27.01.2004
Maßnahmen des Programms zur Effizienzsteigerung greifen in allen Bereichen
Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) hat in den
ersten neun Monaten (1. April - 31. Dezember 2003) des
Geschäftsjahres 2003/2004 einen Auftragseingang in Höhe
von 2,8 Milliarden Euro erzielt (Vorjahr: 3,1 Milliarden Euro).
Allein im dritten Quartal erreichte der Auftragseingang mit knapp
einer Milliarde Euro den Wert des Vorquartals und lag
währungsbereinigt auf Vorjahresniveau. Der Umsatz im
Berichtszeitraum betrug 2,5 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,9
Milliarden Euro). Bereinigt um Währungseffekte bedeutet dies
einen Rückgang um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der
Umsatz im dritten Quartal allein lag mit knapp einer Milliarde Euro
deutlich über den Umsätzen der Vorquartale.
Währungsbereinigt wurde das Niveau des dritten Quartals des
Vorjahres erreicht.
"Die sich langsam abzeichnende Belebung der
Weltwirtschaftskonjunktur zeigt erste positive Tendenzen auch in
der grafischen Industrie", sagte Bernhard Schreier,
Vorstandsvorsitzender der Heidelberger Druckmaschinen AG. "Wir
gehen davon aus, dass sich nach drei Jahren stark
rückläufiger Entwicklung die Umkehr des Trends
bestätigt. Leicht anziehende Werbebudgets geben Anlass zur
Hoffnung. Die Weichenstellungen für unsere bereits
angekündigte Neuausrichtung des Unternehmens werden bis zum
Geschäftsjahresende im März 2004 erfolgt sein."
Betriebliches Ergebnis im dritten Quartal positiv; Ergebnis
nach Steuern per 31. Dezember 2003 liegt bei -725 Millionen Euro
Das betriebliche Ergebnis im Berichtszeitraum
verbesserte sich gegenüber dem Wert des Halbjahres um drei
Millionen Euro auf -90 Millionen Euro (Vorjahr: 48 Millionen Euro).
Hier wirkten sich im dritten Quartal die
Kostensenkungsmaßnahmen von allein rund 55 Millionen Euro aus.
Insgesamt wurde in den ersten neun Monaten das Niveau der
Strukturkosten im Vorjahresvergleich durch die
Einsparmaßnahmen um rund 115 Millionen Euro verringert.
Das Unternehmen hat im Zusammenhang mit der Neuausrichtung
von Heidelberg im dritten Geschäftsquartal insgesamt 525
Millionen Euro für Einmalaufwendungen, vorwiegend
Buchwertabschreibungen, zurückgestellt. Somit ergibt sich ein
Ergebnis vor Steuern in Höhe von -685 Millionen Euro (Vorjahr:
-121 Millionen Euro). Das Ergebnis nach Steuern zum 31. Dezember
2003 betrug -725 Millionen Euro (Vorjahr: -82 Millionen Euro).
Zum 31. Dezember 2003 beschäftigte die Heidelberg Gruppe
weltweit rund 23.400 Mitarbeiter (Vorjahr: 24.700). Bis Ende des
nächsten Geschäftsjahres 2004/2005 wird Heidelberg im
Vergleich zum 1. April 2002 weltweit insgesamt rund 4.200 Stellen
gestrichen haben, wovon bereinigt 3.000 Stellen bereits abgebaut
wurden. Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres waren
es allein 300 Stellen.
In allen Sparten zeigten sich im Quartalsvergleich
Verbesserungen in der Kosten- und Ertragsbilanz
Aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen zur
Kostensenkung konnten im Quartalsvergleich in allen Sparten
Verbesserungen in der Kosten- und Ertragsbilanz erzielt werden. Die
Sparte Digital erreichte beim Betriebsergebnis Break-Even, Web
Systems (Rollenoffset) und Postpress (Weiterverarbeitung) konnten
ihre Verluste deutlich verringern.
In der Sparte Sheetfed (Bogenoffset) lag der Umsatz nach drei
Quartalen in Höhe von rund 1,7 Milliarden Euro mit 450
Millionen Euro - vor allem aufgrund des schwachen ersten Halbjahres
- deutlich unter dem Umsatz des Vorjahres. Das operative Ergebnis
betrug 14 Millionen Euro (Vorjahr: 210 Millionen Euro). Auch hier
zeigt die Quartalsentwicklung des betrieblichen Ergebnisses erste
positive Auswirkungen der Kostensenkungen. So konnte in dieser
Sparte das betriebliche Ergebnis im dritten Quartal gegenüber
dem Vorquartal nahezu verdoppelt werden.
Ausblick für Geschäftsjahr 2003/2004 -
Umsatzrückgang von rund zehn Prozent erwartet - ein
ausgeglichenes Betriebsergebnis vor Restrukturierung wird weiter
angestrebt
Aufgrund der sich stabilisierenden Auftragssituation
in den letzten beiden Quartalen dieses Geschäftsjahres
erwartet das Unternehmen, dass der Umsatz des Geschäftsjahres
2003/2004 gegenüber dem Vorjahr um rund zehn Prozent
zurückgehen wird. Das bereits avisierte Ziel - ein
ausgeglichenes Betriebsergebnis vor Restrukturierung zu erreichen -
wird weiter angestrebt.
"Die geplanten Effizienzsteigerungen in Produktion,
Vertrieb und Administration in Höhe von 200 Millionen Euro
werden realisiert und senken damit schon in diesem Jahr deutlich
die Strukturkosten", sagte Dr. Herbert Meyer, Finanzvorstand
von Heidelberg. "Insgesamt werden wir die Ertragskraft des
Unternehmens durch die konsequente Neuausrichtung kurz- und
mittelfristig deutlich steigern. Wir gehen davon aus, die geplanten
finanziellen Ziele von Heidelberg zu erreichen."
Weitere Informationen erhalten Sie unter:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Investor Relations
Dirk Kaliebe
Tel.: +49 (0)6221 92 60 20
Fax: +49 (0)6221 92 60 61
E-Mail:
dirk.kaliebe@heidelberg.com

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