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drupa 2012: Heidelberg erreicht durch neuen Palettenanleger beim industriellen Falzen eine Produktivitätssteigerung um bis zu 50 Prozent

02.05.2012


  • Neuer PFX-Palettenanleger für Stahlfolder TH/KH-Falzmaschinen nutzt Prinzip des Druckmaschinenanlegers
  • Geschupptes Anlegen und geschupptes Falzen sorgen für hohen Durchsatz
  • Integrierte Produktion ermöglicht Produktivitätssteigerung um bis zu zwölf Prozent über den Gesamtprozess hinweg
  • Volumen einer Hochleistungsdruckmaschine nun mit nur einer Falzmaschine verarbeitbar
Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) stellt auf der drupa 2012 in Düsseldorf ihren neuen PFX-Palettenanleger für die Stahlfolder TH/KH-Falzmaschinen vor. PFX steht dabei für Pallet Feeder eXtended. Mit diesem neuen Anleger ist es möglich, den Ausstoß einer Falzmaschine gegenüber einer konventionellen Kreuzbruch-Produktion um bis zu 50 Prozent zu erhöhen. Trotz dieses enorm gesteigerten Ausstoßes läuft die gesamte Anlage nach wie vor mit der gleichen mechanischen Geschwindigkeit und sichert eine präzise Falzqualität und stabile Produktionsbedingungen.

Der neue PFX-Anleger nutzt das gleiche Prinzip wie ein Druckmaschinenanleger: er vereinzelt die Bogen der Palette und führt sie als Bogenstrom unterschuppt auf den Zuführtisch. Somit können bei gleicher Maschinengeschwindigkeit mehr Bogen in gleicher Zeit der Falzmaschine zugeführt werden. Der Separationsprozess auf dem Anleger läuft dabei viel langsamer und stabiler ab als bei herkömmlichen Falzmaschinen, bei denen jeder Bogen einzeln auf den Zuführtisch transportiert werden muss. Durch das einzigartige Venturi-Prinzip im Vakuumzuführtisch des PFX-Anlegers wird die Bogenschuppe zuverlässig ausgerichtet und ermöglicht damit erst diese höhere Falzbogenmenge in gleicher Zeit. Mit gewöhnlichen Zuführtischen wäre solch eine stabile Verarbeitung nicht möglich.

"Bei der industriellen Druckproduktion in hohen Auflagen sind sowohl der Ausstoß als auch die Stabilität der Produktion entscheidend", erklärt Stephan Plenz, Vorstand bei Heidelberg und zuständig für den Bereich Equipment. "Uns ist es nun gelungen, das Prinzip des bewährten Schuppenanlegers der Druckmaschinen auch für die Weiterverarbeitung zu nutzen und damit eine schlanke Produktion mit vielfältigen Einsparpotenzialen umzusetzen".

Der neue PFX-Anleger wird auf dem Heidelberg Stand in Halle 1 an einer Stahlfolder TH 82-Maschine als Antwort auf den Markttrend HEI Productivity gezeigt. Verfügbar ist er ab Anfang 2013.
Geschupptes Anlegen und geschupptes Falzen sorgen für hohen Durchsatz
Die innovative Bogenzuführung des Stahlfolder TH 82 mit PFX-Anleger geht, verglichen mit der Druckmaschine, sogar noch einen Schritt weiter. Auch nach dem Ausrichten des Schuppenstroms kann abhängig vom Auftrag die Bogenschuppe am Zuführlineal erhalten bleiben und wird dann, immer noch überlappt, in das erste Falzwerk transportiert. Der obere Bogen der Schuppe verkürzt sich durch den ersten Falzbruch so weit, dass sich noch im Falzwerk die Schuppe auflöst und die Bogen nach dem ersten Bruch nun einzeln und mit Abstand weiter transportiert werden. Durch diesen entscheidenden Schritt des überlappten Falzens ist die maximale Produktivitätssteigerung von bis zu 50 Prozent möglich.

Integrierte Produktion ermöglicht Produktivitätssteigerung um bis zu zwölf Prozent über den Gesamtprozess hinweg
Ein wesentlicher Bestandteil der Leistungssteigerung ist neben den technischen Voraussetzungen des PFX-Anlegers die Wahl der richtigen Falzart. Kunden, die den Heidelberg Prinect Prepress Workflow verwenden, können diesen Vorteil sehr einfach für sich nutzen, da bereits in der Vorstufe die Falzarten bestimmt werden.

