Projekt mit einem Werk in der Speedmaster XL 105
Auf der drupa 2008 wird die Heidelberger Druckmaschinen AG
(Heidelberg) in der Halle 2 im Bereich "Spezialanwendungen"
ein Werk der Speedmaster XL 105 als Technologiestudie vorstellen.
Mit innovativer und für den Bogenoffsetdruck neuer
Sleeve-Technologie lässt sich dieses Werk entweder zum
Lackieren oder zum Prägen einsetzen. In der
Druckmaschine befindet es sich als letztes Werk vor dem Ausleger.
Damit ist es möglich, inline in einem Durchgang zu drucken und
anschließend hochwertige dreidimensionale Strukturen zu
prägen oder alternativ einen zusätzlichen UV-Lack zum
Veredeln einzusetzen.
Als Zielgruppe sieht Heidelberg Faltschachtel- und
Etikettendrucker, die Premiumverpackungen für Kosmetik oder
Zigaretten sowie hochwertige Etiketten produzieren. Besonders
geeignet sind Anwendungen auf der Speedmaster XL 105 mit Doppellack
und UV-Druck. Mit der Technologiestudie untersucht Heidelberg die
Möglichkeiten der Inlinefertigung auf der Druckmaschine und
den Einsatz der Sleeve-Technologie im Bogenoffset, um
Durchlaufzeiten zu reduzieren und Fertigungsschritte einzusparen.
Die Vorteile sind eine sehr hohe Flexibilität und
Wirtschaftlichkeit und die Differenzierungsmöglichkeit
gegenüber dem Wettbewerb. Der Prozesswechsel zwischen
Lackieren und Prägen erfolgt aufgrund der Sleeve-Technologie
in wenigen Minuten. Möglich sind das Prägen von
Schmuckelementen und Mikrostrukturen oder von Sicherheitsmerkmalen
sowie eine Kombination von beiden. Es kann sogar eine komplette
Strukturprägung über Rilllinien hinweg erfolgen. Dazu
würden in einer Stanzmaschine zwei Durchgänge
benötigt. Strukturen wie Leder, Tropfen oder Laub ergeben
dabei ganz neue Design¬möglichkeiten.
Präzise Prozesse für vielfältige Anwendungen
Im Lackiermodus bleibt das Kammerrakelsystem mit der
Rasterwalze am Druckzylinder angestellt, und die Speedmaster XL 105
produziert mit bis zu 18.000 Bogen pro Stunde. Beim Prägen
wird das Kammerrakelsystem abgestellt, und es wird eine maximale
Geschwindigkeit von bis zu 13.000 Bogen pro Stunde erreicht. Den
Lackiersleeve kann der Anwender einfach selbst im Haus vorbereiten.
Über die Firma Saueressig in Vreden oder weitere Lieferanten
sind die Prägesleeves erhältlich. Je nach Anwendung ist
dabei eine Schmuckprägung oder eine unsichtbare Prägung
als so genanntes verstecktes Bild oder Hidden Image möglich.
Dieses wird erst durch einen entsprechenden Decoder sichtbar
gemacht. Eine Kombination von beiden Verfahren ist möglich.
Die Umrüstung zwischen Präge- und Lackiersleeve erfolgt
einfach und schnell durch ein ergonomisches Sleevewechselsystem.
Alle Steuerungen erfolgen dabei über den zentralen
Maschinenleitstand Prinect Press Center.
Bild:
Mit innovativer Sleeve-Technologie lässt sich das Werk
der Speedmaster XL 105 schnell zum Lackierwerk oder zum Prägen
umrüsten.
Für weitere Informationen:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Unternehmenskommunikation
Hilde Weisser
Tel.: +49 (0)6221 92 50 66
Fax: +49 (0)6221 92 50 69
E-Mail:
hilde.weisser@heidelberg.com