Noch sieht die Halle 1 auf dem Düsseldorfer Messegelände
aus wie viele andere Messehallen. Innerhalb von knapp vier Wochen
wird sich dies grundlegend ändern. Dann nämlich gehen
dort für 14 Tage fünf Hei-Tech-Druckereien in Betrieb,
die erfolgreiche Geschäftsmodelle aufzeigen. Die Heidelberger
Druckmaschinen AG (Heidelberg), weltweit führendes Unternehmen
in der Printmedien-Industrie, ist auch in diesem Jahr wieder der
größte Aussteller auf der drupa. Die weltgrößte
Fachmesse für Druck und Papier findet diesmal vom 3. bis zum
16. Mai statt.
Mit rund 60 Innovationen präsentiert sich das
Unternehmen unter dem Motto "Discover HEI" auf der alle vier Jahre
stattfindenden Fachmesse. Heidelberg stellt auf dem rund 6.300
Quadratmeter großen Messestand - dies entspricht etwa der
Fläche eines Fußballfelds - sein komplettes
Lösungsangebot für den Werbe-und den Verpackungsdruck,
von der Vorstufe bis zur Weiterverarbeitung inklusive des gesamten
Angebots für den Digitaldruck vor. "Normalerweise würde
der Aufbau fünf kompletter und zudem integrierter Druckereien
länger als ein halbes Jahr dauern", erklärt Uwe Galm, der
Technische Leiter für den drupa-Messeauftritt bei Heidelberg.
Ganz so viel Zeit hat er nicht, genau 27 Tage und Nächte
müssen reichen. Unmittelbar vor Ostern übernahm
Heidelberg die Halle 1, bereits über die Feiertage wurden
Großteile der Infrastruktur wie Licht, Ton sowie Verkabelung
im Boden und an der Decke installiert. Am Dienstag nach Ostern ging
es mit dem Aufbau der Maschinen los. Zwei Wochen später, am
23. April, will Heidelberg damit beginnen, alle aufgebauten
Maschinen auf ihre volle Funktionsfähigkeit hin zu testen. Am
Nachmittag des 2. Mai muss bis auf einige kleinere Restarbeiten
alles fix und fertig sein.
Für Uwe Galm und seine Mitarbeiter ist dies eine logistische
Mammutaufgabe. Lösen müssen sie nahezu 200
Servicetechniker, Messebauer, Elektroinstallateure sowie Licht- und
Audiotechniker. In den ersten Tagen arbeiten sie im
Zweischichtbetrieb rund um die Uhr, später nur noch in einer
Schicht. Rund 2.000 Tonnen Material gilt es auf dem Messestand an
die richtigen Stellen zu bringen - beziehungsweise erst einmal
nach Düsseldorf zu transportieren. Das Gewicht entspricht rund
1.500 Mittelklasse- Pkw oder 100 LKW-Ladungen in der 40
Tonnen-Klasse, die in genau getakteter Folge das Messegelände
ansteuern müssen. Die schwerste Einzelkomponente, die
Bogenstanze Dymatrix 106, ist 10 Meter lang, 2,70 Meter breit, 3
Meter hoch und wiegt allein 33 Tonnen. Insgesamt werden auf dem
Messestand von Heidelberg 12 Druckmaschinen und 11 Maschinen
für die Weiterverarbeitung installiert.
Beeindruckend ist auch die Menge an Material, die Uwe Galm
für Stromversorgung, Kommunikation und den Aufbau eines
Datennetzwerks bereitstellen muss. 3,2 Kilometer Lichtwellenleiter,
12 Kilometer Stromleitungen für die Spannungsebene 230 Volt,
3,5 Kilometer Telefonleitung, 8,5 Kilometer Lastkabel, 6 Kilometer
Datenleitungen und noch etliches andere mehr hat Galm auf seiner
"nicht-vergessen-Liste" stehen. Um die Maschinen ins rechte Licht
zu rücken, braucht er außerdem 1.150 konventionelle und
400 LED-Scheinwerfer mit einer Gesamtleistung von 1,2 Megawatt. 130
Lautsprecher sorgen für die richtige Akustik.
Auch der Betrieb des Messestands selbst wird eine
organisatorische und logistische Meisterleistung sein. In die
Vorbereitung und in die Durchführung der drupa sind bei
Heidelberg rund 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingebunden.
