Einfach nicht zu stoppen
Beim Drucken ist es wie beim Fliegen: Zwischenstopps stören
nur. Deshalb entscheiden sich immer mehr Faltschachteldrucker
für Heidelberg Logistics und haben, vor allem in Kombination
mit der Speedmaster XL 105, einen regelrechten Logistikboom
ausgelöst. Kein Wunder, sind sie damit doch um bis zu 15
Prozent produktiver.
Alle sieben Minuten ist es so weit: Dann erfolgt ein
Stapelwechsel bei voller Produktionsgeschwindigkeit. Hierzu
übernimmt der Auto-Non-Stop-Rechen am Anleger der
hochgesetzten Sechsfarben Speedmaster XL 105 den neuen Stapel. Die
leere Palette wird zum Ausleger und die volle Palette in den
Anleger befördert. Dort wird der Stapel ausgerichtet und
kantengenau mit dem fast abgearbeiteten Stapel vereinigt -
alles vollautomatisch. Für Michael Sommer, Produktmanagement
Customizing, ist dieser Vorgang ein vertrautes Bild: "Unsere
Demomaschine XL 105-6+L hier im Print Media Center
Wiesloch-Walldorf verfügt am An- und Ausleger über
Logistikkomponenten, die den Materialtransport komplett
automatisieren."
In dieser Ausstattung druckt die Maschine netto rund 1.500
Bogen mehr in der Stunde als das Vergleichsmodell ohne
Automatisierung. Aufs Jahr hochgerechnet, ergibt dies - bei
einer durchschnittlichen Auflagenhöhe von 20.000 Bogen und im
Dreischichtbetrieb - circa sechs Millionen Bogen mehr.
Wettbewerbsvorteil schon ab 8.000 Bogen
Sinnvoll ist eine solche Logistikausstattung bereits ab einer
Auflagenhöhe von rund 8.000 Bogen, das entspricht etwa drei
Kartonstapeln. Der Grund? Die erforderlichen Stapelwechsel.
Für die Bediener heißt dies: die Maschinengeschwindigkeit
teilweise drosseln, volle Holzpaletten in den Anleger
transportieren, dann die Geschwindigkeit wieder anpassen. Das
kostet Produktivität. Zumal Ungenauigkeiten, etwa beim
Positionieren der Bogen im Anleger, zeitraubende Stopps verursachen
können. Hinzu kommt: Bei Fortdruckgeschwindigkeiten von 18.000
Bogen in der Stunde fallen diese Aufgaben je nach
Materialstärke alle sieben bis zehn Minuten an. Bereits
über 120 Verpackungsdrucker weltweit haben daher ihre
Speedmaster mit Heidelberg Logistics ausgestattet. Die Nachfrage
steigt ständig, denn "je nach Auftragsstruktur arbeiten
unsere Kunden deutlich produktiver", berichtet Sommer.
Bedarfsgerecht automatisieren
Druckereien können die Anlage bedarfsgerecht
konfigurieren: beispielsweise mit einem Drehförderer zum
Transport der vollen Paletten in Produktionsrichtung, einem
automatischen Leerpalettentransport, einem Stapelwender sowie
zusätzlichen Pufferplätzen am An- und Ausleger.
"Statt sich um Stapelwechsel und Materialzufuhr zu
kümmern, kann sich der Drucker auf die Produktqualität
konzentrieren", stellt Sommer fest. Für Kunden mit
erhöhtem Automatisierungsbedarf empfiehlt Heidelberg den
automatischen Stapelwechsel am Anleger sowie Fördersysteme
für An- und Ausleger mit integriertem
Leerpalettentransport. Das Hochsetzen einer Maschine ist die
Voraussetzung für den Einsatz von Heidelberg Logistics. Dabei
sind 525 Millimeter die erforderliche Mindesthöhe. Bei einer
um 875 Millimeter hochgesetzten Speedmaster XL 105 werden je nach
Bedruckstoffstärke bis zu 25 Prozent weniger Paletten
benötigt als bei der um 525 Millimeter hochgesetzten Variante.
"Ein spürbarer Vorteil, da sich die Anzahl der
Gesamtstapelwechsel erheblich reduziert. Aufgrund der
größeren Stapelhöhe brauche ich zudem weniger
Puffer- und Lagerplätze vor und nach dem Drucken und komme mit
bedeutend weniger Transporten aus", erläutert der
Logistikfachmann.
Materialfluss optimieren
Vor allem Verpackungsdrucker im Food- und Pharmabereich
profitieren von einem Nebeneffekt: Heidelberg Logistics arbeitet
mit Systempaletten aus Plastik, die deutlich hygienischer sind als
Holzpaletten. Die Kartonstapel gelangen gerüttelt,
gelüftet und rundum von der Plastikfolie befreit vom
Stapelwender direkt an die Druckmaschine. Folienreste und
Holzspäne im Anlegerbereich gehören der Vergangenheit an.
Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Dank Heidelberg Logistics
optimieren Druckereien den Materialfluss entlang ihrer
Produktionskette. Denn das Layout der Logistiklösung und ihr
Nutzen hängen von der Qualität der innerbetrieblichen
Abläufe ab. Schon ein kleiner Aufwand zu Beginn der
Produktionskette - etwa die Rohmaterialien bedarfsgerecht
gemäß dem Produktionsablauf zu organisieren oder die
Paletten in der optimalen Höhe zu bestellen - zahlt sich am
Ende zusätzlich aus. Denn die Systempaletten werden auch in
der Weiterverarbeitung eingesetzt, beispielsweise an der
Bogenstanze Dymatrix 106 Pro.
Non-Stop-Betrieb über die gesamte Auflage
"Mit Heidelberg Logistics können unsere Kunden das
Potenzial ihrer Maschinen voll ausschöpfen. Denn erst eine
unterbrechungsfreie Produktion erlaubt es ihnen, Aufträge
nonstop über die gesamte Auflage hinweg mit einer
durchgängig hohen Geschwindigkeit und Qualität
abzuarbeiten", betont Sommer. Damit Kunden dieses Ziel
erreichen, ist eine umfassende Beratung unerlässlich. In enger
Zusammenarbeit mit den Vertretungen weltweit bietet Heidelberg
deshalb bei Investitionen in Logistics die entsprechende
Systemberatung an. Heidelberg ist überzeugt: "
Industrielle Verpackungsdrucker haben gute Gründe, intensiv
über Logistics nachzudenken."
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