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Heidelberg baut Druckweiterverarbeitung aus: Teile der Jagenberg-Gruppe übernommen

30.01.2003


Faltschachtelklebe- und Bogenstanzmaschinen-Lösungen ergänzen Produktportfolio

Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) übernimmt rückwirkend zum 1. Januar 2003 drei Firmen der Jagenberg-Gruppe, Düsseldorf. Hierbei handelt es sich um die Jagenberg Diana GmbH in Neuss, die Faltschachtel- bzw. Wellpappe-Klebemaschinen herstellt und die Woschnik & Partner Maschinenbau GmbH, die Bogenstanzmaschinen in Mönchengladbach fertigt. Die dritte Firma ist die Slovensko Spol. S.r.o. in Nové Mesto nad Váhom (Slowaaki), die die beiden anderen Firmen mit mechanischen Bauteilen und vormontierten Baugruppen beliefert. Die Jagenberg-Gruppe gehört mehrheitlich zur Rheinmetall AG. Der Jahresumsatz liegt bei 40 Millionen Euro, insgesamt sind derzeit zusammen 372 Mitarbeiter in den Firmen beschäftigt.

Zu den Übernahmekonditionen wurde zwischen den Partnern Stillschweigen verabredet.

"Diese Übernahme passt perfekt zu unserer Strategie, den Bereich Weiterverarbeitung zu stärken und auszubauen", erklärt Bernhard Schreier, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg. "Mit den Faltschachtelklebe- und Bogenstanzmaschinen schließen wir eine Lücke in unserem Portfolio und können somit unseren Kunden in dem wichtigen Wachstumsmarkt Verpackungsdruck erweiterte Lösungen anbieten", so Schreier weiter. Der weltweite Markt für Verpackungs- und Etikettendruckmaschinen beträgt rund zwei Milliarden Euro und weist ein Wachstum von zwei Prozent pro Jahr auf. Bei den Verpackungs- druckmaschinen besitzt Heidelberg weltweit einen Marktanteil von knapp 20 Prozent, bei den Maschinen für Etikettenherstellung nahezu 30 Prozent. "Damit hat Jagenberg für diesen Produktbereich einen international renommierten Partner gefunden, dessen starke Marktposition bei Druckereien und Verarbeitern für die veräußerten Gesellschaften gute Entwicklungs- und Marktchancen beinhaltet", so Dr. Andreas Beyer, Vorsitzender des Vorstandes der Jagenberg AG.

Das weltweite jährliche Marktvolumen für die Faltschachtelklebe- und Bogenstanzmaschinen beträgt cirka 600 Millionen Euro. Durch die Übernahme der drei Firmen hält Heidelberg daran einen Anteil von rund acht Prozent. "Unser Ziel ist es, diesen Anteil in den nächsten Jahren zu verdoppeln", bekräftigt Dr. Jürgen Rautert, bei Heidelberg für den Postpress-Bereich zuständig. "Sowohl die Faltschachtelklebemaschinen der Baureihen Eco und Diana als auch die Stanzen von WPM haben einen exzellenten Ruf in der Branche und sind technisch auf höchstem Niveau. In enger Zusammenarbeit mit unseren Verpackungsspezialisten im Bogenoffsetdruck werden wir dafür sorgen, den Kundennutzen durch intelligent verknüpfte Systeme ständig zu verbessern."

Heidelberg verfügt  damit nun über Bogenstanzmaschinen in den gängigen Formaten III, IV und VI. Faltschachtelklebe- und Wellpappen-Klebemaschinen stehen in unterschiedlichen Arbeitsbreiten zur Verfügung und werden ergänzt durch entsprechende Anleger und Ausleger, die beispielsweise Faltschachteln in Transportverpackungen umsetzen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Investor Relations
Dirk Kaliebe
Tel.: +49 (0)6221 92 60 20
Fax: +49 (0)6221 92 60 61
E-Mail: dirk.kaliebe@heidelberg.com

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Unternehmensprofil
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