Ergebnis nach Steuern steigt von 21 auf 29 Millionen Euro
Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) blieb auch im
ersten Quartal (1. April - 30. Juni) des Geschäftsjahres
2001/2002 weiter auf Wachstumskurs.
Der Umsatz der Heidelberg Gruppe stieg um rund acht Prozent
auf 1,1 Milliarden Euro gegenüber 997 Millionen Euro im ersten
Quartal des Vorjahres. Der Auftragseingang blieb mit 1,3 Milliarden
Euro erwartungsgemäß unter dem hohen Wert des stark von
der weltweit größten Druckfachmesse drupa beeinflussten
Vorjahreszeitraums (1,8 Milliarden Euro). Im Vergleich zum ersten
Quartal des Vor-drupa Jahres 1999/2000 (eine Milliarden Euro) stieg
er jedoch um 24 Prozent. Auf der alle vier Jahre stattfindenden
Leitmesse drupa erzielte das Unternehmen im Mai 2000 Aufträge
im Wert von 1,5 Milliarden Euro. "Auf der Basis der Ergebnisse
des ersten Quartals sind wir zuversichtlich, Umsatz und Ertrag im
Gesamtgeschäftsjahr weiter verbessern zu können",
erklärt Heidelbergs Vorstandsvorsitzender Bernhard Schreier.
Das betriebliche Ergebnis stieg im Berichtszeitraum um knapp
22 Prozent auf 45 Millionen Euro. Neben der Ergebnissteigerung
wirkte sich erstmals auch die Steuerreform positiv für
Heidelberg aus. Sehr erfreulich entwickelte sich daher das Ergebnis
nach Steuern mit einem deutlichen Anstieg von 21 auf 29 Millionen
Euro.
"Die Gewinnentwicklung zu Beginn des neuen
Geschäftsjahres unterstreicht einmal mehr die Ertragskraft von
Heidelberg auch in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld",
so Finanzvorstand Dr. Herbert Meyer. Das Ergebnis je Aktie
erhöhte sich um 36 Prozent von 0,25 auf 0,34 Euro.
Erwartungsgemäße Entwicklung in den
Geschäftssparten
Der Umsatz in der Sparte Digital erhöhte sich um knapp
fünf Prozent auf 161 Millionen Euro. Das betriebliche Ergebnis
fiel durch die mit der Markteinführung der digitalen
Farbdruckmaschinen verbundenen Aufwendungen für den Ausbau des
eigenen Vertriebsnetzes wie geplant von -24 Millionen Euro auf -39
Millionen Euro. Im September dieses Jahres wird Heidelberg die
Vermarktung der neuen digitalen Farbdruckmaschine Nexpress starten.
Auch hier wird das Unternehmen künftig eine führende
Position auf dem Weltmarkt einnehmen.
Die Sparte Sheetfed (Bogenoffset-Maschinen) konnte Ihren
Erfolgskurs weiter fortsetzen. Besonders in den Regionen Central
Europe und Asia/Pacific lag die Entwicklung über dem
Durchschnitt. Der Umsatz wuchs um 17 Prozent auf rund 730 Millionen
Euro; das betriebliche Ergebnis erhöhte sich um 46 Prozent auf
117 Millionen Euro.
In der Sparte Web Systems (Rollenoffset-Maschinen) wurde ein
Umsatz von rund 100 Millionen Euro erzielt. Das betriebliche
Ergebnis reduzierte sich umsatzbedingt sowie aufgrund von
Vorleistungen/Einmaleffekten um 12 Millionen Euro gegenüber
dem Vorjahr auf -36 Millionen Euro. Einen Erfolg erreichte
Heidelberg im Zeitungsmarkt. In den USA verkaufte das Unternehmen
im August die erste Zeitungsrotation Mainstream 80 an die Zeitung
"The Roanoke Times" aus Virginia.
Die Sparte Finishing (Weiterverarbeitung) erzielte einen
Umsatz von 83 Millionen Euro. Die Regionen NAFTA und Asia/Pacific
machten hiervon rund 50 Prozent aus. Das Betriebsergebnis lag bei
drei Millionen Euro.
Positive Entwicklung in den Regionen
In der Region Central Europe konnte Heidelberg seine starke
Position durch ein Umsatzplus von über 14 Prozent auf 433
Millionen Euro ausweiten. In der NAFTA-Region (USA, Mexiko und
Kanada) reduzierten sich die Umsätze als Ergebnis der
verhaltenen konjunkturellen Entwicklung in den USA um nur 5 Prozent
auf 291 Millionen Euro. Außerordentlich erfolgreich
entwickelte sich die Region Central und South America mit einer
Umsatzsteigerung von 28 auf 51 Millionen Euro. Die Region Asia/
Pacific wurde besonders von den günstigen Rahmenbedingungen in
China beeinflusst und erzielte einen Umsatz von 210 Millionen Euro.
Die anderen Regionen profitierten ebenfalls von einer steigenden
Nachfrage am Markt.
Zum 30.6.2001 beschäftigte die Heidelberg Gruppe rund
26.000 Mitarbeiter.
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