben zudem mit den umgesetzten Maßnahmen des Asset-Managements im dritten Quartal einen nahezu ausgeglichenen Free Cashflow erreicht."
 
Seit Anfang des Geschäftsjahres 2008/2009 sind insgesamt rund 860 Personen weniger bei Heidelberg beschäftigt. Damit hat sich ohne Auszubildende sowie bereinigt um die Mitarbeiter der im Berichtsjahr neu konsolidierten Gesellschaften die Mitarbeiterzahl in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs um 474 Personen verringert. Zudem wurde die Anzahl der im Konzern beschäftigten Leiharbeitnehmer um 390 Personen reduziert. Zum 31. Dezember betrug die Mitarbeiterzahl der Heidelberg Gruppe 19.548 Personen.
 
Im Ergebnis ist von den am 30. Oktober 2008 kommunizierten Maßnahmen zur Reduzierung von Personalkapazitäten bis zum Geschäftsjahr 2010/2011 im Rahmen des Effizienzsteigerungsprogramms weltweit bereits ein Volumen von rund 1.600 umgesetzt beziehungsweise eingeleitet. Dabei stehen Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertreter im Hinblick auf das weitere Vorgehen im Zusammenhang mit den erforderlichen Abbaumaßnahmen vor einer ersten Einigung.
 
Unsichere Wirtschaftslage lässt keinen gesicherten Ausblick zu
Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise hat die konjunkturelle Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte 2008 stark belastet. Die Investitionsneigung in der Printmedien-Industrie wird durch die geringe Auslastung der Druckereien kurzfristig nicht wesentlich ansteigen.
 
Für das laufende Geschäftsjahr 2008/2009 erwartet Heidelberg im Vergleich zum Vorjahr erhebliche Umsatzeinbußen, ein hierdurch bedingt deutlich schlechteres Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit sowie ein ebenfalls verschlechtertes Finanzergebnis. In Summe, einschließlich der Sondereinflüsse, wird dies im laufenden Geschäftsjahr zu einem deutlichen Jahresfehlbetrag führen.
 
Aufgrund der nach wie vor unsicheren globalen Wirtschaftslage und der damit verbundenen schwierigen Planungen für das kommende Geschäftsjahr 2009/2010 wird das Management von Heidelberg auch in Zukunft alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die Ertragssituation des Unternehmens nachhaltig zu stabilisieren.
 
Der vollständige Bericht über das dritte Quartal 2008/2009 kann unter www.heidelberg.com abgerufen werden.
Weitere Informationen erhalten Sie im Internet auf der Press Lounge unter www.heidelberg.com .
Weitere Termine:
Die Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2008/2009 ist für den 5. Mai 2009 vorgesehen.
 
Weitere Informationen erhalten Sie unter:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Investor Relations
Andreas Trösch
Tel.: +49 (0)6221 92 60 20
Fax: +49 (0)6221 92 99 60 21
E-Mail: andreas.troesch@heidelberg.com
Wichtiger Hinweis
Diese Presseerklärung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, welche auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung der Heidelberger Druckmaschinen Aktiengesellschaft beruhen. Auch wenn die Unternehmensleitung der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich abweichen. Zu diesen Faktoren können beispielsweise die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Lage, der Wechselkurse und der Zinssätze sowie Veränderungen innerhalb der Printmedien-Industrie gehören. Die Heidelberger Druckmaschinen Aktiengesellschaft übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in dieser Presseerklärung geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.

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