Häufig ist mit der Umstellung der Falzart sogar auch noch eine bessere Ausnutzung des Druckbogens möglich, so dass z. B. nun 18 statt bisher 16 Seiten A4 auf einer Signatur platziert werden können. Damit lassen sich je nach Endprodukt ein oder mehrere Druckdurchläufe einsparen, und am Sammelhefter oder Klebebinder müssen weniger Anleger beschickt werden. Das gesamte Einsparpotenzial über alle Produktionsschritte erreicht dadurch schnell eine Größenordnung von über zwölf Prozent pro Auftrag.

Volumen einer Hochleistungsdruckmaschine nun mit nur einer Falzmaschine verarbeitbar
Die so genannten "langen Wendemaschinen" von Heidelberg sind optimal auf die industrielle Signaturenproduktion in Standardformaten ausgelegt. Mit bis zu 18.000 Bogen pro Stunde liefert beispielsweise die neue Speedmaster XL 106-P ein Bogenvolumen, das bisher auf zwei bis drei Falzmaschinen verteilt werden musste, um Engpässe in der Weiterverarbeitung zu vermeiden. Abhängig vom Druckauftrag kann nun mit dem neuen Prinzip des geschuppten Falzens und dem PFX-Anleger eine einzige TH/KH-Falzmaschine mit nur einem Bediener das Volumen der Hochleistungs-Druckmaschine verarbeiten. Der Palettenanleger ist hier die logistisch perfekte Kombination zur Druckmaschine: die Stapel werden direkt aus der Druckmaschine in den Anleger der Falzmaschine übernommen. Und die leistungsfähigen Auslagensysteme von Heidelberg, speziell der Twinstacker TSH mit seitlichem Päckchenausschub, bieten dem Bediener genug Puffer, um auch bei maximaler Geschwindigkeit der Falzmaschine die Bogen abzunehmen und auf die Palette absetzen zu können. Durch das automatische Aufstoßen der Stapel in der Auslage und die Ausgabe auf zwei Ebenen ist das Abnehmen bei hoher Geschwindigkeit auch ohne zusätzliches Banderolieren möglich.

Bild 1: Heidelberg stellt auf der drupa 2012 den neuen PFX-Palettenanleger für die Stahlfolder TH/KH-Falzmaschinen vor, der den Ausstoß einer Falzmaschine gegenüber einer konventionellen Kreuzbruch-Produktion um bis zu 50 Prozent erhöhen kann.

Bild 2: Der neue PFX-Anleger an den Stahlfoldern nutzt das gleiche Prinzip wie ein Druckmaschinenanleger. Die Bogen kommen geschuppt in den Anleger und darüber hinaus auch geschuppt in die Falztasche, was für einen hohen Durchsatz sorgt.

Bildmaterial sowie weitere Informationen über das Unternehmen stehen im Presseportal der Heidelberger Druckmaschinen AG unter www.heidelberg.com zur Verfügung.

Heidelberg auf der drupa 2012

Moderne Printmedien-Dienstleister agieren in einem dynamischen und anspruchsvollen Markt. Wer in einem solchen Umfeld erfolgreich wirtschaften will, muss sein Geschäftsmodell optimieren: Es gilt, Markttrends der Industrie erfolgreich aufzugreifen und gewinnbringend umzusetzen.

Auf der drupa 2012 präsentiert Heidelberg vom 3. bis 16. Mai in der Halle 1 ein weiterentwickeltes Produkt- und Lösungsangebot, das konsequent auf aktuelle Marktanforderungen zugeschnitten ist. Unter dem Leitmotto "Discover HEI" stehen die schlanke Produktion (HEI Productivity), ökologisches Drucken (HEI Eco), Web-to-Print (HEI Integration), Short-Run-Printing (HEI Flexibility), Differenzierung durch Print-Veredelung (HEI Emotions), Zukunft im Verpackungsdruck (HEI End) und Vorsprung durch aktuelles Fachwissen (HEI School) im Mittelpunkt des Messeauftritts. Damit zeigt das Unternehmen Lösungen, mit denen Druck- und Weiterverarbeitungsdienstleister die aktuellen Marktanforderungen meistern können.

www.drupa.heidelberg.com

Für weitere Informationen:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Corporate Public Relations
Hilde Weisser
Tel.: +49 (0)6221 92-5066
Fax: +49 (0)6221 92-5069
E-Mail: hilde.weisser@heidelberg.com

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