Damit jeder Handgriff sitzt und sich die erwarteten rund 360.000
Besucher rundum wohlfühlen, werden die Kolleginnen und
Kollegen ebenso wie rund 130 Hostessen bereits seit Wochen intensiv
geschult.
Kompletter Messestand wird
CO
2
-neutral gestellt
Heidelberg legt aber nicht nur Wert auf einen perfekten
Messeauftritt, sondern auch darauf, dass er möglichst
umweltgerecht und nachhaltig gestaltet ist. Bereits in der
Planungs- und Ausschreibungsphase wurde auf umwelt¬freundliche
Prozesse sowie wiederverwendbare bzw. recyclingfähige
Materialien geachtet. Der komplette Messeauftritt wird klimaneutral
gestellt, das heißt die
CO
2-Emissionen
für sämtliche messerelevanten Prozesse und Materialien
werden kompensiert. Dies gilt für alle Bereiche wie das
Projektmanagement, die Logistik inklusive Auf- und Abbau der
Maschinen, ihren Betrieb sowie die An- und Abreise der Mitarbeiter
einschließlich ihres Aufenthalts vor Ort. Weitere Parameter
für die
CO
2
-Berechnung des Messe¬stands sind die eingesetzten
Verbrauchsmaterialien wie Papier und Farben sowie die Energie
für die Messetechnik und für den Betrieb der Maschinen.
Die in Geldeinheiten umgerechneten
CO
2-Emissionen
fließen in ein Wiederaufforstungsprojekt in Togo.
Auf der drupa 2012 unterstreicht Heidelberg zugleich seine
Vorreiterrolle beim umwelt-freundlichen Drucken selbst. Als erster
Hersteller weltweit bietet das Unternehmen optional klimaneutral
gestellte Druckmaschinen ab Werk an. In nahezu allen auf der drupa
vorgestellten Bogenoffset-Druckmaschinen ist zudem ein
Energiemessgerät enthalten, das den aktuellen Strombedarf je
1.000 Bogen ermittelt und dem Kunden so das Stromsparen erleichtert
Uwe Galm und seinen Mitarbeitern steht ein ausgesprochen
arbeitsreicher Monat April bevor. Sorgen macht sich der
44-Jährige deswegen nicht: Für den gelernten Informatiker
ist es in dieser verantwortlichen Funktion zwar die erste drupa,
insgesamt ist er jedoch schon zum vierten Mal in Düsseldorf
mit dabei.
Bilder 1 - 2: Der Countdown für die drupa 2012 hat
begonnen: Heidelberg hat den Aufbau seines Messestandes in
Halle 1 in Düsseldorf an Ostern gestartet. Mit rund 60
Innovationen präsentiert sich das Unternehmen unter dem Motto
"Discover HEI" auf der alle vier Jahre stattfindenden Fachmesse.
Bildmaterial sowie weitere Informationen über das
Unternehmen stehen im Presseportal der Heidelberger Druckmaschinen
AG unter
www.heidelberg.com zur
Verfügung.
Für weitere Informationen:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Corporate Public Relations
Thomas Fichtl
Tel.: +49 (0)6221 92-5900
Fax: +49 (0)6221 92-5069
E-Mail:
thomas.fichtl@heidelberg.com
Heidelberg auf der drupa 2012
Moderne Printmedien-Dienstleister agieren in einem
dynamischen und anspruchsvollen Markt. Wer in einem solchen Umfeld
erfolgreich wirtschaften will, muss sein Geschäftsmodell
optimieren: Es gilt, Markttrends der Industrie erfolgreich
aufzugreifen und gewinnbringend umzusetzen.
Auf der drupa 2012 präsentiert Heidelberg vom 3. bis 16.
Mai in der Halle 1 ein weiterentwickeltes Produkt- und
Lösungsangebot, das konsequent auf aktuelle Marktanforderungen
zugeschnitten ist. Unter dem Leitmotto "Discover HEI" stehen die
schlanke Produktion (HEI Productivity), ökologisches Drucken
(HEI Eco), Web-to-Print (HEI Integration), Short-Run-Printing (HEI
Flexibility), Differenzierung durch Print-Veredelung (HEI
Emotions), Zukunft im Verpackungsdruck (HEI End) und Vorsprung
durch aktuelles Fachwissen (HEI School) im Mittelpunkt des
Messeauftritts. Damit zeigt das Unternehmen Lösungen, mit
denen Druck- und Weiterverarbeitungsdienstleister die aktuellen
Marktanforderungen meistern können.
www.drupa.heidelberg.com