Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) stellt auf der
drupa 2012 in Düsseldorf ihren neuen PFX-Palettenanleger
für die Stahlfolder TH/KH-Falzmaschinen vor. PFX steht dabei
für Pallet Feeder eXtended. Mit diesem neuen Anleger ist es
möglich, den Ausstoß einer Falzmaschine gegenüber
einer konventionellen Kreuzbruch-Produktion um bis zu 50 Prozent zu
erhöhen. Trotz dieses enorm gesteigerten Ausstoßes
läuft die gesamte Anlage nach wie vor mit der gleichen
mechanischen Geschwindigkeit und sichert eine präzise
Falzqualität und stabile Produktionsbedingungen.
Der neue PFX-Anleger nutzt das gleiche Prinzip wie ein
Druckmaschinenanleger: er vereinzelt die Bogen der Palette und
führt sie als Bogenstrom unterschuppt auf den
Zuführtisch. Somit können bei gleicher
Maschinengeschwindigkeit mehr Bogen in gleicher Zeit der
Falzmaschine zugeführt werden. Der Separationsprozess auf dem
Anleger läuft dabei viel langsamer und stabiler ab als bei
herkömmlichen Falzmaschinen, bei denen jeder Bogen einzeln auf
den Zuführtisch transportiert werden muss. Durch das
einzigartige Venturi-Prinzip im Vakuumzuführtisch des
PFX-Anlegers wird die Bogenschuppe zuverlässig ausgerichtet
und ermöglicht damit erst diese höhere Falzbogenmenge in
gleicher Zeit. Mit gewöhnlichen Zuführtischen wäre
solch eine stabile Verarbeitung nicht möglich.
"Bei der industriellen Druckproduktion in hohen Auflagen sind
sowohl der Ausstoß als auch die Stabilität der Produktion
entscheidend", erklärt Stephan Plenz, Vorstand bei Heidelberg
und zuständig für den Bereich Equipment. "Uns ist es nun
gelungen, das Prinzip des bewährten Schuppenanlegers der
Druckmaschinen auch für die Weiterverarbeitung zu nutzen und
damit eine schlanke Produktion mit vielfältigen
Einsparpotenzialen umzusetzen".
Der neue PFX-Anleger wird auf dem Heidelberg Stand in Halle 1
an einer Stahlfolder TH 82-Maschine als Antwort auf den Markttrend
HEI Productivity gezeigt. Verfügbar ist er ab Anfang 2013.
Geschupptes Anlegen und geschupptes Falzen sorgen für hohen
Durchsatz
Die innovative Bogenzuführung des Stahlfolder TH 82
mit PFX-Anleger geht, verglichen mit der Druckmaschine, sogar noch
einen Schritt weiter. Auch nach dem Ausrichten des Schuppenstroms
kann abhängig vom Auftrag die Bogenschuppe am
Zuführlineal erhalten bleiben und wird dann, immer noch
überlappt, in das erste Falzwerk transportiert. Der obere
Bogen der Schuppe verkürzt sich durch den ersten Falzbruch so
weit, dass sich noch im Falzwerk die Schuppe auflöst und die
Bogen nach dem ersten Bruch nun einzeln und mit Abstand weiter
transportiert werden. Durch diesen entscheidenden Schritt des
überlappten Falzens ist die maximale
Produktivitätssteigerung von bis zu 50 Prozent möglich.
Integrierte Produktion ermöglicht
Produktivitätssteigerung um bis zu zwölf Prozent
über den Gesamtprozess hinweg
Ein wesentlicher Bestandteil der Leistungssteigerung ist
neben den technischen Voraussetzungen des PFX-Anlegers die Wahl der
richtigen Falzart. Kunden, die den Heidelberg Prinect Prepress
Workflow verwenden, können diesen Vorteil sehr einfach
für sich nutzen, da bereits in der Vorstufe die Falzarten
bestimmt werden.
Häufig ist mit der Umstellung der Falzart sogar auch
noch eine bessere Ausnutzung des Druckbogens möglich, so dass
z. B. nun 18 statt bisher 16 Seiten A4 auf einer Signatur platziert
werden können. Damit lassen sich je nach Endprodukt ein oder
mehrere Druckdurchläufe einsparen, und am Sammelhefter oder
Klebebinder müssen weniger Anleger beschickt werden. Das
gesamte Einsparpotenzial über alle Produktionsschritte
erreicht dadurch schnell eine Größenordnung von über
zwölf Prozent pro Auftrag.
