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Auftragseingang legt aufgrund drupa um 23 Prozent auf 1,151
Milliarden Euro zu; Auftragsbestand steigt von 874 Millionen
Euro auf 1,298 Milliarden Euro
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Umsatz liegt mit 657 Millionen Euro unter Vorjahr
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Betriebsergebnis geht auf minus 35 Millionen Euro
zurück
Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) hat im ersten
Quartal des Geschäftsjahrs 2008/2009 aufgrund der
Branchenmesse drupa den Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr
deutlich verbessern können. So steigerte die Heidelberg Gruppe
im Berichtszeitraum die Auftragseingänge um rund 23 Prozent
gegenüber dem Vorjahresquartal auf 1,151 Milliarden Euro
(Vorjahr: 934 Millionen Euro). Umsatz und Ertrag lagen, wie bereits
am 10. Juli 2008 angekündigt, aufgrund der schwierigen
Marktbedingungen sowie der Investitionszurückhaltung der
Kunden im Vorfeld der Messe deutlich unter den vergleichbaren
Vorjahreswerten. Der Umsatz der Heidelberg Gruppe in den ersten
drei Monaten (1. April bis 30. Juni) betrug 657 Millionen Euro
(Vorjahr: 742 Millionen Euro). Der Auftragsbestand zum Ende des
ersten Quartals lag bei 1,298 Milliarden Euro (Vorquartal zum 31.
März 2008: 874 Millionen Euro).
"Die zufriedenstellenden Auftragseingänge von der
drupa werden unsere operativen Geschäftsergebnisse im zweiten
und dritten Quartal gegenüber den ersten drei Monaten
verbessern", sagte Bernhard Schreier, Vorstandsvorsitzender
der Heidelberger Druckmaschinen AG. "Wir konnten unsere
weltweit führende Stellung in der Branche auf der Messe
verdeutlichen. Nach wie vor ist das aktuelle Marktumfeld aber von
schwierigen Rahmenbedingungen gekennzeichnet. Zum mittelfristigen
Ausgleich dieser Effekte dient unser bereits eingeleitetes
Maßnahmenpaket zur Verbesserung unserer Kostenstruktur."
Die Heidelberg Gruppe erzielte im Berichtszeitraum ein
betriebliches Ergebnis von minus 35 Millionen Euro (Vorjahr: 26
Millionen Euro). Das Ergebnis nach Steuern betrug im ersten Quartal
minus 39 Millionen Euro (Vorjahr: acht Millionen Euro).
Der Free Cashflow lag im ersten Quartal bedingt durch die
Verbuchung des Kaufpreises für Hi-Tech Coatings, des
drupa-Aufwandes und des rückläufigen Umsatzes mit minus
211 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahreswert (Vorjahr: minus
81 Millionen Euro).
"Aufgrund der schwachen Umsatzentwicklung sowie der
zusätzlichen Kostenbelastungen haben wir im ersten Quartal des
Geschäftsjahres wie bereits angekündigt ein negatives
Betriebsergebnis erzielt", sagte Dirk Kaliebe, Finanzvorstand
von Heidelberg. "Das zur Kostensenkung eingeleitete
Maßnahmenprogramm treiben wir mit allem Nachdruck voran, so
dass die Einspareffekte wie geplant realisiert werden
können."
Zum 30. Juni 2008 beschäftigte die Heidelberg Gruppe
weltweit 19.737 Mitarbeiter (Vorquartal: 19.596). Gründe
für die Erhöhung im ersten Quartal 2008/2009 waren die
Übernahme der Hi-Tech Coatings-Gesellschaften sowie die
erstmalige Konsolidierung des Produktionsstandorts in Qingpu,
China. Bereinigt um diese Erstkonsolidierungseffekte hat sich die
Mitarbeiterzahl im ersten Quartal um 77 Personen reduziert.
Geschäftsergebnisse in den Sparten Press und Postpress
Der positive Verlauf der Fachmesse drupa hat im ersten
Quartal des Berichtsjahrs zu guten Auftragseingängen in der
Sparte Press (Offsetdruck) in Höhe von 1,030 Milliarden Euro
geführt - damit lagen sie um 26 Prozent über dem
Vorjahreswert (Vorjahr: 817 Millionen Euro). Der Umsatz in den
ersten drei Monaten betrug 568 Millionen Euro (Vorjahr: 639
Millionen Euro). Die schwache Umsatzentwicklung verbunden mit den
zusätzlichen Kostenbelastungen, unter anderem für den
Messeauftritt auf der drupa, führte zu einem Ergebnis der
betrieblichen Tätigkeit von minus 29 Millionen Euro (Vorjahr:
21 Millionen Euro).
Auch bei den Auftragseingängen der Sparte Postpress
(Weiterverarbeitung) hat sich im ersten Quartal die drupa positiv
ausgewirkt. Mit 114 Millionen Euro konnte sich die Sparte um
fünf Prozent gegenüber dem Vorjahreswert verbessern
(Vorjahr: 109 Millionen Euro). Der Quartalsumsatz lag bei 82
Millionen Euro (Vorjahr: 95 Millionen Euro). Das betriebliche
Ergebnis betrug im Berichtszeitraum minus 11 Millionen Euro
(Vorjahr: minus vier Millionen Euro). Neben den schwachen
Umsätzen war auch hier die Kostenbelastung des Messeauftritts
für den Verlust verantwortlich.
In den Regionen EMEA, Nord-Amerika, Latein-Amerika und
Asien/Pazifik lagen die Auftragseingänge - begünstigt
durch die Fachmesse drupa - über den Vorjahreswerten.
Insbesondere Deutschland konnte sich hierbei deutlich verbessern,
aber auch Frankreich profitierte stark von den Messebestellungen.
Einzig in der Region Osteuropa hat die drupa nicht die gleiche
Bedeutung wie beispielsweise in Zentraleuropa. Bei den
Umsätzen lagen alle Regionen im ersten Quartal unter
Vorjahresniveau.
Für das Gesamtahr 2008/2009 geht Heidelberg davon aus,
bei Umsatz und Betriebsergebnis unter dem Vorjahr zu liegen. Eine
Prognose zu den wesentlichen Kennzahlen für das gesamte
Geschäftsjahr 2008/2009 wird durch die weltweit unsichere
Konjunkturentwicklung sowie das volatile Marktumfeld im weiteren
Verlauf des Jahres möglich und soll spätestens mit den
Halbjahresergebnissen Anfang November 2008 veröffentlicht
werden.
Der vollständige Bericht über das erste Quartal
2008/2009 kann unter
www.heidelberg.com abgerufen werden.