Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) hielt am Freitag in
der Stadthalle Heidelberg ihre Hauptversammlung ab. Bei der
Veranstaltung waren knapp 92 Prozent des Heidelberg-Grundkapitals
vertreten. Vorstand und Aktionäre blickten auf ein
erfolgreiches Geschäftsjahr 1999/2000 (1. April 1999 - 31.
März 2000) zurück. "Heidelberg hat in den
vergangenen Monaten seine Neupositionierung als
Lösungsanbieter erfolgreich abgeschlossen und dadurch alle
Voraussetzungen geschaffen, um die Zukunft der grafischen Industrie
mitzubestimmen", so der Vorstandsvorsitzende Bernhard
Schreier.
Das Unternehmen hat seine Marktposition im vergangenen
Geschäftsjahr weiter ausgebaut. Die Heidelberg Gruppe erzielte
in 1999/2000 einen Umsatz von 4,6 Milliarden Euro und übertraf
damit den Wert des Vorjahres um 16,5 Prozent. Auch bei den
Auftragseingängen hat das Unternehmen stark zugelegt und mit
4,7 Milliarden Euro und einem Plus von 39,3 Prozent eine neue
Bestmarke erreicht. Das Ergebnis nach Steuern lag mit 251 Millionen
Euro trotz der Belastung durch den Kauf der ehemaligen Kodak-Sparte
Office-Imaging annähernd auf dem Niveau des Vorjahres.
Die Heidelberg Aktionäre waren auf der Hauptversammlung
aufgefordert, über sechs Tagesordnungspunkte abzustimmen. Der
Ausschüttung einer Dividende von 1,70 Euro für jede
gewinnberechtigte Stückaktie stimmten die Aktionäre zu
nahezu 100 Prozent zu. Mit den drei Beherrschungs- und
Ergebnisabführungsverträgen, die Heidelberg im
vergangenen Geschäftsjahr mit Tochtergesellschaften
abgeschlossen hat, zeigten sich ebenfalls knapp 100 Prozent der
Stimmberechtigten einverstanden.
Sie umfassen die Heidelberg Digital Finishing GmbH,
Mühlhausen, die Heidelberg Middle East and Africa Holding
GmbH, Heidelberg, sowie die Heidelberg China-Holding GmbH,
Heidelberg. Auch alle restlichen Tagesordnungspunkte
befürworteten die Stimmberechtigten mit nahezu 100 Prozent.
Die Zahlen zum ersten Quartal 2000/2001 (1. April - 30. Juni
2000) zeigen, dass die Heidelberg Gruppe gut in das laufende
Geschäftsjahr gestartet ist. Die Auftragseingänge sind im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 65 Prozent auf 1,7 Milliarden
Euro gewachsen, der Umsatz erhöhte sich um 18 Prozent auf 984
Millionen Euro. Besonders erfolgreich verlief die Fachmesse drupa
2000 im Mai. Auf der Welt-Leitmesse für die grafische
Industrie erhielt Heidelberg Aufträge im Wert von mehr als 1,5
Milliarden Euro. Mit dieser Bestmarke konnten die
Auftragseingänge der vergangenen drupa, die 1995 stattfand,
verdreifacht werden.
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