- Ziel: Konjunkturabhängigkeit weiter verringern
- Schrittweise Annäherung an mittelfristiges Umsatzziel;
größerer Umsatzzuwachs im drupa-Jahr angestrebt
- Finanzielle Stabilität im Fokus
Auch wenn allgemein davon ausgegangen wird, dass die Dynamik
der Weltwirtschaft im laufenden Geschäftsjahr nur wenig
gebremst werden wird, bestehen einige Risiken für das
konjunkturelle Wachstum. Nach wie vor stellt die weitere
Entwicklung der Gesamtwirtschaft das größte Risiko - aber
auch die größte Chance - für den Heidelberg-Konzern
dar.
Gesamtaussage des Vorstands zur Prognose
Prämisse unserer Planung ist, dass sich die
Weltwirtschaft trotz der bestehenden Unsicherheiten insgesamt
stabil entwickeln wird, im Abschnitt ›Erwartete
Rahmenbedingungen‹ legen wir dar, dass dies auch der
Einschätzung der meisten Wirtschaftsinstitute entspricht.
Mehrere Faktoren erschweren es uns zurzeit, verlässliche
Bandbreiten für unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den
beiden
kommenden Geschäftsjahren anzugeben:
- Wir erwarten, dass die Nachfrage nach Druckmaschinen in den
Schwellenländern auf hohem Niveau bleibt und in den
Industrieländern weiter anziehen wird - auch der VDMA sieht
die Printmedienindustrie erst am Anfang einer Erholungsphase.
Allerdings ist nach wie vor schwer abzuschätzen, ab wann
Druckereien wieder deutlich mehr investieren werden, zum Beispiel
in den USA, in Kanada, Australien und Japan.
- Zudem können wir nur sehr bedingt prognostizieren, ob
und in welchem Umfang die drupa 2012 in ihrem Vorfeld zu einer
gewissen Kaufzurückhaltung bei Druckereien führen wird
und wie stark sie dazu beitragen wird, dass sich der
Investitionsstau auflöst. Die wichtigste Branchenmesse
findet alle vier Jahre im Mai in Düsseldorf statt. Sie hat
in der Vergangenheit knapp 400.000 Besucher angezogen.
Unser mittelfristiges Umsatzziel, das wir in den kommenden
zwei bis drei Jahren anstreben, liegt bei über 3 Mrd €
im Jahr. Bei einer insgesamt stabilen Entwicklung rechnen wir
damit, dass wir uns im laufenden und im nächsten
Geschäftsjahr diesem Ziel schrittweise nähern werden -
der Umsatzzuwachs im Folgejahr sollte durch die drupa 2012 und
die weitere Erholung der Printmedienindustrie größer als
im laufenden Geschäftsjahr ausfallen. Wie im Berichtsjahr wird
das Wachstum in der Sparte Heidelberg Equipment voraussichtlich
höher sein als in der weniger konjunkturabhängigen Sparte
Heidelberg Services; unser direkt finanziertes Portfolio in der
Sparte Heidelberg Financial Services wollen wir weiterhin so gering
wie möglich halten.