Auf ihrem IPEX-Stand zeigt die Heidelberger Druckmaschinen AG
(Heidelberg) im Bereich Industrial Commercial B1, wie Kunden ab
sofort die Produktivität über die gesamte Prozesskette
von der Vorstufe über den Druck bis zur Weiterverarbeitung
erheblich steigern können. So ist eine Steigerung um bis zu
zwölf Prozent durch neue Ausschießschemen möglich,
die das Druckformat besser ausnutzen. Weitere 30 bis 40 Prozent
Leistungssteigerung im Falzprozess sind durch das Queranlegen
möglich. "Dies ist ein weiteres Beispiel für die
Vorteile eines Lösungsanbieters: Eine neue Technik in der
Weiterverarbeitung, die das Potenzial der gesamten Produktionskette
optimiert", bestätigt Stephan Plenz, Vorstand von
Heidelberg für Equipment.
Die Besucher erleben eine Vorführung bestehend aus dem
Suprasetter 105 MCL, der Speedmaster XL 105, der
Taschenfalzmaschine TD 94 und dem Sammelhefter ST 450.
Über Prinect SignaStation werden für ein Endprodukt
im Format DIN A5 anstelle der üblichen 32 Seiten nun 36 Seiten
ausgeschossen. In der Falzmaschine TD 94 werden diese Bogen dann
quer angelegt und können über nur zwei
Taschenfalzstationen verarbeitet werden. Neben dem
Produktivitätsvorteil bringt dies deutliche Vorteile bei
Platzbedarf, Einrichtezeit, Energieverbauch und vor allem bei der
Falzqualität. So ist die Faltenbildung gegenüber den
klassischen Kreuzbruchfalzarten deutlich reduziert. Titelbalken und
Überläufer passen deutlich besser, da bei den
Parallelbrüchen im zweiten Falzwerk wesentlich weniger
Winkelverdrängung entsteht. Die Falzbogen liegen wesentlich
flacher, lassen sich besser abstapeln und im Anleger des
Stitchmaster ST 450 besser und störungsfreier anlegen.
Die neuen Ausschießschemen eignen sich auch für die
Klebebindung.
Neue, pneumatische Doppelstromweiche ermöglicht den
richtigen Dreh
Durch zwei Schritte kann die Produktivität der
Taschenfalzmaschinen der Stahlfolder TH- und TD-Serien deutlich
gesteigert werden: Einen einfachen Dreh um 90 Grad der zu falzenden
Bogen am Anleger und mit der neuen pneumatischen Doppelstromweiche
vor der zweiten Falzstation. Durch die geringere Einlauflänge
des Bogens bei gleicher Maschinengeschwindigkeit liegt die
Leistungssteigerung abhängig vom Bogenformat bei etwa 30 bis
40 Prozent (Grafik 1).
Ohne die neue, pneumatische Doppelstromweiche wurde bisher
beim Queranlegen das Geschwindigkeitsproblem auf die zweite Station
verlagert. Im Anleger und im ersten Parallelfalzwerk kam zwar die
reduzierte Einlauflänge zum Tragen, jedoch musste auf der 90
Grad gedrehten zweiten Station wieder die volle Einlauflänge
transportiert werden. Darum war eine sehr hohe Geschwindigkeit der
zweiten Station notwendig, was zu Falzproblemen und
Qualitätsminderungen führen konnte (Grafik 2).
Die pneumatische Doppelstromweiche ermöglicht es nun,
die Falzbogen auf der zweiten Falzstation parallel an zwei Linealen
auszurichten und zu transportieren. Da auf diese Weise doppelt so
viele Falzbogen transportiert werden können, kann die
Geschwindigkeit der zweiten Station um die Hälfte reduziert
werden. Durch das Quereinlaufen des Bogens im ersten
Parallelfalzwerk bei gleichbleibender Maschinengeschwindigkeit wird
nun einerseits die Produktivität deutlich gesteigert und
andererseits, durch die niedrige Geschwindigkeit der zweiten
Station, die Falzqualität verbessert sowie der Falzprozess
noch stabiler gestaltet (Grafik 3).
Grafik 1: Queranlage
Mit einem einfachen Dreh der zu falzenden Bogen am
Anleger kann die Produktivität um 30 bis 40 Prozent gesteigert
werden.
Grafik 2: Queranlage bei Falzmaschine ohne pneumatische Weiche
Bisher gab es beim Queranlegen ein
Geschwindigkeitsproblem zwischen dem ersten Parallelfalzwerk mit
der reduzierten Einlauflänge und der zweiten Falzstation, die
durch die 90 Grad-Drehung wieder die volle Bogenlänge
transportiert.
Grafik 3: Die Weiche vor der zweiten Falzstation ist der
Schlüssel
Die pneumatische Doppelstromweiche ermöglicht es,
die Falzbogen an der zweiten Falzstation parallel an zwei Linealen
auszurichten und zu transportieren. Die Geschwindigkeit der zweiten
Station kann somit um die Hälfte reduziert werden, wobei die
Bogenleistung gleich bleibt.
Für weitere Informationen:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Corporate Public Relations
Hilde Weisser
Tel.: +49 (6221) 92 5066
Fax: +49 (6221) 92 5069
E-Mail:
Hilde.Weisser@heidelberg.com
Heidelberg auf der IPEX 2010:
Unter dem Leitmotto
HEI Performance und
HEI Value stellt Heidelberg sein umfassendes
Lösungsangebot von State-of-The-Art Technologien und Services
in den Fokus einer wirtschaftlichen und umweltgerechten Produktion
von Druckerzeugnissen. Auf der Messe zeigt das Unternehmen
praxisnah, wie Mediendienstleister, Druckereien und
Weiterverarbeiter aktuelle Markttrends aufgreifen und das eigene
Angebot erfolgreich darauf ausrichten können. Über die
gesamte Wertschöpfungskette des Bogenoffsetdrucks hinweg zeigt
Heidelberg, wie sich Geschäfts- und Produktionsprozesse
optimieren und Umweltbelastungen auf ein Minimum reduzieren lassen.
In zahlreichen Praxisvorführungen können sich
Messebesucher darüber hinaus informieren, wie sie im Bereich
von Kleinauflagen mit hochwertigen Druckanwendungen wirtschaftlich
erfolgreich sein können, wie man sich über kreative
Druckanwendungen differenzieren kann und wie sich das Internet in
die eigene Geschäftsstrategie integrieren lässt.