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Umsatz und Ergebnis unter Vorjahr
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Eingetrübte Weltkonjunktur und starker Euro belasten
Geschäftsentwicklung
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Im laufenden Geschäftsjahr 2008/2009 zeichnet sich
marktseitig keine Besserung ab
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Erstes Quartal 2008/2009: Umsatz unter Vorjahr erwartet;
betriebliches Ergebnis (EBIT) absehbar negativ
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Vorstand erarbeitet Maßnahmenpaket
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Dividendenvorschlag mit 0,95 Euro auf Vorjahreshöhe
Für die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) hat
sich das Marktumfeld im Geschäftsjahr 2007/2008 (1. April 2007
bis 31. März 2008) merklich verschlechtert. Umsatz,
betriebliches Ergebnis und Jahresüberschuss liegen jeweils
unter den Vorjahreswerten. "Das vergangene Geschäftsjahr
war vor allem im zweiten Halbjahr durch schwächere
Konjunkturaussichten beeinflusst", sagte Bernhard Schreier,
Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. "Das hat in einigen
Regionen zu Investitionszurückhaltungen geführt."
Im laufenden Geschäftsjahr 2008/2009 zeichnet sich
marktseitig keine Besserung ab. Die Einschätzung des weiteren
Geschäftsverlaufes im Hinblick auf den Umsatz 2008/09 ist im
Vorfeld der wichtigen Leitmesse drupa, die vom 29. Mai bis zum 11.
Juni 2008 stattfindet, schwierig. Heidelberg wird daher seine
Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr Anfang
August mit den Zahlen zum ersten Quartal veröffentlichen.
Schon heute ist jedoch absehbar, dass im ersten Quartal des
laufenden Geschäftsjahres 2008/2009 der Umsatz unter dem Wert
des Vorjahresquartals liegen und das betriebliche Ergebnis (EBIT)
negativ sein wird. Wie das erste Quartal 2008/2009 wird auch das
Gesamtjahr von Sonderaufwendungen für die drupa,
Serienanläufen und dem starken Euro belastet. Damit wird das
betriebliche Ergebnis auch für das gesamte Geschäftsjahr
2008/2009 unter dem des abgeschlossenen Geschäftsjahres
liegen.
"Nach der drupa und noch vor der Hauptversammlung am 18.
Juli werden wir entsprechende Maßnahmen kommunizieren, die
unsere führende Marktposition und finanzielle Performanz
langfristig sichern", sagte Bernhard Schreier. "Ziel ist
es, die Kostenstruktur zu verbessern und den Einfluss von
Wechselkursen durch Internationalisierung von Einkauf und
Produktion mittelfristig zu verringern. Darüber hinaus werden
wir das Service- und Verbrauchsmaterialgeschäft ausbauen, um
unsere Abhängigkeit von Konjunkturzyklen weiter zu
reduzieren."
Vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr
2007/2008
Der vorläufige Umsatz der Heidelberg Gruppe betrug im
Gesamtjahr 3,670 Milliarden Euro und unterschritt damit den
Vorjahreswert um 3,5 Prozent (Vorjahr: 3,803 Milliarden Euro). Vor
allem im vierten Quartal verlief die Geschäftsentwicklung
durch die Auswirkungen der Finanzkrise in den USA auf die
Weltwirtschaft und durch das zurückhaltende
Investitionsverhalten der Kunden vor der wichtigen Fachmesse drupa
schwächer.
Der vorläufige Auftragseingang im abgelaufenen
Geschäftsjahr erreichte 3,649 Milliarden Euro und lag damit
rund fünf Prozent unter dem Vorjahreswert (Vorjahr: 3,853
Milliarden Euro). Während in Deutschland das hohe
Vorjahresvolumen nochmals gesteigert werden konnte, ließen
Rezessionsängste und die weiteren Auswirkungen der Kreditkrise
die Investitionsneigung der Kunden in den USA sinken. Auch in
Großbritannien und Japan war der Geschäftsjahresverlauf
nicht zufriedenstellend. Gestützt wurde das Auftragsvolumen
dagegen durch die Erholung des chinesischen Marktes.
