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Heidelberg beschließt Programm zur Effizienzsteigerung

23.10.2002


  • Jährliche Kosteneinsparung von 200 Millionen Euro
  • Standortoptimierung in Deutschland und USA
  • Strategische Ausrichtung bestätigt
Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) hat in den vergangenen Wochen alle Unternehmensbereiche einer eingehenden Prüfung unterzogen und ein umfangreiches Programm zur Effizienzsteigerung beschlossen. "Durch die nun beschlossenen Maßnahmen verbessern wir die Produktivität der Heidelberg Gruppe", sagte Bernhard Schreier, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. "Ziel ist es, die Ertragskraft des Unternehmens auch in schwierigem Umfeld nachhaltig zu erhöhen."

Heidelberg hatte Anfang September ein Programm zur Effizienzsteigerung und dauerhaften Kostensenkung in Höhe von 200 Millionen Euro angekündigt, das im nächsten Geschäftsjahr voll wirksam werden soll. "Die vom Vorstand beschlossenen Maßnahmen werden schnell und konsequent umgesetzt. Wir steigern damit unsere Wettbewerbsfähigkeit und Rentabilität, und sichern damit langfristig Arbeitsplätze", betonte Schreier. Das verabschiedete Programm unterstütze die strategische Ausrichtung des Unternehmens als führender Lösungsanbieter für die Printmedien-Industrie.

Konzentration der Produktion von Digitaldruckmaschinen auf den Standort Rochester
Im Zuge der Optimierung des weltweiten Produktionsverbundes wird die Produktion von Digitaldruckmaschinen auf den Standort Rochester, USA, konzentriert. Künftig werden hier neben digitalen Schwarz-Weiß-Druckmaschinen auch die Farbdigitaldruckmaschine NexPress gefertigt. Für den Standort Kiel bedeutet das eine Verlagerung der NexPress-Montage in die USA. Mit dieser Maßnahme können Synergien in dem Bereich besser genutzt und die Kostenstruktur der Sparte Digital deutlich verbessert werden.

Zusammenlegung der Postpress-Standorte Ludwigsburg und Mühlhausen
Als weitere Maßnahme wurde beschlossen, die Entwicklung und Fertigung von Weiterverarbeitungslösungen für den Bereich Digitaldruck stärker in die Sparte Digital einzubinden. Dies sieht eine Verlagerung der am Standort Mühlhausen entwickelten und gefertigten Produkte für den Schwarz-Weiß-Digitaldruck nach Rochester vor. Alle weiteren Funktionen von Mühlhausen sollen mit dem Standort Ludwigsburg an einem neuen gemeinsamen Standort im Großraum Stuttgart zusammengelegt werden.

Stärkere Integration der Bereiche Prepress und Bogenoffset
Um den Bereich der Druckvorstufe besser in die Sparte Bogenoffset zu integrieren, wird die Montage von Plattenbelichtern (Computer-to-Plate) von Kiel nach Wiesloch verlagert. Darüber hinaus wird die dann in Kiel nicht mehr benötige Leiterplattenfertigung eingestellt.

Straffung der Sparte Web (Rollenoffset)
In der Sparte Web wird sich Heidelberg künftig auf neue Technologien im Rollenoffset- und Zeitungsmarkt konzentrieren. Dadurch sollen die Prozesse in diesem Bereich optimiert und zukünftig wieder ein positives Ergebnis erzielt werden. Davon sind nochmals rund 200 Stellen an Standorten in USA, Frankreich und Niederlande betroffen.
 
Einsparungen in allen Bereichen an den Standorten Heidelberg und Wiesloch
Gleichzeitig zu den Einsparungen in den operativen Einheiten reduziert das Unternehmen auch die Kosten in der Verwaltung. Dies betrifft vor allem die Standorte Heidelberg und Wiesloch. Darüber hinaus ist vorgesehen, die weltweite Vertriebsunterstützung zu optimieren und den weiteren Aufbau des Vertriebs an die momentanen Marktgegebenheiten anzupassen.

Insgesamt sind von den geplanten Maßnahmen weltweit rund 2.200 Mitarbeiter betroffen. Darin ist ein Abbau von 300 Stellen enthalten, der bereits Anfang des Geschäftsjahres angekündigt wurde. In Deutschland wird die Mitarbeiterzahl am Standort Kiel um ca. 770 Stellen reduziert, durch die Zusammenlegung von Mühlhausen und Ludwigsburg werden 140 Mitarbeiter in Mühlhausen abgebaut und in Heidelberg/Wiesloch entfallen knapp 900 Stellen. 400 Mitarbeiter werden im Ausland abgebaut. Die Verhandlungen darüber sollen bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres abgeschlossen sein und möglichst sozialverträglich durchgeführt werden.

"Heidelberg wird nach der Umsetzung dieses Programms verbesserte Kostenstrukturen haben und noch schneller und flexibler auf konjunkturelle Nachfrageschwankungen reagieren können. Dieses Ziel werden wir im Geschäftsjahr 2003/2004 erreicht haben", so Bernhard Schreier.

Zum 31. August 2002 beschäftigte die Heidelberg-Gruppe weltweit rund 24.500 Mitarbeiter.

Für weitere Informationen:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Unternehmenskommunikation
Dirk Kaliebe
Tel.: +49 (0=6221 92 6020
E-Mail: dirk.kaliebe@heidelberg.com

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Unternehmensprofil
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