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Entscheidende Meilensteine in der Neuausrichtung von Heidelberg

08.03.2004


  • Heidelberg gibt Digitaldruck-Sparte an Eastman Kodak Co. ab
  • Heidelberg und Goss International einigen sich bei wichtigen Vertragsinhalten zur beabsichtigten Übertragung der Rollenoffset-Sparte an Goss
  • Einmalaufwand in Höhe von 525 Millionen Euro für Maßnahmen bereits im 3. Quartal 2003/04 zurückgestellt
Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) gibt die Digitaldrucksparte an Eastman Kodak Co. ab und will die Rollenoffset-Sparte an Goss International übertragen. Damit setzt das Unternehmen seine Ende 2003 angekündigte Neuausrichtung zügig um. "Mit den beiden Portfolioentscheidungen haben wir unsere Neuausrichtung entscheidend vorangetrieben", sagte Bernhard Schreier, Vorsitzender des Vorstands der Heidelberger Druckmaschinen AG. "Heidelberg wird sich künftig verstärkt auf das Geschäftsfeld Bogenoffset konzentrieren und dort mit einem umfassenden Produktangebot kommerzielle Druckereien sowie Verpackungs- und Etikettendrucker optimal bedienen. Wir sind zuversichtlich, mit dieser Strategie Heidelberg kurzfristig wieder in die Gewinnzone bringen zu können."

Heidelberg gibt Digitaldrucksparte an Eastman Kodak Co. ab
Die Heidelberger Druckmaschinen AG gibt seine Digitaldrucksparte an Eastman Kodak Co. ab. Dazu haben beide Unternehmen - vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden - einen Vertrag unterzeichnet. Der Vertrag wird wirksam, sobald alle diesbezüglichen Genehmigungen erteilt sind. Die Vereinbarung gilt für alle Heidelberg Digitaldruck-Aktivitäten. Dies umfasst bei Heidelberg sowohl das Geschäftsfeld digitale Schwarz-Weiß-Druckmaschinen (HDI LLC., Rochester, USA) als auch den fünfzigprozentigen Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen mit Eastman Kodak Co. für digitale Farbdruckmaschinen (NexPress Solutions LLC., Rochester) sowie den hundertprozentigen Anteil an der NexPress GmbH in Kiel. Heidelberg wird in den nächsten zwei Jahren nach Inkrafttreten des Vertrages keine wettbewerblichen Aktivitäten im diesbezüglichen Digitaldruckbereich ausüben.
Im Rahmen der Vertragseinzelheiten haben die Unternehmen eine leistungsbezogene Kaufpreisregelung vereinbart. Über einen Zeitraum von zwei Jahren wird Kodak periodisch Kaufpreiszahlungen an Heidelberg leisten, wenn bestimmte Verkaufsziele erreicht wurden. Wenn alle Verkaufsziele innerhalb der nächsten beiden Kalenderjahre per 31. Dezember 2005 eingehalten werden, wird Kodak maximal 150 Millionen US-Dollar in bar entrichten. Über einen Fünfjahreszeitraum nach Inkrafttreten des Vertrages werden zusätzliche Zahlungen an Heidelberg fällig, wenn weitere vereinbarte Verkaufsziele erreicht wurden. Kodak wird bei Inkrafttreten des Vertrages zunächst keine Barzahlung leisten.

Zu den weiteren finanziellen Bedingungen der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart.

"Mit diesem Schritt trägt Heidelberg der veränderten Marktdynamik in der Printmedien-Industrie Rechnung. Wie bekannt hat sich Heidelberg entschieden, seine Ressourcen anders einzusetzen und sich entsprechend seiner Stammkundenbasis im Offsetbereich neu zu fokussieren", sagte Bernhard Schreier, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. "Wir werden mit unserer weltweiten Vertriebsorganisation weiterhin eng mit Kodak im Bereich Digitaldruck zusammenarbeiten."

Im Rahmen der im November 2003 angekündigten Neuausrichtung von Heidelberg konzentriert sich das Unternehmen künftig verstärkt auf die Geschäftsfelder Bogenoffset-druck (Sheetfed), Druckvorstufe und Druckweiterverarbeitung, inklusive der dazugehörigen Workflowkomponenten sowie Schulungs- und Serviceleistungen. Die Integration des Digitaldrucks in den Workflow der Druckereien mittels Prinect ist nach wie vor Bestandteil des Dienstleistungsangebotes von Heidelberg und wird weiter ausgebaut.
Mit dem Verkauf der Digitaldrucksparte geht der Heidelberg-Standort Rochester, NY, USA, an Eastman Kodak Co. über.

Zur Zeit arbeiten in der Digitaldrucksparte von Heidelberg insgesamt weltweit rund 2.000 Mitarbeiter.