Der vorläufige Auftragsbestand zum 31. März 2008
betrug 874 Millionen Euro (Vorjahr: 1,018 Milliarden Euro). Die
Heidelberg Gruppe erzielte im Berichtsjahr ein betriebliches
Ergebnis von 268 Millionen Euro (Vorjahr bereinigt um positive
Einmaleffekte: 302 Millionen Euro) und damit eine operative
Umsatzrendite von 7,3 Prozent (bereinigter Vorjahreswert: 7,9
Prozent). Im Vorjahr resultierten positive Effekte aus den
Verkäufen der Linotype GmbH und des Gebäudes des
Forschungs- und Entwicklungszentrums in Heidelberg ("sale and
lease back").
Der vorläufige Jahresüberschuss belief sich auf 142
Millionen Euro (Vorjahr bereinigt um positive Einmaleffekte: 144
Millionen Euro). Der Free Cashflow liegt mit 215 Millionen Euro
(Vorjahr: 229 Millionen Euro) weiterhin auf hohem Niveau. Bezogen
auf den Umsatz konnte Heidelberg die Mittelbindung (Working
Capital) um 1,1 Prozentpunkte auf 32,5 Prozent verringern.
"Wir haben in einem schwierigen Umfeld erneut einen
guten Free Cashflow erwirtschaftet. Daher beabsichtigt der Vorstand
auf Grundlage der vorläufigen Zahlen, dem Aufsichtsrat und
später der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von
0,95 Euro und damit auf Vorjahresniveau vorzuschlagen", sagte
Dirk Kaliebe, Finanzvorstand des Unternehmens.
Geschäftsverlauf in den Sparten und Regionen
In der Sparte Press (Offsetdruck) lag der vorläufige
Umsatz mit 3,213 Milliarden Euro knapp unter dem Vorjahresniveau
(Vorjahr: 3,321 Milliarden Euro). Der vorläufige
Auftragseingang ging um fünf Prozent auf 3,2 Milliarden Euro
zurück (Vorjahr: 3,367 Milliarden Euro). Das vorläufige
betriebliche Ergebnis der Sparte betrug 239 Millionen Euro und lag
damit unter dem bereinigten Vorjahreswert von 254 Millionen Euro.
In der Sparte Postpress (Weiterverarbeitung) konnten die
Vorgaben nicht erfüllt werden. Vor allem die Situation der
Wechselkursverhältnisse und die geringe
Investitionsbereitschaft der US-Druckereien waren der Grund, warum
vorläufiger Umsatz, Auftragseingang und betriebliches Ergebnis
der Sparte unter den Vorjahreswerten blieben. So lag der
vorläufige Umsatz bei 427 Millionen Euro (Vorjahr: 445
Millionen Euro). Der vorläufige Auftragseingang betrug 419
Millionen Euro (Vorjahr 449 Millionen Euro). Das vorläufige
betriebliche Ergebnis der Sparte belief sich auf minus sieben
Millionen Euro (Vorjahr: sieben Millionen Euro).
In den Regionen EMEA, North America, Latin America und
Asia/Pacific lagen die Umsätze und Auftragseingänge
entweder auf Vorjahresniveau oder darunter. Einzig in der Region
Eastern Europe konnten Umsatz und Auftragseingang deutlich
gesteigert werden. Vor allem in Russland war das Wachstum im
Berichtsjahr beachtlich. Dagegen erreichte die Region Asia/Pacific
trotz der Erholung des chinesischen Marktes die Vorjahreswerte
nicht. Der Grund hierfür war die äußerst
ungünstige Währungssituation für europäische
Anbieter in Japan. In der Region North America schwächte sich
vor allem im zweiten Halbjahr der Auftragseingang ab.
Zum 31. März 2008 beschäftigte die Heidelberg
Gruppe weltweit 19.596 Mitarbeiter (Vorjahr: 19.171). Vor allem in
den Bereichen Produktion und weltweiter Vertrieb kam es zu einem
Aufbau der Beschäftigten.