Volumen einer Hochleistungsdruckmaschine nun mit nur einer
Falzmaschine verarbeitbar
Die so genannten "langen Wendemaschinen" von Heidelberg
sind optimal auf die industrielle Signaturenproduktion in
Standardformaten ausgelegt. Mit bis zu 18.000 Bogen pro Stunde
liefert beispielsweise die neue Speedmaster XL 106-P ein
Bogenvolumen, das bisher auf zwei bis drei Falzmaschinen verteilt
werden musste, um Engpässe in der Weiterverarbeitung zu
vermeiden. Abhängig vom Druckauftrag kann nun mit dem neuen
Prinzip des geschuppten Falzens und dem PFX-Anleger eine einzige
TH/KH-Falzmaschine mit nur einem Bediener das Volumen der
Hochleistungs-Druckmaschine verarbeiten. Der Palettenanleger ist
hier die logistisch perfekte Kombination zur Druckmaschine: die
Stapel werden direkt aus der Druckmaschine in den Anleger der
Falzmaschine übernommen. Und die leistungsfähigen
Auslagensysteme von Heidelberg, speziell der Twinstacker TSH mit
seitlichem Päckchenausschub, bieten dem Bediener genug Puffer,
um auch bei maximaler Geschwindigkeit der Falzmaschine die Bogen
abzunehmen und auf die Palette absetzen zu können. Durch das
automatische Aufstoßen der Stapel in der Auslage und die
Ausgabe auf zwei Ebenen ist das Abnehmen bei hoher Geschwindigkeit
auch ohne zusätzliches Banderolieren möglich.
Bild 1: Heidelberg stellt auf der drupa 2012 den neuen
PFX-Palettenanleger für die Stahlfolder TH/KH-Falzmaschinen
vor, der den Ausstoß einer Falzmaschine gegenüber einer
konventionellen Kreuzbruch-Produktion um bis zu 50 Prozent
erhöhen kann.
Bild 2: Der neue PFX-Anleger an den Stahlfoldern nutzt das
gleiche Prinzip wie ein Druckmaschinenanleger. Die Bogen kommen
geschuppt in den Anleger und darüber hinaus auch geschuppt in
die Falztasche, was für einen hohen Durchsatz sorgt.
Bildmaterial sowie weitere Informationen über das
Unternehmen stehen im Presseportal der Heidelberger Druckmaschinen
AG unter
www.heidelberg.com zur
Verfügung.
Heidelberg auf der drupa 2012
Moderne Printmedien-Dienstleister agieren in einem
dynamischen und anspruchsvollen Markt. Wer in einem solchen Umfeld
erfolgreich wirtschaften will, muss sein Geschäftsmodell
optimieren: Es gilt, Markttrends der Industrie erfolgreich
aufzugreifen und gewinnbringend umzusetzen.
Auf der drupa 2012 präsentiert Heidelberg vom 3. bis 16.
Mai in der Halle 1 ein weiterentwickeltes Produkt- und
Lösungsangebot, das konsequent auf aktuelle Marktanforderungen
zugeschnitten ist. Unter dem Leitmotto "Discover HEI" stehen die
schlanke Produktion (HEI Productivity), ökologisches Drucken
(HEI Eco), Web-to-Print (HEI Integration), Short-Run-Printing (HEI
Flexibility), Differenzierung durch Print-Veredelung (HEI
Emotions), Zukunft im Verpackungsdruck (HEI End) und Vorsprung
durch aktuelles Fachwissen (HEI School) im Mittelpunkt des
Messeauftritts. Damit zeigt das Unternehmen Lösungen, mit
denen Druck- und Weiterverarbeitungsdienstleister die aktuellen
Marktanforderungen meistern können.
www.drupa.heidelberg.com
Für weitere Informationen:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Corporate Public Relations
Hilde Weisser
Tel.: +49 (0)6221 92-5066
Fax: +49 (0)6221 92-5069
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