Heidelberg hatte 1997 zusammen mit Eastman Kodak Co. das Joint-Venture NexPress Solutions LLC. zur Entwicklung einer digitalen Farbdruckmaschine für den oberen Leistungsbereich gegründet. 1999 übernahm das Unternehmen die Schwarz-Weiß-Digitaldrucksparte Office Imaging von Eastman Kodak Co. Im Geschäftsjahr 2002/2003 erzielte Heidelberg mit Digitaldruckmaschinen einen Umsatz von rund 240 Millionen Euro. Dies entsprach rund sechs Prozent des Gesamtumsatzes der Heidelberg Gruppe (4,1 Milliarden Euro).

Heidelberg und Goss International einigen sich bei wichtigen Vertragsinhalten zur beabsichtigten Übertragung der Rollenoffset-Sparte an Goss
Heidelberg und Goss International Corporation haben sich bei wesentlichen Vertragsin-halten zur beabsichtigten Übertragung der Rollenoffset-Sparte an Goss geeinigt.

Demnach wird Heidelberg nach Abschluss der Anhörungen der betroffenen Betriebsratsgremien in Frankreich und den Niederlanden und nach Zustimmung der Kartellbehörden die Rollenoffset-Sparte an Goss International übertragen.

Dies sehen entsprechende Grundsatzvereinbarungen vor, die in den nächsten Wochen umgesetzt werden sollen.

Die Transaktion umfasst bei Heidelberg die Geschäftsfelder Commercial Web, Zeitungsdruckmaschinen und Weiterverarbeitungsanlagen für Rollendruckmaschinen in den USA. Heidelberg wird als neuer Gesellschafter an Goss International knapp unter 20 Prozent von dessen Anteilen halten.

Zu den finanziellen Bedingungen der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart.

"Das Marktvolumen von Rollenoffsetdruckmaschinen war in den vergangenen drei Jahren rückläufig", sagte Bernhard Schreier, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. "Dazu hat vor allem die schwache Konjunktur sowie die damit verbundenen niedrigen Werbeausgaben beigetragen." Beide Unternehmen erwarten sich durch die Zusammenführung und durch die Restrukturierung der Aktivitäten eine deutlich verbesserte Auslastung der Kapazitäten und eine Optimierung bei der Marktdurchdringung.

Mit der Übertragung der Heidelberg-Rollenoffsetsparte an Goss International gehen rund 2.100 Heidelberg Mitarbeiter überwiegend an den Standorten in USA, Frankreich und Niederlande über.

In Ergänzung eigener Aktivitäten war Heidelberg 1988 durch den Erwerb der Harris Graphic Corporation mit Standorten in USA und Frankreich in den Rollenoffsetdruck eingestiegen. Mit der Übernahme der Firma Storck Contiweb aus den Niederlanden bot das Unternehmen seit 1996 auch Rollenwechsler und Trockner für dieses Marktsegment an. Im Geschäftsjahr 2002/2003 erzielte Heidelberg mit Rollenoffsetdruckmaschinen einen Umsatz von rund 430 Millionen Euro. Dies entsprach rund zehn Prozent des Gesamtumsatzes der Heidelberg Gruppe (4,1 Milliarden Euro).

Keine weiteren Ergebnisbelastungen im Geschäftsjahr 2003/04
Heidelberg hatte im Zusammenhang mit der Neuausrichtung bereits im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2003/04 insgesamt 525 Millionen Euro für Einmalaufwendungen - vorwiegend Buchwertabschreibungen - zurückgestellt. "Weitere Ergebnisbelastungen werden für das laufende Geschäftsjahr nicht erwartet," so Finanzvorstand Dr. Herbert Meyer. "Die Verbesserungen der Ertragskraft durch die Neuausrichtung werden bereits von Beginn des nächsten Geschäftsjahres an sichtbar."

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Investor Relations
Dirk Kaliebe
Tel.: +49 (0)6221 92 60 20
Fax: +49 (0)6221 92 60 61
E-Mail: dirk.kaliebe@heidelberg.com

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Unternehmensprofil
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Heidelberg hat sich in der über 150-jährigen Firmen-geschichte vom traditio-nellen Druckmaschinenher-steller zum weltweit größten Anbieter von Lösungen für die Printmedien-Industrie gewandelt. Das Unterneh-men ist dem Wettbewerb mit nahtlos ineinander greifenden Hard- und Softwarelösungen das entscheidende Stück voraus. Heidelberg liefert von der Druckvorstufe über die unterschiedlichsten Druckverfahren bis hin zur Weiterverarbeitung alles aus einer Hand, inklusive der dazugehörigen Ser-vices, Dienstleistungen und Qualifikationen. Mehr

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