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Q3 beim Auftragseingang stärkstes Quartal im aktuellen
Geschäftsjahr
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Umsatz nach neun Monaten mit 2,568 Milliarden Euro auf hohem
Vorjahresniveau
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Betriebsergebnis von 177 Millionen Euro entspricht
Umsatzrendite von rund sieben Prozent
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Jahresüberschuss 2007/2008 soll auf 4,5 bis 5,0 Prozent
vom Umsatz steigen
Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg)
veröffentlicht die Geschäftszahlen für die ersten
neun Monate (1. April bis 31. Dezember 2007) des
Geschäftsjahres 2007/2008. So lag der Umsatz der Heidelberg
Gruppe im Berichtszeitraum mit 2,568 Milliarden Euro (Vorjahr:
2,589 Milliarden Euro) nahezu auf dem hohen Niveau des Vorjahres,
währungsbereinigt wurde der Umsatz um zwei Prozent gesteigert.
Die Auftragseingänge betrugen nach neun Monaten 2,824
Milliarden Euro (Vorjahr: 2,913 Milliarden Euro). Der Erfolg der
traditionellen Herbst-Open-Houses, die im Oktober und November an
verschiedenen Vertriebsstandorten in Deutschland stattfanden, hat
dazu beigetragen, dass die Heidelberg Gruppe allein im dritten
Quartal Auftragseingänge in Höhe von 958 Millionen Euro
erzielen konnte. Damit war das Quartal beim Auftragseingang das
bisher stärkste Quartal des laufenden Geschäftsjahrs, der
Vorjahreswert wurde um vier Prozent übertroffen. Aufgrund des
Volumens der Auftragseingänge im dritten Quartal ist der
Auftragsbestand zum 31. Dezember 2007 gegenüber dem Vorquartal
leicht auf 1,196 Milliarden Euro angestiegen (Vorquartal: 1,184
Milliarden Euro).
"Aufgrund des Geschäftsverlaufes der vergangenen
Monate und trotz der jüngsten Entwicklungen in den USA werden
wir voraussichtlich im laufenden Geschäftsjahr den Umsatz des
Vorjahres in Höhe von rund 3,8 Milliarden Euro erreichen und
ein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit ausweisen, das
über dem bereinigten Vorjahreswert von rund 300 Millionen Euro
liegen wird", sagte Bernhard Schreier, Vorstandsvorsitzender
des Unternehmens.
Die Heidelberg Gruppe erzielte im Berichtszeitraum ein
betriebliches Ergebnis von 177 Millionen Euro (Vorjahr: 202
Millionen Euro). Dies entspricht einer operativen Umsatzrendite von
rund sieben Prozent. Der Vorjahreswert von 202 Millionen Euro
beinhaltete einen positiven Einmaleffekt aus dem Verkauf der
Linotype GmbH in Höhe von rund 25 Millionen Euro. Das Ergebnis
nach Steuern betrug 87 Millionen Euro (Vorjahr: 180 Millionen
Euro). Im Vorjahr hatte Heidelberg im dritten Quartal einen
positiven Steuerertrag aus der Körperschaftsteuergutschrift in
Höhe von 73 Millionen Euro verbucht.
"Im dritten Quartal alleine konnten wir eine gute
operative Umsatzrendite von 8,7 Prozent erzielen", sagte Dirk
Kaliebe, Finanzvorstand von Heidelberg. "Für das vierte
Quartal des Geschäftsjahres 2007/2008 gehen wir derzeit davon
aus, dass der Umsatz deutlich über einer Milliarden Euro
liegen wird, so dass wir das Vorjahresniveau erreichen werden. Wir
erwarten, den Jahresüberschuss von bereinigt 3,8 Prozent im
Vorjahr auf 4,5 bis 5,0 Prozent vom Umsatz zu steigern."
Zum 31. Dezember 2007 beschäftigte die Heidelberg Gruppe
weltweit 19.508 Mitarbeiter (Stand 31. März 2007: 19.171).
Insgesamt ist die Mitarbeiterzahl im Laufe des Geschäftsjahrs
um 337 Personen angestiegen. Bereinigt um die Anzahl der
Auszubildenden beträgt der Zuwachs 187 Mitarbeiter; vorrangig
wurden diese in der Produktion eingestellt.
Geschäftsergebnisse der Sparten und Regionen
In der Sparte Press (Offsetdruck) lag der Umsatz im
Berichtszeitraum bei 2,238 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,251
Milliarden Euro). Der Auftragseingang betrug 2,484 Milliarden Euro
(Vorjahr: 2,551 Milliarden Euro). Das betriebliche Ergebnis nach
neun Monaten belief sich auf 150 Millionen Euro (Vorjahr: 157
Millionen Euro inklusive Ergebnis aus Einmaleffekten).
In der Sparte Postpress (Weiterverarbeitung) betrug der
Umsatz nach drei Quartalen 307 Millionen Euro (Vorjahr: 309
Millionen Euro). Beim Auftragseingang wurden 317 Millionen Euro
erzielt (Vorjahr: 333 Millionen Euro). Das betriebliche Ergebnis
lag im Berichtszeitraum bei minus zwei Millionen Euro (Vorjahr:
sieben Millionen Euro).
