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Rahmenbedingungen - Gesamtwirtschaft und Branche

  • Weltwirtschaft wuchs um 3,7 Prozent; deutliche Konjunktureintrübung zum Jahresende
  • Gestiegene Nachfrage nach Printprodukten in Schwellenländern
  • Problematische Wechselkurssituation für europäische Anbieter
Weltwirtschaft wächst weiter - trotz stotterndem Konjunkturmotor in den USA
Im Jahr 2007 waren alle Augen auf die Wirtschaft der USA gerichtet: Von der Mitte des Jahres an litt sie zunehmend unter der Schwäche des Immobilienmarkts; die handfeste Bankenkrise, die sich hieraus entwickelte, sollte bis zum Ende des Jahres viele Finanzmärkte erfassen. Doch obwohl die US-Konjunktur ins Stottern geriet, wurden die positiven Erwartungen im Euroraum und in Asien nahezu erfüllt. Anders als in der Vergangenheit schienen die USA nicht mehr das Hauptzugpferd der Weltkonjunktur zu sein: Die stark wachsenden Märkte der Schwellenländer boten gute Exportchancen; zudem zeichneten sie sich durch eine recht stabile, unabhängige wirtschaftliche Lage aus. Insgesamt wuchs die Weltwirtschaft - trotz der weiterhin hohen Energiepreise, die vor allem das Konsumverhalten der Privathaushalte drosselten - im Jahr 2007 um 3,7 Prozent und damit fast so stark wie im Vorjahr.

Entwicklung der Druckbranche in unseren größten Märkten sehr unterschiedlich
In den Schwellenländern zog die Nachfrage nach Printprodukten weiter an - teilweise überproportional zum Wirtschaftswachstum; qualitativ hochwertige Drucksachen haben stark an Bedeutung gewonnen. In den Industrieländern setzten Druckereien vorrangig auf Rationalisierungsinvestitionen; gestiegene Energie- und Papierpreise sowie höhere Personalkosten konnten sie wie in den Vorjahren nur bedingt an ihre Endkunden weitergeben.

In unseren beiden größten Märkten, in Deutschland und in den USA, hätte die Stimmung in der Druckbranche kaum unterschiedlicher sein können als im Berichtsjahr - obwohl die Volkswirtschaften mit ähnlichen Raten wuchsen: Die deutsche Druckindustrie setzte den Trend aus dem Vorjahr fort; geschäftliche Situation und Beschäftigungsquote verbesserten sich weiter, wenn auch die Produktion im Jahr 2007 lediglich um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr zunahm (Quelle: bvdm). Die Kapazitätsauslastung bei den Druckereien stieg gegen Ende des Jahres an; im Jahresdurchschnitt lag sie bei über 85 Prozent. Dagegen wurde die amerikanische Druckindustrie von der allgemein schwächelnden Wirtschaft spürbar in Mitleidenschaft gezogen, die Kapazitätsauslastung erreichte zum Ende des Berichtsjahres nur 75 Prozent.

Wettbewerbsstruktur der Branche: Wechselkursverhältnisse begünstigen nichteuropäische Wettbewerber erheblich
In den letzten fünf Jahren haben sich die Wechselkursverhältnisse gravierend zugunsten von Anbietern verschoben, die ihre Wertschöpfung außerhalb des Euroraums angesiedelt haben. Die Verhältnisse im Berichtsjahr haben sich entgegen unserer Erwartungen durch die nochmalige deutliche Abwertung des US-Dollar weiter zu unseren Lasten verschlechtert. Im Bereich der Bogenoffset-Drucktechnologie sind wir Weltmarktführer. Neben unseren beiden Hauptwettbewerbern, König & Bauer und MAN Roland, die ihren Sitz ebenfalls in Deutschland haben, gibt es in diesem Bereich einige japanische Wettbewerber wie Komori, Ryobi und Mitsubishi, die in den letzten Jahren enorm von der Abwertung von Yen und Dollar profitiert haben. Zudem nutzten die japanischen Wettbewerber die Wechselkursverhältnisse, um stärker als bisher in verschiedene europäische und südostasiatische Märkte einzudringen. Der Wettbewerb wurde hierdurch nochmal verschärft - auf die Gefahr einer solchen Entwicklung und ihren Auswirkungen auf unsere Spielräume in der Preisgestaltung hatten wir im Risikobericht des Vorjahres hingewiesen.

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Ausführlicher Bericht "Rahmenbedingungen - Gesamtwirtschaft und Branche"
Stand: Juli 2008
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