Beim Medienhaus Reuffurth in Mühlheim am Main ist eine
Speedmaster CD 74-6+L mit dem Inline-Farbmess- und Regelsystem
Prinect Inpress Control erfolgreich im Einsatz.
In Sachen Qualität geht Hans Reuffurth keine Kompromisse
ein. Der ehemalige Lithohersteller stieg 1997 in das Druckgewerbe
ein und beschäftigt heute rund 75 Mitarbeiter im nahe
Frankfurt am Main gelegenen Mühlheim. Im Drucksaal des
Medienhauses stehen eine Speedmaster SM 74 Zehnfarben mit Wendung,
eine Speedmaster CD 74 Sechsfarben mit Lackwerk und Prinect Inpress
Control sowie eine Speedmaster SM 52 Fünffarben. Die
Weiterverarbeitung mit mehreren Schneideanlagen von Polar,
Sammelhefter und Stahlfolder runden das Full Service-Angebot ab.
Qualität sicher erreichen
"Um Qualität in der geforderten Zeit liefern zu
können, bedarf es neuester Technologien und der Zusammenarbeit
aller Abteilungen. So lässt sich ein proof-identisches
Druckerzeugnis nur über Standardisierung und Automatisierung
erreichen", erläutert Reuffurth. Das Medienhaus setzt
deshalb den JDF-basierten Vorstufen- und Farb-Workflow von Prinect
ein. Er ermöglicht es, den gesamten Farbprozess bei laufender
Produktion zu kontrollieren und bei Änderungen sofort zu
korrigieren. Das Unternehmen erfüllt damit wesentliche
Voraussetzungen zur Qualitätssicherung bis in die
Druckmaschinen hinein und ist in der Lage, nach Prozessstandard
Offsetdruck auf unterschiedlichen Druckmaschinen gleiche
Druckergebnisse zu erzielen.
Mehr Produktivität durch Inline-Messung
Um außerdem die Zeitvorgaben des Color Managements
zu erfüllen, setzt man bei Reuffurth auf Prinect Inpress
Control. Ein Farbmessgerät, das in der Druckmaschine
installiert ist, online misst und regelt, erlaubt ein Einrichten
ohne Bogenziehen und Anhalten der Maschine. Das bedeutet einen
spürbaren Zeit- beziehungsweise Produktivitätsvorteil.
Prinect Inpress Control sitzt im letzten Druckwerk der
Speedmaster CD 74-6+L, vor dem Lackierwerk. Messungen werden also
von einem Lackauftrag weder verfälscht oder beeinflusst. Die
Daten sind im Maschinenleitstand sichtbar und können dort
eingestellt werden. Einmal fest definierte OK-Bogen werden vom
System - auch für Wiederholaufträge - als Zielwertvorgabe
übernommen, überwacht und Abweichungen innerhalb
geringster Toleranzen korrigiert.
Zeit und Makulatur gespart
"Mit Prinect Inpress Control sparen wir 20 bis 30
Prozent Einrichtezeit pro Auftrag ein - das summiert sich schnell
auf einige Stunden pro Woche. Außerdem entfallen etwa 20
Prozent Makulatur. Das System ist daher nicht nur für hohe,
sondern gerade auch für kleine Auflagen in Verbindung mit
häufigen Jobwechseln interessant", ist Peter Hofmann,
technischer Betriebsleiter bei Reuffurth, überzeugt. Hinzu
kommt, dass eine integrierte Passerkorrektur die kontinuierliche
Überwachung der Farbe und des Passers ermöglicht.
Außerdem unterstützt die Druckmaschinensteuerung das
Messgerät durch kontinuierliches Lernen und Anpassen der
Farbvoreinstellung, sodass eine schnelle Einfärbung des Bogens
beim Auftragsstart erreicht wird. Und zusätzlich spektral
hinterlegte L*a*b*-Werte erlauben es, Sonderfarben präzise zu
drucken. "Für uns ist es selbstverständlich, dass
der unseren Kunden vorgelegte Proof auch das spätere
Druckergebnis widerspiegelt. Prinect Inpress Control ist dabei ein
weiterer Schritt vorwärts", ist sich Reuffurth sicher.