In der Sparte Financial Services konnte durch die konsequente
Betreuung der globalen, regionalen und lokalen Finanzierungspartner
die Kapitalbindung gegenüber den Vorquartalen nochmals gesenkt
werden. Das betriebliche Ergebnis lag im Berichtszeitraum bei 29
Millionen Euro (Vorjahr: 38 Millionen Euro).
In den Regionen EMEA, North America, Latin America und
Asia/Pacific lagen die Umsätze und Auftragseingänge nach
neun Monaten leicht unter dem hohen Vorjahresniveau.
Der Rückgang des Auftragseingangs in der Region North
America im dritten Quartal verglichen mit den Vorjahreszahlen hat
drei wesentliche Gründe: Im Vorjahresquartal hatte die
Fachmesse Graph Expo stattgefunden. Der weiterhin schwache
US-Dollar verschlechtert die Wettbewerbsverhältnisse der
deutschen Anbieter speziell in diesem Markt. Zudem haben die
Schwierigkeiten am Immobilienmarkt und die damit verbundenen
Rezessionsspekulationen die Investitionsbereitschaft auch in der
nordamerikanischen Printmedien-Industrie beeinflusst.
In der Region Asia/Pacific übertrafen im dritten Quartal
die Auftragseingänge auf dem chinesischen Markt deutlich die
Vorjahreswerte. An unserem Standort in Qingpu bei Shanghai haben
wir die Planungen für den Ausbau der dritten Werksstufe
gestartet. Die Umsätze der gesamten Region blieben sowohl im
Einzelquartal als auch kumuliert nach neun Monaten allein aufgrund
ungünstigerer Umrechnungskurse unter den Vorjahreswerten.
In der Region Eastern Europe konnten nach drei Quartalen die
Vorjahreswerte deutlich übertroffen werden. Besonders
erfolgreich ist Heidelberg derzeit in den beiden Hauptmärkten
der Region, Russland und Polen.
Deutschland konnte sich bei den Umsätzen verbessern und
ist auf Kurs, ein Rekordjahr zu erreichen.
In der Region EMEA hat sich Heidelberg im dritten Quartal
durch die Übernahme der Vertriebsbereiche des
Verbrauchsmaterialienanbieters Stielund & Taekker in
Dänemark und Schweden mit rund 35 Mitarbeitern lokal
verstärkt. Das Unternehmen hat damit die Voraussetzungen
geschaffen, sich als umsatzstärkster Vertrieb von
Verbrauchsmaterialien in der Printmedien-Industrie der nordischen
und baltischen Länder zu positionieren.
Daneben hat Heidelberg sein weltweites Geschäft mit
Verbrauchsmaterialien unter dem Namen "Saphira"
gebündelt. Damit bietet das Unternehmen ein breites Portfolio
für alltägliche Druckaufträge sowie für
spezielle Anwendungen bis hin zu jeglichen Produktionsanforderungen
in Vorstufe, Druck und Weiterverarbeitung an.
Prognose für Gesamtgeschäftsjahr 2007/2008
Für das vierte Quartal des Geschäftsjahres
2007/2008 geht das Unternehmen derzeit davon aus, dass der Umsatz
deutlich über 1 Milliarden Euro liegen wird, so dass
Heidelberg trotz der konjunkturellen Unsicherheiten in den USA und
den Auswirkungen eines starken Euro, insbesondere in den USA und
der Region Asia/Pacific, einen Gesamtjahresumsatz von rund 3,8
Milliarden Euro erreichen wird.
Belastend auf das Ergebnis haben und werden sich vor allem
ungünstigere Wechselkursverhältnisse, ein höherer
Personalaufwand sowie Mehrbelastungen im Rohstoff- und
Energiebereich auswirken. Mit den Maßnahmen zur
Effizienzsteigerung und Kostensenkung in allen Bereichen hat
Heidelberg erfolgreich gegengesteuert, so dass diese Belastungen
kompensiert werden konnten und das Unternehmen für das
laufende Geschäftsjahr ein Ergebnis der betrieblichen
Tätigkeit ausweisen wird, das über dem bereinigten
Vorjahreswert von rund 300 Millionen Euro liegen wird.
Das Finanzergebnis wird sich aus heutiger Sicht unter anderem
aufgrund veränderter Kapitalmarktkonditionen im Vergleich zum
Vorjahr verschlechtern. Insgesamt will Heidelberg auf dieser
Grundlage - auch begünstigt durch die Steuerreform und durch
interne Optimierungen der Steuerquote - den Jahresüberschuss
von bereinigt 3,8 Prozent im Vorjahr auf 4,5 bis 5,0 Prozent vom
Umsatz steigern. Beim Free Cashflow strebt das Unternehmen auch im
laufenden Geschäftsjahr einen Wert von vier Prozent vom Umsatz
an.
Die Entwicklung in den nächsten Geschäftsjahren
wird maßgeblich von der weiteren Entwicklung der
Weltwirtschaft und dem Verlauf der zweiwöchigen Fachmesse
drupa 2008, die am 29. Mai beginnt, abhängen. Den
strategischen Ansatz, den Bereich Service weiter aktiv auszubauen,
sowie die Fokussierung auf den Verpackungsdruck wird Heidelberg
weiter vorantreiben.