-
Vorstand und Belegschaftsvertreter einigen sich auf eine
Gesamtlösung mit dreijähriger Laufzeit bis 31.
März 2008
-
Kosteneinsparvolumen von rund 100 Millionen Euro -
ansteigend bis 2008 und dann fortlaufend
-
Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen und von
wesentlichen Produktionsverlagerungen in den nächsten drei
Jahren
-
Beibehaltung der Investitionen in Entwicklung, Produktion,
Aus- und Weiterbildung
Vorstand und die Belegschaftsvertreter haben sich heute auf
eine Gesamtlösung geeinigt und eine Rahmenvereinbarung zur
Beschäftigungs- sicherung, zur Senkung der Personalkosten und
zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit an den deutschen
Standorten der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) mit
Wirkung bis zum 31. März 2008 unterschrieben. Darin wird - bei
Sicherung der bisherigen Arbeitsplätze - ein erhebliches
Kosteneinsparvolumen erreicht, das neben Einmaleffekten nachhaltig
Einsparungen von rund 100 Millionen Euro ansteigend bis 2008, dann
pro Jahr nachhaltig, umfasst.
Der Finanzvorstand und Arbeitsdirektor der Heidelberger
Druckmaschinen AG, Dr. Herbert Meyer sagt: "Nach kontroversen und
harten Verhandlungen, die mehrfach zu scheitern drohten, haben wir
eine für alle Verhandlungspartner tragbare Heidelberger
Lösung gefunden, die die Wettbewerbsfähigkeit
erhöht, die Arbeitsplätze sichert und zudem die
Marktdynamik berücksichtigt. Die Balance zwischen Innovation
und Zukunftssicherung, Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und
Beteiligung der Belegschaft am Unternehmenserfolg führte
letztlich zur Gesamtlösung für diese schwierige
Interessensabwägung."
Die wesentlichen Komponenten der Gesamtlösung mit den
fünf Schwerpunkten Zukunftssicherung, Arbeitszeit, Beteiligung
am Unternehmenserfolg, Entgeltrahmenvertrag und Ausschluss
betriebsbedingter Kündigungen wurden wie folgt
festgeschrieben:
- Die auf drei Jahre bis zum 31. März 2008 vereinbarte
Gesamtlösung gilt für Standorte der deutschen
Heidelberg Gruppe und wird mittels Ergänzungstarifvertrag
und Betriebsvereinbarung umgesetzt.
-
Zukunftssicherung und Innovation: Die Investitionen in
Forschung und Entwicklung sowie Produktion werden auf dem
derzeitigen Niveau beibehalten. Bis 2008 werden keine wesent-
lichen Produktionsverlagerungen vorgenommen. Die Weiterbildung
wird intensiviert. Die Ausbildungsquote beträgt insgesamt
mindestens sechs Prozent.
-
Arbeitszeit: Die Arbeitszeit wird - unter voller
Beibehaltung der Flexibilitätsmöglichkeiten - ab 1. Mai
2005 ohne Entgeltausgleich erhöht. Mehrarbeitszuschläge
werden in der Regel nicht mehr vergütet. Im Gegenzug wird
bis 2010 im Wege einer beitragsorientierte Direktzusage ein
jährlicher Rentenbaustein für eine zusätzliche
Altersvorsorge aufgelegt. Das Altersteilzeit-Modell wird in der
bisherigen Form bis 2009 fortgeführt.
-
Beteiligung am Unternehmenserfolg: Die betrieblichen
Sonderzahlungen wurden bezüglich der Höhe reduziert und
in der Berechnungsmethode neu geregelt.
-
Umsetzung neuer Entgelt-Rahmentarifvertrag: Der neue
einheitliche Entgelt-Rahmentarifvertrag für Arbeiter und
Angestellte (ERA) wird ab 1. Januar 2007 eingeführt.
Zukünftige Tariferhöhungen werden teilweise
angerechnet. In 2007 erfolgt keine tarifliche Erhöhung.
-
Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen: Die
Verhandlungspartner gehen davon aus, dass betriebsbedingte
Kündigungen während der Laufzeit der Vereinbarung nicht
stattfinden. Für den Ausnahmefall sind tarifliche
Abfindungen vereinbart.
Vorstand und Leitende Angestellte beteiligen sich in
vergleichbarem Umfang durch Einkommensverzicht an der Senkung der
Personalkosten.
Weitere Informationen erhalten Sie unter:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Investor Relations
Dirk Kaliebe
Tel.: +49 (0)6221 92 60 20
Fax: +49 (0)6221 92 60 61
E-Mail:
dirk.kaliebe@heidelberg.com
Wichtiger Hinweis:
Diese Presseerklärung enthält in die Zukunft
gerichtete Aussagen, welche auf Annahmen und Schätzungen der
Unternehmensleitung der Heidelberger Druckmaschinen
Aktiengesellschaft beruhen. Auch wenn die Unternehmensleitung der
Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend
sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung
und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen
Annahmen und Schätzungen aufgrund vielfältiger Faktoren
erheblich abweichen. Zu diesen Faktoren können beispielsweise
die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Lage, der
Wechselkurse und der Zinssätze sowie Veränderungen
innerhalb der grafischen Industrie gehören. Die Heidelberger
Druckmaschinen Aktiengesellschaft übernimmt keine
Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die
künftige Entwicklung und die künftig erzielten
tatsächlichen Ergebnisse mit den in dieser
Presseerklärung geäußerten Annahmen und
Schätzungen übereinstimmen werden.